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Köln (ots) –

Mondrian & De Stijl
Wiedereröffnung Museum De Lakenhal in Leiden
2017 hat sich das Gründungsdatum der Künstlergruppe De Stijl zum
hundertsten Mal gejährt. Das Museum De Lakenhal hatte aus diesem
Anlass das Bild „Contra-composition VII“ von Theo van Doesburg
(1883-1931) erworben, der 1917 in Leiden die Zeitschrift De Stijl ins
Leben gerufen und der Bewegung somit den Weg geebnet hatte.

Das streng geometrische Bild gilt als ein Schlüsselwerk der um
maximale Simplizität und Ausdruckskraft bemühten Gruppe. Öffentlich
zu sehen war das Werk mit dem sperrigen Namen in Leiden bislang
nicht, weil das Ausstellungshaus seit Oktober 2016 wegen einer
umfassenden Sanierung geschlossen war. Nun hat die Zeit des Wartens
bald ein Ende: Am 20. Juni wird die Lakenhal feierlich
wiedereröffnet. Neben der Neuerwerbung werden dann auch wieder andere
Werke van Doesburgs und seiner Zeitgenossen zu sehen sein.

Die Wirkungsgeschichte eines weiteren Protagonisten von De Stijl
steht im Mittelpunkt eines Museums in Winterswijk. Dort zeigt die
Villa Mondrian noch bis zum 22. September die Ausstellung „Face Off:
Mondrian vs. heutige Künstler“. Wie der Titel bereits andeutet,
treten die abstrakten Porträts Mondrians in den Dialog mit Werken
zeitgenössischer Künstler wie Philip Akkerman und Maayke Schuitema.
Weitere Einblicke in die Ideenwelt des Kollektivs bietet das
Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht, das zum Weltkulturerbe der UNESCO
gehört.

//Informationen
Museum De Lakenhal, Oude Singel 32, 2312 RA Leiden, Tel. 0031 71 516
53 60, Wiedereröffnung am 20. Juni 2019, Öffnungszeiten werden noch
bekanntgegeben
Villa Mondrian, Zonnebrink 4, 7101 NC Winterswijk, Tel. 0031 543 51
54 00, Di-So 11-17 Uhr
Weitere Informationen:
www.lakenhal.nl, villamondriaan.nl und www.holland.com/highlights

Mauritshuis Den Haag
Das sich wandelnde Bild vom Namensgeber
Das Mauritshuis gehört zu den bedeutendsten Museen nicht nur der
Niederlande, sondern ganz Europas. Seit 1822 befindet sich die
Königliche Gemäldegalerie in dem prächtigen klassizistischen Palais
in Den Haag. Doch wer war eigentlich dieser Maurits, der sich sein
Domizil in bevorzugter Lage am Hofvijver hat bauen lassen? Dieser
Frage geht das Ausstellungshaus noch bis zum 7. Juli nach.

Ein genauerer Blick auf die Identität des Mannes offenbart rasch,
um welch komplexes, aktuelles und brisantes Thema es sich dabei
handelt. Der Namenspatron nämlich wurde 1604 als Johann-Moritz Fürst
von Nassau-Siegen im deutschen Dillenburg geboren. Somit entstammte
er demselben Adelsgeschlecht, aus dem auch das niederländische
Königshaus der Oranier hervorgegangen ist.

Seit 1621 befand sich Moritz im Dienste der Republik der
Vereinigten Niederlande, für deren Westindien-Kompagnie er 1636 nach
Brasilien entsandt wurde. Dort gelang dem Feldmarschall der Aufbau
einer lukrativen Zuckerproduktion. Während er sich daheim ein Palais
errichten und als Kunstkenner bewundern ließ, hatte Maurits in
Brasilien nicht nur die koloniale Ausbeutung, sondern auch die
Einführung der Sklaverei zu verantworten.

Seit einigen Jahren nun wird in den Niederlanden eine emotionale
Diskussion über den Umgang mit diesem Aspekt der eigenen Geschichte
geführt. Dabei steht neben der Kolonialvergangenheit auch eine
Neubewertung der Rolle jenes Mannes im Raum, der bis dato wie
selbstverständlich als Namenspatron der Königlichen Gemäldegalerie
fungierte. Wohl wissend, dass die Meinungsbildung ein langer Prozess
sein wird, öffnet das Mauritshuis nun mit Hilfe von Exponaten aus der
eigenen Sammlung erstmalig die Türen in diese Richtung.

//Informationen
„Imagewechsel – Auf der Suche nach Johan Maurits“
Mauritshuis, Plein 29, 2511 CS Den Haag, Tel. 0031 70 30 23 456, noch
bis 7. Juli 2019, Mo 13-18, Di-So 10-18, Do bis 20 Uhr
Weitere Informationen:
www.mauritshuis.nl und www.holland.com/highlights

Kröller-Müller Museum in Otterlo
Zuwachs für den Skulpturengarten
Gleich um vier Attraktionen ist der Skulpturengarten des
Kröller-Müller-Museums bei Arnheim in diesem Frühling gewachsen.
Dabei handelt es sich um Werke von Bill Woodrow, Herman de Vries, Sol
LeWitt und Jan van Munster. Während die drei letztgenannten
Skulpturen durch Schenkungen in den Besitz des Museums übergegangen
sind, konnte das 2001 von Woodrow vollendete Werk „Rockswarm“ mit
Mitteln der niederländischen „BankGiro Loterij“ finanziert werden.

Die Arbeit des Briten setzt sich mit Struktur und Ordnungssinn von
Bienenvölkern auseinander. Einsichten, die aus erster Hand stammen,
denn Woodrow ist selbst Imker. Ein streng geometrisches Gegenstück
liefert derweil Sol LeWitt, dessen „Six-sided tower“ auch als
architektonisches Denkmodell verstanden werden kann. Jan van Munster
steuert unterdessen eine Kugel mit einem Durchmesser von 172
Zentimetern bei, während die „my poetry is the world“ betitelte
Arbeit von de Vries sich dem geschriebenen Wort widmet.

Die gepflegten Außenanlagen des Kröller-Müller-Museums beherbergen
einen der größten Skulpturenparks Europas: Auf einer Fläche von 25
Hektar sind mehr als 160 Skulpturen verteilt, darunter Werke von so
unterschiedlichen Künstlern wie Jean Arp, Claes Oldenburg, Auguste
Rodin und Richard Serra. Die beste Aussicht über den Park genießt man
über die sogenannte „Kijk Uit Attention“. Der Künstler Krijn Giezen
hat sein Werk als ‚ungewöhnlichen Waldspaziergang‘ konzipiert. Die
Wanderung besteht aus einem Pfad, der mit dem Bild „Geweih“ von John
Raedecker beginnt und mit einer 87 Meter langen Treppe endet, die
über die Bäume auf dem Französischen Berg führt. Das Museum an sich
besitzt mit 90 Gemälden und 180 Zeichnungen die zweitgrößte
Van-Gogh-Sammlung der Welt. Darüber hinaus ist es bekannt für
Spitzenwerke moderner Meister wie Claude Monet, Georges Seurat, Pablo
Picasso und Piet Mondriaan.

//Informationen
Kröller-Müller Museum, Houtkampweg 6, 6731 AW Otterlo, Tel. 0031 318
59 12 41, Di-So 10-17 Uhr; Kijk Uit Attention (1986-2005), Krijn
Giezen (1939 – 2011), während nl. Schulferien und an Feiertagen von
April bis November, 11-16 Uhr,
Weitere Informationen
www.krollermuller.nl und www.holland.com/highlights

Van Gogh Museum Amsterdam
Van Gogh und die Sonnenblumen
Vincent van Gogh hatte seinen eigenen Blick auf die Welt. Davon zeugt
unter anderem die Art und Weise, wie er Sonnenblumen auf Leinwand
verewigt hat. Der niederländische Maler (1853-1890) hat dem Motiv
eine ganze Serie gewidmet – allein eine mit 15 Blumen bestückte Vase
existiert in fünf Versionen.

Eine davon ist im Amsterdamer Von Gogh Museum zu sehen, das die
weltweit umfangreichste Sammlung mit Gemälden des Meisters besitzt.
Zu Jahresbeginn wurde das 1889 vollendete Werk behutsam restauriert.
Auch darüber hinaus haben sich Forscher verstärkt mit der Passion des
Malers für das Motiv beschäftigt. Ihre Erkenntnisse präsentiert das
Van Gogh Museum ab dem 21. Juni im Rahmen einer kleinen Ausstellung.
Diese geht unter anderem der Frage nach, welche Bedeutung die
Sonnenblume für den Maler hatte und warum er sich immer wieder in
wechselnden Umgebungen von ihren changierenden Farben und
unterschiedlichen Lebensphasen hat inspirieren lassen.

Anhand des hauseigenen Exponats sind die Forscher der Frage
nachgegangen, ob die Farben noch ihren ursprünglichen Tönen
entsprechen. Auch haben sie sich Gedanken darüber gemacht, wie das
Gemälde am besten für nachfolgende Generationen konserviert werden
kann. Dabei sind sie zwar zu der Schlussfolgerung gelangt, dass der
Zustand der Sonnenblumen an und für sich stabil ist. Gleichzeitig
aber ist es anfällig für Erschütterungen und Veränderungen von
Lichtverhältnissen und Luftfeuchtigkeit. Als Konsequenz daraus wird
das Museum das Gemälde in Zukunft nicht mehr für Ausstellungen auf
fremden Boden zur Verfügung stellen.

//Informationen
Van Gogh und die Sonnenblumen (21. Juni bis 1. September)
Van Gogh Museum, Museumplein 6, 1071 DJ Amsterdam, Tel. 0031 20 57 05
200, tgl. 9-18 (zwischen 21.06. und 01.09.2019 tgl. 9-19 Uhr), Fr, Sa
bis 21 Uhr, Tickets nur online erhältlich
Weitere Informationen:
www.vangoghmuseum.nl und www.holland.com/highlights

Rijksmuseum Amsterdam
Offene Operation an der Nachtwache
Das Rijksmuseum in Amsterdam beginnt im Juli mit dem größten
Forschungs- und Wiederinstandsetzungsprojekt seiner Geschichte: der
Restaurierung von Rembrandts „Nachtwache“. Mit Hilfe neuer Techniken
haben die hauseigenen Wissenschaftler nunmehr die Möglichkeit, durch
die Leinwand hindurchzuschauen. Davon erhoffen sie sich neue
Aufschlüsse zum Beispiel darüber, warum sich die Farbe einzelner
Motive seit geraumer Zeit verändert.

Anlässlich des 350. Todestages Rembrandts ist dabei alles dem Ziel
untergeordnet, eines der bedeutendsten Gemälde der Kunstgeschichte
für künftige Generationen zu konservieren. Die Arbeiten finden hinter
Glasscheiben in jenem Saal statt, in dem die Nachtwache auch sonst zu
sehen ist. Auf diese Weise haben Museumsbesucher Gelegenheit, live
dabei sein. Gleichzeitig wird die Restaurierung auch online
übertragen.

Zum Anfassen nahe sind auch die Exponate im Skulpturengarten des
Rijksmuseums, wo ab dem 25. Mai Werke von Louise Bourgois (1911-2010)
ausgestellt werden. Mit Hilfe von insgesamt zwölf Skulpturen werden
alle Schaffensphasen der Französin abgedeckt, die vor allem Dank
ihrer monumentalen Spinnen-Skulpturen Berühmtheit erlangte. Eine
davon ziert das Entree zum Guggenheim-Museum in Bilbao.

//Informationen
Rijksmuseum, Museumstraat 1, 1071 XX Amsterdam, Tel. 0031 20 67 47
000, tgl. 9-17 Uhr
Weitere Informationen:
www.rijksmuseum.nl und www.holland.com/highlights

Pressekontakt:
Niederländisches Büro für Tourismus & Convention
Postfach 27 05 80,D-50511 Köln
Pressestelle
E-Mail: npoloczek@holland.com
Für Urlauber ist das NBTC zu erreichen über: www.holland.com

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