REVUE 1.0 – Museum – Arnulf Rainer

Arnulf Rainer Museum

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WienNiederösterreich (ots) – Ausstellungsdauer bis 15.9.2019

Arnulf Rainer feiert heuer seinen 90. Geburtstag und vor 10 Jahren wurde das
Arnulf Rainer Museum in Baden eröffnet. Seitdem wurden hier viele aufregende und
spannende Ausstellungen zum Werk von Arnulf Rainer und von anderen Künstlerinnen
und Künstlern gezeigt, deren Schaffen einen besonderen Bezug zu Rainers Bildern
aufweist. Helmut Friedel, Kenner des Hauses und langjähriger Direktor der
Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, wurde als Kurator
eingeladen, dieses Jubiläumsjahr zu eröffnen. Die Ausstellung „REVUE 1.0“ möchte
durch die Auswahl von Werkgruppen die Fülle des Oeuvres von Arnulf Rainer wieder
aufleben lassen.

Anhand von 90 Werken – von den surrealistischen Zeichnungen der späten
1940er-Jahre, den frühen Zentral- und Vertikalgestaltungen und den monochromen
Übermalungen der 1950er-Jahre, den großen Zyklen der „Face Farces“ und „Body
Poses“, der Verrenkungen, der „Frauensprache“ und der „Kunst über Kunst“ sowie
den gestischen Hand- und Fingermalereien ab den 1960er-Jahren über die
Übermalungen naturwissenschaftlicher und anatomischer Studien ab Mitte der
1980er und die kontemplativen Kosmos-, „Geologica“- und Schleierbilder ab den
1990er-Jahren bis hin zu den in Teneriffa entstandenen späten Acrylarbeiten der
2000er-Jahre – bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in das
malerische Schaffen Arnulf Rainers. Sie zeigt auch exemplarisch die Thematik des
Kreuzes durch alle Werkphasen des Künstlers.

Das Werk Rainers, des Übermalers, das von vielen Kunstfreunden gern auf wenige
herausragende Merkmale reduziert wird, ist in Wirklichkeit schier unerschöpflich
hinsichtlich seines Reichtums an Themen und Motiven wie auch in der
Unterschiedlichkeit der eingesetzten Techniken. In den bisher gezeigten
Werkschauen wurde das breite Spektrum im Oeuvre des Malers von äußerst
erfahrenen Ausstellungsmachern und Museumsleitern aus jeweils besonderem
Blickwinkel vorgestellt. Reinhold Baumstark, Generaldirektor der Bayerischen
Staatsgemäldesammlungen, München, Helmut Friedel, Direktor der Städtischen
Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, Rudi Fuchs, Leiter einer Reihe
bedeutender Museen, zuletzt des Stedelijk Museum in Amsterdam, und Chef der
documenta 7 in Kassel (1982), sowie Peter Weiermair, Direktor der Galleria
d’Arte Moderna in Bologna, und andere haben mit ihrer jeweiligen Auswahl und mit
den Textbeiträgen im Laufe der vergangenen 10 Jahre das Bild eines der
bedeutendsten Künstler der Gegenwart präzisiert. Dazu haben nicht zuletzt die
Ausstellungen in Baden mit ihren Publikationen in hervorragender Weise
beigetragen.

Georg Baselitz hat die Reihe der Dialoge des eigenen Werks mit dem von Arnulf
Rainer 2011 eingeleitet. Rudi Fuchs hat sie in Gegenüberstellungen und im
Zusammenspiel mit Mario Merz, Damien Hirst, Markus Lüpertz und Donald Judd
fortgesetzt und erweitert.

In „REVUE 1.0“ sollen Glanzpunkte der unterschiedlichen Ausstellungen nochmals
aufblitzen, teils auch durch eine Fotodokumentation ergänzt, um Arnulf Rainer zu
würdigen und die Arbeit an seinem Museum in den vergangenen 10 Jahren in
Erinnerung zu rufen.

Helmut Friedel, Kurator der Ausstellung

Kontakt:
Katharina Grünner
Assistenz der Geschäftsführung
Tel +43(0)2252 209196 – 12
office@arnulf-rainer-museum.at

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