Dolphin schickt Drohnen zu Verkehrsunfällen

Dolphin Technologies

Die Anwort beim Thema Gesundheit finden Sie bei 121doc.de

Wien (ots) – Österreichischer Telematik-Spezialist startet Tests

Nach einem Verkehrsunfall kann rasche Hilfe Leben retten. Bei Herz- und
Atemstillstand geht es tatsächlich um Minuten, aber auch bei starken Blutungen
steigt die Sterberate nach einer halben Stunde rapide an. Der
Telematik-Spezialist Dolphin Technologies ( https://www.dolph.in
(https://www.dolph.in) ) stattet seit Jahren Fahrzeuge mit sogenannten
eCall-Systemen aus, um Unfälle und deren Position sofort zu erkennen und Hilfe
zu schicken. Nun sollen Drohnen ein noch besseres Bild der Situation liefern.

Auf dem Bildschirm der Einsatzzentrale erscheint eine Alarmmeldung: Ein Fahrzeug
hatte gerade einen Unfall auf der A4 bei Fischamend. Neben der genauen Position
liefert das eCall-Notrufsystem auch die Information, dass es einen seitlichen
Aufprall mittlerer Stärke gegeben hat und vermutlich niemand im Fahrzeug
verletzt ist. Gleichzeitig wird eine Sprechverbindung mit dem Fahrer aufgebaut
und abgeklärt, ob vielleicht doch medizinische Hilfe notwendig ist und welche
sonstigen Maßnahmen getroffen werden müssen. In diesem speziellen Fall ist die
Situation klar und der Pannendienst kann das leicht beschädigte Fahrzeug nach
einer halben Stunde in die nächste Werkstatt schleppen.

„Manchmal fehlen aber wichtige Informationen“, sagt Harald Trautsch,
Geschäftsführer von Dolphin Technologies, Spezialist für Unfallerkennung und
automatische Meldung. „Es kommt zum Beispiel vor, dass trotz eines lediglich
leichten Aufpralls kein Kontakt mit den Insassen hergestellt werden kann.“ In
solchen Fällen obliegt es dem geschulten Personal der Einsatzzentrale, selbst
über die Maßnahmen zu entscheiden. „Ideal wäre es hier natürlich, wenn unsere
Call Agents tatsächlich sehen könnten, was gerade passiert“, so Harald Trautsch.
„Aus diesem Grund wollen wir eine Drohne zu schweren Unfällen schicken bzw. zu
solchen, wo zusätzliche Informationen wichtig sind.“

Testbetrieb in nationalen und internalen Projekten

Getestet wird derzeit mit Drohnen für den privaten Gebrauch, wobei es
hauptsächlich darum geht, die Flugroute automatisch zu berechnen und an die
Drohne zu übertragen. „Das funktioniert bereits einwandfrei“, so Gerald
Aichholzer, VP Product Development. „In einem nächsten Schritt wird es darum
gehen, unsere Anwendung über Machine Learning dahingehend zu trainieren, dass
sie die richtigen Entscheidungen in Bezug auf die Auswahl der Drohne und deren
Verhalten am Unfallort trifft.“ Dolphin ist hier in ein internationales Projekt
involviert, bei dem bei Massenkarambolagen über Drohnen erkannt werden soll, wo
Hilfe am notwendigsten ist. „Die Erfahrung und das Know-how anderer Unternehmen
und Forschungseinrichtungen ist ein wichtiger Teil für den Erfolg des
Projektes“, ergänzt Harald Trautsch. „Solche Aufgaben löst man nicht alleine
sondern holt die besten Player in den verschiedensten Disziplinen an Bord.“

Logistik, Technik und Recht als Herausforderungen

Die großen Herausforderungen lauten Logistik, Technik und Recht. Die Standorte
müssen so gewählt werden, dass die Drohnen innerhalb weniger Minuten am
Unfallort sind. Außerdem müssen sie geladen werden und dürfen nur Gebiete
überfliegen, die nicht bewohnt sind. Dolphin rechnet damit, dass die Distanz
zwischen den Standorten nicht mehr als fünf Kilometer betragen soll. Vorrangig
gilt es, das hochrangige Straßennetz auszustatten und sich auf jene Strecken zu
konzentrieren, die eine hohe Unfallfrequenz haben.

Technisch ist es nicht notwendig, die Call Agents zu Drohnenpiloten auszubilden.
Ein Knopfdruck in der Plattform genügt, und das Backend von Dolphin berechnet
die optimale Flugroute zur Unfallstelle, die von der Drohne selbständig
abgeflogen wird. Die Einsatzzentrale bestimmt dann, wie lange die Drohne vor Ort
benötigt wird bzw. fliegt diese automatisch zu ihrem Standort zurück, wenn die
Akkus schwächer werden oder sich die Witterung verändert. Die größte Hürde ist
jedoch rechtlicher Natur. Drohnen dürfen nur in bestimmten Gebieten und nur mit
entsprechender Genehmigung und Versicherung betrieben werden. Dass die Flugroute
automatisch berechnet und auch selbständig abgeflogen wird, ist eine zusätzliche
Herausforderung.

„Wir orientieren uns bei unseren Entwicklungen am Nutzen und nehmen potenzielle
Hürden als Herausforderung“, sagt Harald Trautsch. „Es ist unsere Aufgabe, durch
intelligente Services wie Predictive Analytics, Machine Learning und Smart
Communication Unfälle einerseits zu vermeiden und andererseits optimale Hilfe zu
leisten, wenn doch einmal etwas passiert. Das bedingt, dass wir regelmäßig nicht
nur technisches, sondern auch rechtliches Neuland betreten müssen. Aber
Menschenleben sind es wert, die entsprechenden bürokratischen, technischen und
unternehmerischen Risiken einzugehen.“

Weitere Informationen gibt es hier
(https://www.dolph.in/dolphin-e-call-drohnen-verkehrsunfaelle/).

Bilder stehen hier (https://www.ots.at/redirect/dropbox75) zum Download zur
Verfügung (frei zur redaktionellen Verwendung, Copyright Dolphin Technologies)

Bild 1: Ablauf Notrufsystem mit Drohneneinsatz

Bei einem Unfall wird eine automatische Unfallmeldung – ein sogenannter eCall –
ausgelöst. Darin werden Fahrzeugdaten, Aufprallintensität und Position
übermittelt. Besteht eine Anbindung an das Backend von Dolphin Technologies,
kann die Einsatzzentrale den Start einer Drohne initiieren. Die Geo-Koordinaten
sowie die genaue Flugroute werden auf die Drohne geladen und diese schickt von
der Unfallstelle Live-Bilder an die Einsatzzentrale.

Bild 2: e-Call-Drohne

Über Dolphin Technologies

Dolphin Technologies (www.dolph.in) entwickelt Telematik-Lösungen für den
Kfz-Versicherungs- und Automobilmarkt. Das österreichische InsurTech ist
Marktführer in Zentraleuropa und bietet Services wie die automatische Meldung
von Autounfällen, die Berechnung von fahrverhaltensabhängigen
Versicherungstarifen sowie die Prävention von Unfällen. Zu den Kunden zählen
Erstversicherer wie UNIQA und DEVK, Automobilhersteller wie Porsche und
Volkswagen sowie der größte Rückversicherer MunichRe. Dolphin ist mit dem
Österreichischen Staatswappen ausgezeichnet und nach ISO27001 zertifiziert.

Kontakt:
Dolphin Technologies
Harald Trautsch, CEO
+43 664 3657446

The Skills Group
Viktoria Frühwirth, Account Manager
+43 1 505 26 25-11

Original-Content von: Dolphin Technologies, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/115598/4214345