Preisniveaus: Unterschiede fast bis zum Dreifachen zwischen den EU-Mitgliedstaaten (FOTO)

2017-06-15T11:00:06+0200

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Luxemburg (ots) –

Bei den Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen gab
es 2016 in der Europäischen Union (EU) große Unterschiede. In
Dänemark (139% des EU-Durchschnitts) war das Preisniveau am höchsten.
Darauf folgten Irland (125%), Luxemburg und Schweden (je 124%),
Finnland und das Vereinigte Königreich (je 121%). In Deutschland lag
das Preisniveau bei 104% des EU-Durchschnitts. Das niedrigste
Preisniveau fand sich dagegen in Bulgarien (48%), während Polen (53%)
und Rumänien (52%) bei nur knapp über 50% des Durchschnitts lagen.
Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und
Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten
Mitgliedstaat fast um das Dreifache.

Diese Daten über Verbraucherpreisniveaus im Jahr 2016 stammen aus
einem Artikel, der von Eurostat, dem statistischen Amt der
Europäischen Union, veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2016 war das Preisniveau eines vergleichbaren Warenkorbs
von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken im teuersten
Mitgliedstaat mehr als doppelt so hoch wie im günstigsten. Die
Preisniveaus reichten von 62% des EU-Durchschnitts in Polen und
Rumänien bis fast 150% des Durchschnitts in Dänemark (148%). In
Deutschland lag es bei 106%.

Die Preisniveaus von alkoholischen Getränken und Tabakwaren wiesen
deutliche Unterschiede auf, sie variierten um mehr als das Dreifache
zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. Das niedrigste Preisniveau
wurde 2016 in Bulgarien (56% des Durchschnitts) verzeichnet, das
höchste hingegen in Irland (175%). In Deutschland lag es bei 95% des
EU-Durchschnitts.

Dienstleistungen von Hotels und Restaurants sind eine weitere
Kategorie, in der sich die Preisniveaus markant unterschieden. Die
Preisniveaus reichten von 44% in Bulgarien bis 150% in Dänemark. In
Deutschland lagen die Preise in dieser Kategorie bei 109%.

Unterhaltungselektronik stellt eine Produktgruppe mit geringeren
Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten dar: Die Spanne
reichte von 86% des Durchschnitts in Polen bis 115% in Dänemark
(Deutschland: 99%). Auch Bekleidung ist eine Produktgruppe, in der
die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten weniger stark
ausgeprägt waren, wobei Bulgarien (81% des Durchschnitts) am
preiswertesten und Schweden (136%) am teuersten war (Deutschland:
103%). Mit der bemerkenswerten Ausnahme von Dänemark (146% des
Durchschnitts) waren die Preisunterschiede zwischen den
Mitgliedstaaten auch bei privaten Verkehrsmitteln eher begrenzt und
reichten von 78% in der Tschechischen Republik bis 119% in den
Niederlanden (Deutschland: 98%).

Vollständige Pressemitteilung (PDF-Version) auf der
Eurostat-Webseite abrufbar:
http://ec.europa.eu/eurostat/news/news-releases.

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