Europa-Behörde prüft Verbesserung des Brandschutzes bei Reisebussen

MDR Exklusiv-Meldung

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Leipzig (ots) – Auf europäischer Ebene wird derzeit geprüft, wie
der Brandschutz von Reisebussen weiter verbessert werden kann. Das
teilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
(BMVI) dem MDR-Magazin „Umschau“ mit. „Bei der Prüfung geht es unter
anderem Evakuierungsmöglichkeiten, Sicherheit von Kraftstoffbehältern
und Rauchgas“, informiert das Bundesministerium. Dabei sollen auch
die Erkenntnisse des tragischen Unfalls vom 3. Juli 2017 auf der
Bundesautobahn A9 bei Münchberg (Oberfranken) in die Diskussion
miteinbezogen werden. Damals waren 18 Menschen in Flammen gestorben.
Nachdem die dafür zuständige Wirtschaftskommission für Europa der
Vereinten Nationen (UNECE) Verbesserungsvorschläge erarbeitet hat,
würden die Mitgliedstaaten der UNECE über sie entscheiden. Die
Entwürfe für die Änderungen der entsprechenden UN-Regelungen sollen
nach Auskunft des BMVI bis Oktober 2020 vorliegen.

Die Brandschutzstandards in Fernbussen denen im Flug- und
Bahnverkehr anzugleichen, hatte Siegfried Brockmann im MDR-Magazin
„Umschau“ gefordert. Er ist Leiter der Unfallforschung der
Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV). Das betrifft u.a. die Brennbarkeit von Sitzen und
Evakuierungspläne. Ein Test des GDV nach dem Busunglück am 3. Juli
2017 hat gezeigt, dass die Evakuierung eines voll besetzten
Reisebusses durch eine Tür rund drei Minuten dauert. In dieser Zeit
sollten die Sitze nicht in Flammen aufgehen. Das gewährleisten aber
weder die aktuellen und noch die ab 2020 gültigen Brandschutznormen
nicht. Das ergaben Tests von Bundesanstalt für Materialforschung
(BAM) und der Unfallforschung der Versicherer.

„Umschau“
Dienstags, 20.15 Uhr, MDR-Fernsehen
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