„Allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht zaubern“ / Laufen, Fußball, Weitsprung – beim Deutschen Down-Sportlerfestival zeigen Kinder, was in ihnen steckt (FOTO)

2017-05-22T13:48:51+0200

Frankfurt am Main (ots) –

Zum 15. Mal feierte Frankfurt das Deutsche Down-Sportlerfestival:
Rund 600 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene traten im Sport-
und Freizeitzentrum Kalbach miteinander an; angefeuert von fast 3.000
Zuschauern. Dabei auch neun Vorbilder mit Down-Syndrom, die ihre
Talente genutzt haben: Christian Hirsch ist Deutschlands erster
Marathonläufer mit Down-Syndrom, Tobias Wolf unterrichtet an einer
Montessori-Schule Englisch, Laura Brückmann arbeitet als
Tanzassistentin. Seit 15 Jahren bringt das Sportfestival Menschen wie
sie zusammen: „Das Deutsche Down-Sportlerfestival ist das Flaggschiff
unseres sozialen Engagements“, sagt Dr. Stephan Eder,
Vorstandssprecher der Hexal AG. Das Unternehmen rief das Festival
2003 ins Leben. Mittlerweile sind zwölf Sportarten im Programm,
darunter Weitsprung, Fußball, Golf und Basketball. „Wie in jedem Jahr
sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von uns hier vor Ort, um zu
helfen, die jungen Sportlerinnen und Sportler zu betreuen.“

Drei Sechsjährige haben André Gatzke erlaubt, mit ihnen zum
25-Meter-Lauf anzutreten. „Ihr seid bestimmt viel schneller als ich“,
sagt er, da spurtet der sechsjährige Linus schon los. Der Moderator,
den die Kinder aus der „Sendung mit der Maus“ kennen, führt gemeinsam
mit Singa Gätgens durch das 15. Deutsche Down-Sportlerfestival.
„Gänsehaut vom Einzug bis zum Finale“ habe sie gehabt, sagt die vom
KiKA bekannte Moderatorin anschließend. Auch die älteren Sportler
sind nicht zu bremsen: Der 16-jährige Julian läuft als einer der
ersten ins Ziel – mit nur einem Schuh. „Ich wollte gewinnen“, sagt er
in Andrés Mikrofon. Andere nehmen sich vorher noch Zeit, dem Publikum
auf der Tribüne zu winken und sich feiern zu lassen.

Mode für alle: Inklusionsprojekt von Nachwuchsdesignern

Seit Jahren ein Renner und stets in kürzester Zeit ausgebucht ist
die Modenschau mit Peyman Amin. In diesem Jahr trommelt der
Modelcoach für ein Inklusionsprojekt angehender Modedesigner und
Menschen mit Behinderungen. Gerade Menschen mit Down-Syndrom haben
oft Schwierigkeiten, passende Kleidung zu finden, sagt der „Curvy
Supermodel“-Juror, der einen Bruder mit Down-Syndrom hat: „Menschen
mit Down-Syndrom haben aber die gleiche Ansprüche wie alle anderen,
sie wollen toll und cool aussehen.“ Daher entwarfen Modeschüler
zusammen mit Menschen mit Behinderungen maßgerechte Kleidung, die sie
beim Festival präsentieren. „Warum ich so bin, wie ich bin?
Vielleicht, weil mich jemand so braucht, wie ich bin!“ steht auf
einem der Shirts. Tamara Röske wird einige der Entwürfe tragen. Die
21-Jährige ist ein gefragtes Model – mit Down-Syndrom. „Hier kann
jeder ganz normal sein, wie er ist.“

Miteinander – von nah und fern

Timo Hildebrand ist einer der prominenten Sportpaten. Wird er beim
Fußball-Workshop mitkicken? „Klar. Mal sehen, was ich noch kann“,
sagt der ehemalige Nationaltorwart und fügt hinzu: „Es ist
wunderschön, zu sehen, wie die Menschen hier miteinander umgehen.“
Die Stadt Frankfurt unterstützt das Festival seit den Anfängen 2003.
„Das Sportfestival ist aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken“,
sagt der Oberbürgermeister, der in Kalbach lebt. Der Frankfurter
Stadtteil ist während des Down-Sportlerfestivals Ziel hunderter
Familien aus dem Bundesgebiet, aus Belgien und der Schweiz. Und aus
der Umgebung: „Viele meine Nachbarn gehen gern mit ihren Kindern zum
Festival“, erzählt Feldmann. Denn auch für Kinder ohne Behinderungen
gibt es ein vielfältiges Spiel- und Sportangebot – Kinderschminken,
Ballonfiguren basteln, Trommeln. Das Begleitprogramm wird unter
anderem organisiert von der Novartis Stiftung FamilienBande: „Zu
einem Sportfest mit integrativem Charakter gehört auch, die
Geschwisterkinder zu integrieren“, sagt Geschäftsführerin Irene von
Drigalski. „Das Wichtigste an diesem Tag ist ja nicht der Sport“,
ergänzt der Oberbürgermeister. „Ziel ist es vor allem, allen
Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

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