Forschungsausgaben der Wirtschaft auf rund 63 Milliarden Euro gestiegen

2017-12-20T09:36:58+0100

Berlin (ots) – Die Unternehmen haben im Jahr 2016 die Ausgaben für
ihre eigene Forschung und Entwicklung (FuE) um 3,1 Prozent erhöht und
kommen auf insgesamt 62,8 Milliarden Euro. Das sind knapp zwei
Milliarden Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Dafür haben die
Unternehmen zusätzliches Personal eingestellt und weniger Aufträge
nach außen vergeben. Das ist das Ergebnis der aktuellen
FuE-Datenerhebung der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband im
Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Anteil der FuE-Ausgaben an der gesamtwirtschaftlichen Leistung
liegt im Jahr 2016 demnach bei 2,94 Prozent. Für das Jahr 2015 kam
der Wert nach Auswertung der endgültigen Zahlen im Juni 2017 auf 2,92
Prozent. Getragen wird das Wachstum nach wie vor von Großunternehmen.
Ein Blick in die einzelnen Branchen:

Der Kraftfahrzeugbau bleibt Innovationsmotor. Mit rund ein Drittel
aller finanziellen und personellen Aufwendungen wird hier mit Abstand
am meisten geforscht und entwickelt. Dafür haben die
Automobilhersteller und ihre Zulieferer in 2016 insgesamt 21,9
Milliarden Euro ausgegeben, zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor
(2015: 21,5 Mrd. Euro). Die Zahl der FuE-Beschäftigten erhöhte sich
im gleichen Zeitraum sogar um 5,3 Prozent auf fast 114.000. Zum
Vergleich: Über alle Branchen hinweg stieg das FuE-Personal 2016 im
Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 2 Prozent von 405.000 auf
413.000 Forscher und Entwickler.

Auch die Unternehmen der Elektrotechnik und im Maschinenbau haben
ihre Forschungen intensiviert, die zuständigen Abteilungen ausgebaut
und ihr Personal erhöht. Das gilt genauso für den Pharmabereich und
für die Chemiebranche. Während in den eigenen Abteilungen mehr
geforscht wurde, gingen die Forschungsaufträge an externe Unternehmen
hier allerdings zurück.

Positiv ist auch die Entwicklung in der Branche der
unternehmensnahen Dienstleistungen, wie Informations- und
Kommunikationstechnologien, Ingenieurbüros sowie Banken und
Versicherungen. Sie legten 2016 bei den internen FuE-Aufwendungen um
5,9 Prozent noch mal kräftig zu und kamen auf 8,6 Milliarden Euro
(2015: 8,2 Mrd. Euro).

Auch für das Jahr 2017 sieht die Lage positiv aus. Die Unternehmen
planen, in ihren Abteilungen noch mehr zu forschen sowie Produkte und
Dienstleistungen zu entwickeln und dafür ihre internen FuE-Ausgaben
noch einmal kräftig zu erhöhen. Vor allem die Hersteller von
Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen
prognostizierten eine deutliche Ausweitung ihrer FuE-Budgets.

Alle Ergebnisse zur FuE-Datenerhebung finden Sie unter:
www.stifterverband.org/forschung-und-entwicklung/fue-erhebung-2016

Pressekontakt:
Peggy Groß
Pressereferentin
T 030 322982-530
peggy.gross@stifterverband.de

Verena Eckl
FuE-Datenerhebung
T 0201 8401-412
verena.eckl@stifterverband.de

Original-Content von: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, übermittelt durch news aktuell

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