Wunschbabys aus der Fabrik? 3sat zeigt den Dokumentarfilm „Future Baby – Wie weit wollen wir gehen“ (FOTO)

2017-06-19T11:17:04+0200

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Mainz (ots) –

Montag, 26. Juni 2017, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Biologische Uhren werden zurückgedreht, menschliche „Brutkästen“
eingekauft, Körper gezielt „verbessert“, unerwünschte Merkmale
aussortiert: Im Zeitalter der biologischen Reproduzierbarkeit begibt
sich Maria Arlamovsky in die Welt des Kinderwunsches. In der
Begegnung mit Forschern und Ärzten, aber auch mit Eizellspenderinnen
und Leihmüttern, zeichnet ihr Dokumentarfilm „Future Baby – Wie weit
wollen wir gehen“ (Österreich 2015), den 3sat am Montag, 26. Juni
2017, 22.25 Uhr, in der Dokumentarfilmzeit zeigt, ein komplexes Bild
der neuen Boom-Branche der medizinisch-technisierten
Geburtenkontrolle.

Ursprünglich dafür geplant, den Kinderwunsch unfruchtbarer Paare
zu erfüllen, hat sich die In-Vitro-Fertilisation zu einem lukrativen
Wirtschaftssektor entwickelt. Als solcher bedient dieser nicht nur
das Bedürfnis nach „Risikoprävention“, sondern verleiht dem Kind,
eigentlich ein „Produkt der Liebe“, eine Art Warencharakter, da seine
Eigenschaften und Besonderheiten mittlerweile zu optimieren sind.

Maria Arlamovsky begleitet weltweit Paare mit Kinderwunsch,
Eizellspenderinnen und Leihmütter von den Untersuchungen und
Eingriffen bis zur Geburt. Sie lässt Befürworter und Skeptiker zu
Wort kommen und spricht mit der ersten Generation künstlich gezeugter
Kinder. In diesem vielschichtigen Mosaik entfaltet sich die Anwendung
von neuen, revolutionären Technologien in ihrer ganzen Ambivalenz,
was dringende Fragen nach ethischer und juristischer Einordnung
aufwirft. Die österreichische Filmemacherin, Jahrgang 1965, hat den
Dokumentarfilm, der bereits erfolgreich auf Filmfestivals in
Deutschland und Österreich lief, ihren biologischen, Adoptiv- und
Pflegekindern gewidmet.

Video-Stream im 3sat-Pressetreff: http://ly.zdf.de/MjI9/

Ansprechpartnerin: Claudia Hustedt, Telefon: 06131 – 70-15952;
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