Appell an ungeschützte Verkehrsteilnehmer: Lassen Sie sich sehen! / DEKRA Tipps für die dunkle Jahreszeit (FOTO)

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Stuttgart (ots) –

Helle Kleidung ist gut, reicht aber nicht

– Retroreflektierende Elemente geben mehr Sicherheit
– Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer werden leicht übersehen

„Lassen Sie sich sehen!“, empfehlen die Unfallforscher von DEKRA
ungeschützten Verkehrsteilnehmern für die dunkle Jahreszeit. Bei
Dämmerung und Dunkelheit sind Fußgänger, Roller- und Radfahrer für
Autofahrer oft nur schwer zu erkennen. Reflektoren und helle Kleidung
sind deshalb gerade in den lichtarmen Herbst- und Wintermonaten ein
Muss.

Im Jahr 2018 starben auf Deutschlands Straßen insgesamt 458
Fußgänger – mehr als jeder zweite davon (232) bei Dämmerung oder
Dunkelheit. „Das ist kein Zufall“, sagt DEKRA Unfallforscherin
Stefanie Ritter. „Autofahrer sehen im Dunkeln viel schlechter als bei
Helligkeit und erleben einen ständigen Wechsel von Hell und Dunkel,
zum Beispiel durch Leuchtreklame oder Lichtreflexe auf nasser
Fahrbahn.“ Ein weiterer Grund, warum Fußgänger, Roller- und Radfahrer
leichter übersehen werden, ist ihre vergleichsweise schmale
Silhouette.

„Die Konsequenz kann nur sein: Wer zu Fuß, mit Rad oder Roller im
Dunkeln unterwegs ist, muss dafür sorgen, dass er von anderen
Verkehrsteilnehmern schon von weitem zu erkennen ist“, betont die
Unfallexpertin. „Je früher man Sie sieht, umso sicherer kommen Sie
ans Ziel.“

Und wie schützt man sich am besten?

– Helle, kontrastreiche Kleidung ist gut, reicht aber nicht aus.
Ohne retroreflektierende Elemente an Kleidung und Schulranzen
geht es nicht: Leuchtstreifen, Aufkleber, Warnwesten – alles ist
gut, was auffällt.

– Vor allem Reflektoren und weiße Flächen an den Schuhen sind ein
wichtiges Sicherheitselement. Die Füße werden vom
Scheinwerferlicht eines Autos zuerst erfasst und fallen außerdem
auf, weil sie sich meist bewegen.

– Beim Überqueren der Fahrbahn keine Hektik, nur an gut
beleuchteten Stellen über die Straße gehen und möglichst
Zebrastreifen oder Ampeln nutzen. Nicht hinter Sichthindernissen
auf die Fahrbahn treten.

– Auch Rad- und Rollerfahrer sind im Dunklen viel sicherer
unterwegs, wenn sie durch Reflektoren auffallen oder eine
Warnweste tragen. Unverzichtbar sind intakte aktive und passive
Beleuchtung. Deshalb: Jetzt die lichttechnischen Einrichtungen
testen, Batterien erneuern, Reflektoren prüfen. Noch bei
Einbruch der Dämmerung ohne Licht zu fahren, ist schlicht
lebensgefährlich.

Den Autofahrern gilt der Appell der Unfallexpertin, in der dunklen
Jahreszeit noch aufmerksamer und zurückhaltender zu fahren. Vor allem
bei schwierigen Lichtverhältnissen ist besondere Rücksicht auf die
ungeschützten Verkehrsteilnehmer erforderlich. Für gute Sicht ist
eine funktionierende Lichtanlage am Fahrzeug ein Muss. Um die
Blendung des Fahrers durch Reflexionen bei Gegenlicht möglichst
gering zu halten, sollte zudem die Windschutzscheibe regelmäßig
gereinigt werden.

Pressekontakt:
DEKRA e.V.
Konzernkommunikation
Wolfgang Sigloch
0711.7861-2386
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