Akte 88 – Die tausend Leben des Adolf Hitler / Jede Menge Verschwörungstheorien rund um den „Führer“ in einer SWR2-Hörfunk-Serie ab 17. September 2018. (FOTO)

SWR – Südwestrundfunk

Mainz (ots) –

Hitler hat überlebt. Nach 1945. Irgendwo auf der Erde. Oder
darunter. Oder im Weltall. Viele Menschen glauben das. Wirklich und
ernsthaft! „Akte 88“ befasst sich in einer realsatirischen Serie mit
den Verschwörungstheorien und ihren Theoretikern.

Hitler hat sich nicht im Führerbunker erschossen, sondern ist
geflohen. Bis heute gehört Hitlers vermeintliche Flucht zu den meist
verbreiteten Verschwörungstheorien der Geschichte. Viele vermuten, er
habe seine letzten Jahre auf einer argentinischen Hacienda verbracht.
Andere sind der Ansicht, er habe in einem tibetanischen Kloster
gelebt. Manche verorten ihn sogar in der Antarktis, im Innern der
Erde, hinterm Mond oder irgendwo in der Galaxis. Zahllose absurde
Theorien kursieren in Büchern, Artikeln, „Dokumentationen“ und
„Reportagen“ und natürlich im Internet. Dort finden sich auch
„Beweise“ für Hitlers Kontakte mit Außerirdischen. Beweisen nicht
auch FBI-Akten, dass man noch Jahre nach 1945 nach Hitler gesucht
hat?

Gespräche mit Verschwörungstheoretikern

„Akte 88“ geht den Verschwörungstheorien nach. Die Hörfunkserie
verfolgt die unendlichen Geschichten und Gerüchte über Hitlers
Untertauchen, seine Geheimverstecke, Fluchtwege, Doppelgänger und
Helfer. „Akte 88“ verfolgt aber vor allem die
Verschwörungstheoretiker und spricht mit ihnen. Wer sind die
Menschen, die sich so etwas ausdenken und glauben? Ist das harmlos?
Oder gefährlich? In einer Zeit, in der Menschen sich „alternative
Geschichtsbilder“ machen und als „Reichsbürger“ und „Identitäre“ ihr
absurdes Weltbild auch mit der Waffe durchsetzen.

Realsatirische Dokufiktion

„Akte 88“ ist eine satirische Dokumentation von Michael Lissek und
Walter Filz. Realsatirisch. Denn es gibt keine Verrücktheit, von der
nicht irgendwer ernsthaft überzeugt ist. Postfaktisch ist der Begriff
der Gegenwart. Aber wie funktioniert das Postfaktische? Wie werden
Tatsachen ignoriert und Lügen akzeptiert? Wie wird die Wahrheit zur
Gefühlssache? Und wie werden aus Gefühlen Argumente? Wie
funktionieren Verschwörungstheorien? Und warum funktionieren sie bei
Hitler besonders gut? „Akte 88“ ist unterhaltende Aufklärung –
zwischen Doku und Investigation, zwischen Radioshow und Hörspiel.
Witzig, böse, drastisch. Eine zweite und dritte Staffel sind in
Planung.

Akte 88 – Die tausend Leben des Adolf Hitler Podcast und
Radioserie: zehn Folgen à ca. 15 Minuten Podcast: ab 17. September
2018 Als Radio-Serie: 17. bis 21. und 24. bis 28. September 2018,
jeweils ca. 19:40 Uhr in SWR2 Als Zweiteiler in „SWR2 Feature am
Sonntag“: 23. und 30. September 2018

Fotos über ARD-Foto.de

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/7169/4034470

Unentdeckte Welterbestätten in Montenegro / Europas Trendziel bietet Strand, Berge und Kultur (FOTO)

Nationale Tourismusorganisation von Montenegro

Podgorica (ots) –

Montenegro gilt derzeit als Trendziel in Europa. Kristallklares
Wasser, lange Sandstrände an der Adria und eine eindrucksvolle
Bergwelt machen es zur beliebten Urlaubsdestination. Die Unesco hat
bereits vier Stätten in dem Land, das nur etwa so groß wie
Schleswig-Holstein ist, zum Welterbe erklärt. Eine Schatzkiste also,
die entdeckt werden will.

Als im April 1979 die Erde bebte und Montenegro die schlimmste
Naturkatastrophe in seiner Geschichte erlebte, war auch das
kulturelle Erbe des Landes bedroht. Viele Altstädte entlang der Küste
wurden von dem Erdbeben massiv beschädigt. Im selben Jahr setzte die
Unesco die Region von Kotor, als erste Stätte des Landes, auf die
Liste des Weltkulturerbes. Trotz der erheblichen Schäden gelang es,
die wichtigsten Monumente und historischen Stadtgebiete sorgfältig zu
restaurieren und zu rekonstruieren. Die architektonische und
historische Authentizität blieb dabei bewahrt.

Auch die jüngste Welterbestätte Montenegros befindet sich in
Kotor. Erst im vergangenen Jahr wurde die Befestigungsanlage der
Stadt, gemeinsam mit fünf weiteren Anlagen in Italien und Kroatien,
als venezianische Verteidigungswerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert
zum Weltkulturerbe erklärt. Ein Spaziergang über die imposanten
Mauern bis hoch zur Festung Sveti Ivan ist schweißtreibend. Wer sich
dennoch auf den Weg hinauf macht, wird mit einer fulminanten Aussicht
auf die Stadt und über die Bucht belohnt.

Bereits 1980 kam mit dem Nationalpark Durmitor die zweite
Welterbestätte des Landes hinzu. Das von Gletschern geformte Gebiet,
das von Flüssen und unterirdischen Bächen durchzogen ist, wurde wegen
seiner vielfältigen Flora und Fauna unter den besonderen Schutz
gestellt. Mit der Tara-Schlucht nennt der Nationalpark zudem die
tiefste Schlucht Europas sein Eigen.

Während Kotor und Durmitor längst Bestandteile der Programme der
Reiseveranstalter sind, erfordern manche Kulturschätze des Landes
noch etwas Entdeckergeist. Erst 2016 wurden die Stećci, die
mittelalterlichen Friedhöfe mit ihren markanten Grabsteinen, zum
Unesco-Welterbe erklärt. Sie liegen versteckt im Nordwesten des
Landes. Keine Touristenmassen sind hier zu finden. Keine
Souvenirgeschäfte, die das kulturelle Erbe auf Tassen und T-Shirts in
Euro umwandeln wollen. Noch nicht mal ein Hinweisschild. Das wird
sich wohl bald ändern. Doch im Moment muss man aufmerksam über die
schmale Seitenstraße in der Nähe von Zabljak fahren, um die behauenen
Steinquader nicht zu verpassen.

Manch anderer Kulturschatz des Landes ist mindestens so
interessant, auch wenn er noch nicht von der Unesco geadelt wurden.
Zwar haben es einige auf die vorläufige Liste geschafft, aber auf die
offizielle Anerkennung zum Welterbe warten sie noch. Allen voran
Doclea, in der Nähe der Hauptstadt Podgorica. Wie in einem
Dornröschenschlaf warten die tausende Jahre alten Steine und Gemäuer
darauf, wiederentdeckt zu werden. Aber auch die Altstädte von Bar und
Ulcinj an der Küste, sowie das historische Zentrum von Cetinje, der
ehemaligen Königsstadt und das Herz Montenegros, könnten die nächsten
Kandidaten sein. Unesco hin oder her: Sehenswert sind sie allemal.

Informationen zu den Welterbestätten in Montenegro finden sich auf
der Internetseite der Unesco unter
http://whc.unesco.org/en/statesparties/me

Pressekontakt:
Nationale Tourismusorganisation von Montenegro (NTO Montenegro)
c/o DEQOM Germany
Karsten Schöpfer
montenegro@deqom.com
Tel.: +49 (0) 47 91 80 19 52 8
http://mediaportal.montenegro.travel

Offizielle Website:
www.montenegro.travel

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https://www.presseportal.de/pm/131459/4014563

Medienführerschein Bayern: 350.000ste Urkunde überreicht

BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien

München (ots) – Medienführerschein Bayern: 350.000ste Urkunde
überreicht / Staatsminister Eisenreich, Staatsminister Sibler und
Stiftungsratsvorsitzender Schneider verkünden
Medienkompetenz-Offensive / Eisenreich: „Unterrichtseinheiten künftig
auch für die Kleinsten an der Schule / Kinder brauchen Kompass für
die digitale Welt“ / Sibler: „Medienführerschein Bayern wird mit
Bildungsplattform mebis verknüpft / Mehr digitale Unterstützung für
Lehrerinnen und Lehrer“ / Schneider: „Fördermittel ermöglichen
weiteren Ausbau des erfolgreichen Medienführerscheins Bayern“

Medienminister Georg Eisenreich, Kultusminister Bernd Sibler und
Siegfried Schneider, Stiftungsratsvorsitzender der gemeinnützigen
Stiftung Medienpädagogik Bayern, besuchten heute die Grundschule an
der Gebelestraße in München. Im Gepäck: die 350.000ste Urkunde des
Medienführerscheins Bayern und die Zusage für Fördermittel zum
weiteren Ausbau der Initiative.

Eisenreich: „Der Medienführerschein ist eine echte
Erfolgsgeschichte. 350.000 Schülerinnen und Schüler haben den
Medienführerschein gemacht. Künftig gibt es altersgerechte
Unterrichtseinheiten auch für die Kleinsten an der Schule. Kinder
brauchen einen Kompass für die digitale Welt. Deshalb starten wir mit
dem Medienführerschein schon in der ersten und zweiten
Jahrgangsstufe.“

Sibler: „Ein verantwortungsvoller und kompetenter Umgang mit
Medien ist heute wichtiger denn je – auch und gerade für unsere
jungen Menschen! Der Medienführerschein in all seinen Facetten führt
unsere Kinder und Jugendlichen altersgerecht und ansprechend
aufbereitet an wichtige Aspekte der Mediennutzung heran. Mich freut
besonders die geplante Verknüpfung der Angebote mit unserer digitalen
Bildungsplattform mebis – das ist ein weiterer wertvoller Schritt zur
Unterstützung unserer Lehrerinnen und Lehrer!“

Schneider: „Die große Nachfrage zeigt, dass der Medienführerschein
Bayern ein toller Erfolg ist. Das bestärkt uns darin, das Angebot des
Medienführerscheins Bayern weiter auszubauen. Ich freue mich sehr,
dass die Bayerische Staatsregierung hierfür weitere Fördermittel zur
Verfügung stellt.“

Mit diesen Maßnahmen intensiviert die Staatsregierung die
Förderung von Medienkompetenz in den Schulen:

– Erstmals Unterrichtseinheiten für die 1./2. Jahrgangsstufe

Aktuell werden von der Stiftung Medienpädagogik Bayern
altersgerechte Module zu den Themen „Mediennutzung im Alltag“,
„Medienhelden“, „Werbung“ und „Bedeutung von Privatsphäre“
entwickelt. Sie stehen voraussichtlich ab dem Schuljahr 2019/2020 zur
Verfügung. Dieses neue Angebot wird finanziert von der Bayerischen
Staatskanzlei.

– Weitere Film-Clips für den Einstieg in die Unterrichtsthemen

Bereits jetzt stehen 14 Film-Clips für einen motivierenden
Einstieg in die Unterrichtseinheiten für Grund- und weiterführende
Schulen zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen neue und auch
barrierefreie Film-Clips zu relevanten Themen produziert werden. Die
Film-Clips werden finanziert vom Bayerischen Staatsministerium für
Unterricht und Kultus.

– Eigene Medienführerschein-Kurse auf der Online-Lernplattform
mebis

Bereits in diesem Jahr beginnt die Implementierung ausgewählter
Inhalte des Medienführerscheins Bayern in die digitale Lernplattform
mebis. Geplant ist, je einen Pilot-Kurs für die 3./4., 6./7. und
8./9. Jahrgangsstufe zu entwickeln. Der Ausbau wird finanziert von
der Bayerischen Staatskanzlei und vom Bayerischen Staatsministerium
für Unterricht und Kultus unterstützt.

Bayernweit 350.000 Urkunden und Teilnahmebestätigungen verteilt

Beim Unterrichtsbesuch erhielten die Gäste einen Einblick in die
Arbeit mit dem Medienführerschein Bayern. Auf dem Stundenplan stand
die Unterrichtseinheit „Das ist MEINE Geschichte! Grundlagen zum
Schutz von geistigem Eigentum kennenlernen und verstehen“. Dabei
wurde das Thema Urheberrecht altersgerecht und spielerisch
aufbereitet. Besonders das interaktive Wimmelbild, das die
Schülerinnen und Schüler auf ihren Tablets entdeckten, machte
sichtlich Spaß. Anschließend überreichten die Minister und der
Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Medienpädagogik Bayern den
Schülerinnen und Schülern Urkunden, die die Teilnahme am
Medienführerschein Bayern dokumentieren.

Medienkompetent in die digitale Zukunft – Medienführerschein
Bayern stärkt wichtige Kompetenzen

Egal ob Kindergarten, Schule oder außerschulische Jugendarbeit –
Medienkompetenz ist ein Thema, das alle Bildungseinrichtungen
beschäftigt. Der Medienführerschein Bayern bietet für jede Zielgruppe
ein maßgeschneidertes Angebot, um pädagogische Fachkräfte gezielt bei
diesem Thema zu unterstützen. Für Schulen besteht die Möglichkeit,
den Medienführerschein Bayern in ihr Medienkonzept einzubinden. So
können sie die Teilnahme am Medienführerschein Bayern
institutionalisieren und sicherstellen, dass alle Schülerinnen und
Schüler Urkunden erhalten.

Die Initiative Medienführerschein Bayern wurde 2009 von der
Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufen, um die Medienkompetenz
von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken. Sie wird von
der Bayerischen Staatskanzlei finanziert. Die gemeinnützige Stiftung
Medienpädagogik Bayern koordiniert die Initiative und verantwortet
die inhaltliche Entwicklung. Der Medienführerschein Bayern bietet
kostenlose altersgerechte Materialien für den Elementarbereich,
Grund- und weiterführende Schulen, Berufliche Schulen sowie für die
außerschulische Jugendarbeit. Bezugsmöglichkeit und weitere
Informationen unter www.medienfuehrerschein.bayern.

Fotos von der Veranstaltung können am Veranstaltungstag ab ca. 16
Uhr kostenfrei heruntergeladen werden unter
www.medienfuehrerschein.bayern/Presse/113_Bildservice.htm.

Pressekontakt:
Lina Renken
Projektkoordination des Medienführerscheins Bayern
Tel. 089 63808-237
lina.renken@blm.de

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https://www.presseportal.de/pm/62483/4015536

Gerd Ruge wird 90 – Lange Nacht im WDR Fernsehen

WDR Westdeutscher Rundfunk

Köln (ots) – Anlässlich des 90. Geburtstages von Gerd Ruge wird
das WDR Fernsehen am 9. August ab 23.25 Uhr bis in die frühen
Morgenstunden des 10. August 2018 sieben Reportagen und
Dokumentationen des langjährigen Auslandskorrespondenten senden.

Besonders mit seinen profunden und präzisen Berichten und Analysen
aus der damaligen Sowjetunion und später aus Russland hat sich der
dreifache Grimme-Preisträger einen Namen gemacht. 1956 ging der
gebürtige Hamburger als erster ständiger Korrespondent für die ARD
nach Moskau, wo er 1993 mit 65 seine WDR-Laufbahn als Studioleiter
beendete.

Ruge, am 9. August 1928 geboren, war Zeitzeuge vieler dramatischer
Weltereignisse. So berichtete er zum Beispiel über die Ermordung des
amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King und über das
Attentat, das kurz darauf US-Senator Robert Kennedy im
Präsidentschaftswahlkampf das Leben kostete. Viel Mut und
journalistisches Können bewies er, als er die plötzlich ausbrechende
Tet-Offensive der Vietkong in Saigon schilderte. Bewegend und
hochinformativ waren seine Berichte und Live-Schalten während des
Putsch-Versuches gegen Gorbatschow im Jahr 1991.

Nicht weniger fesselnd waren seine Reisereportagen, mit denen er
dem deutschen Fernsehpublikum ferne Länder näher brachte. Die Reihe
„Gerd Ruge unterwegs“ begeisterte mit starken Bildern und Geschichten
u.a. aus Afghanistan, China und Sibirien ein Millionenpublikum.
Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete Gerd Ruge im Jahr 2014 mit
dem Großen Verdienstkreuz aus.

„Die lange Gerd Ruge Nacht“ im Überblick:

1. Auf den Spuren von Gerd Ruge (2003) Porträt des langjährigen
WDR-Korrespondenten, Moderators und Redakteurs Gerd Ruge anlässlich
seines 75. Geburtstag.

2. Weiße Macht und schwarze Massen (1966) Amerikas heißer Sommer –
Hintergrundbericht zu den Rassenproblemen in den großen Städten
Amerikas.

3. Abenteuer Kaukasus (1997) Reisetagebuch von Gerd Ruge auf einer
Fußwanderung durch das Kaukasusgebirge

4. Gerd Ruge unterwegs in Sibirien: Steile Felsen, schrille Disco
und ein Dichter in den Blaubeeren (1989) Zweiter Teil der
Dokumentarreihe zum Thema wirtschaftlicher und gesellschaftlicher
Umbruch nach Ende der Sowjetunion.

5. Gerd Ruge unterwegs in Georgien: Kühe im Tee, Brot aus dem
Ölfass und ein Land voll starker Typen (1999) Porträt der georgischen
Landschaft zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer mit Beobachtungen der
Lebensbedingungen der Georgier und Flüchtlinge in Städten und auf dem
Land sowie der wirtschaftlichen Entwicklung in Georgien vor dem
Hintergrund der idyllischen Berglandschaften.

6. Gerd Ruge unterwegs: Die Route des Bären (1993) Besuch auf der
russischen Insel Sachalin, der Tschuktschen-Halbinsel und der zu
Alaska gehörenden St. Lawrence Insel.

7. Gerd Ruge unterwegs in Afghanistan: Rübensuppe und Eiskrem,
Kommandanten und Betteljungs, ein Radler im Minenfeld und die Tränen
des Heimkehrers (2003) Erster Teil des dreiteiligen Reiseberichts von
einer Reise des ehem. ARD-Korrespondenten Gerd Ruge durch
Afghanistan. Eindrücke vom Wiederaufbau und der allmählichen
Normalisierung des Alltags in den Provinzen und der Hauptstadt Kabul;
zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit der Bevölkerung.

Redaktion Carolin Imlau

www.ard-foto.de

Pressekontakt:
WDR Presse und Information, Annette Metzinger
Telefon 0221 220 7100
E-Mail: wdrpressedesk@wdr.de

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https://www.presseportal.de/pm/7899/4014728

Unentdeckte Welterbestätten in Montenegro / Europas Trendziel bietet Strand, Berge und Kultur (FOTO)

Nationale Tourismusorganisation von Montenegro

Podgorica (ots) –

Montenegro gilt derzeit als Trendziel in Europa. Kristallklares
Wasser, lange Sandstrände an der Adria und eine eindrucksvolle
Bergwelt machen es zur beliebten Urlaubsdestination. Die Unesco hat
bereits vier Stätten in dem Land, das nur etwa so groß wie
Schleswig-Holstein ist, zum Welterbe erklärt. Eine Schatzkiste also,
die entdeckt werden will.

Als im April 1979 die Erde bebte und Montenegro die schlimmste
Naturkatastrophe in seiner Geschichte erlebte, war auch das
kulturelle Erbe des Landes bedroht. Viele Altstädte entlang der Küste
wurden von dem Erdbeben massiv beschädigt. Im selben Jahr setzte die
Unesco die Region von Kotor, als erste Stätte des Landes, auf die
Liste des Weltkulturerbes. Trotz der erheblichen Schäden gelang es,
die wichtigsten Monumente und historischen Stadtgebiete sorgfältig zu
restaurieren und zu rekonstruieren. Die architektonische und
historische Authentizität blieb dabei bewahrt.

Auch die jüngste Welterbestätte Montenegros befindet sich in
Kotor. Erst im vergangenen Jahr wurde die Befestigungsanlage der
Stadt, gemeinsam mit fünf weiteren Anlagen in Italien und Kroatien,
als venezianische Verteidigungswerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert
zum Weltkulturerbe erklärt. Ein Spaziergang über die imposanten
Mauern bis hoch zur Festung Sveti Ivan ist schweißtreibend. Wer sich
dennoch auf den Weg hinauf macht, wird mit einer fulminanten Aussicht
auf die Stadt und über die Bucht belohnt.

Bereits 1980 kam mit dem Nationalpark Durmitor die zweite
Welterbestätte des Landes hinzu. Das von Gletschern geformte Gebiet,
das von Flüssen und unterirdischen Bächen durchzogen ist, wurde wegen
seiner vielfältigen Flora und Fauna unter den besonderen Schutz
gestellt. Mit der Tara-Schlucht nennt der Nationalpark zudem die
tiefste Schlucht Europas sein Eigen.

Während Kotor und Durmitor längst Bestandteile der Programme der
Reiseveranstalter sind, erfordern manche Kulturschätze des Landes
noch etwas Entdeckergeist. Erst 2016 wurden die Stećci, die
mittelalterlichen Friedhöfe mit ihren markanten Grabsteinen, zum
Unesco-Welterbe erklärt. Sie liegen versteckt im Nordwesten des
Landes. Keine Touristenmassen sind hier zu finden. Keine
Souvenirgeschäfte, die das kulturelle Erbe auf Tassen und T-Shirts in
Euro umwandeln wollen. Noch nicht mal ein Hinweisschild. Das wird
sich wohl bald ändern. Doch im Moment muss man aufmerksam über die
schmale Seitenstraße in der Nähe von Zabljak fahren, um die behauenen
Steinquader nicht zu verpassen.

Manch anderer Kulturschatz des Landes ist mindestens so
interessant, auch wenn er noch nicht von der Unesco geadelt wurden.
Zwar haben es einige auf die vorläufige Liste geschafft, aber auf die
offizielle Anerkennung zum Welterbe warten sie noch. Allen voran
Doclea, in der Nähe der Hauptstadt Podgorica. Wie in einem
Dornröschenschlaf warten die tausende Jahre alten Steine und Gemäuer
darauf, wiederentdeckt zu werden. Aber auch die Altstädte von Bar und
Ulcinj an der Küste, sowie das historische Zentrum von Cetinje, der
ehemaligen Königsstadt und das Herz Montenegros, könnten die nächsten
Kandidaten sein. Unesco hin oder her: Sehenswert sind sie allemal.

Informationen zu den Welterbestätten in Montenegro finden sich auf
der Internetseite der Unesco unter
http://whc.unesco.org/en/statesparties/me

Pressekontakt:
Nationale Tourismusorganisation von Montenegro (NTO Montenegro)
c/o DEQOM Germany
Karsten Schöpfer
montenegro@deqom.com
Tel.: +49 (0) 47 91 80 19 52 8
http://mediaportal.montenegro.travel

Offizielle Website:
www.montenegro.travel

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Robert Bosch Stiftung startet neues Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche

Robert Bosch Stiftung GmbH

Stuttgart (ots) –

– Auftakt des Programms „Weltenschreiber – Das
Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche“ in
Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
– Zentrale Bausteine: Schreibwerkstätten mit bekannten Autoren und
18-monatige Lehrerfortbildung
– Geplante Kooperation mit Goethe-Institut ermöglicht
internationalen Start in zehn weiteren Ländern

Mit dem Programm „Weltenschreiber“ startete jetzt in mehreren
Bundesländern ein neues Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und
Jugendliche. Zentrale Bausteine des Programms der Robert Bosch
Stiftung GmbH sind Schreibwerkstätten mit bekannten Autoren, die im
regulären Deutschunterricht an Schulen unterschiedlicher Schulformen
stattfinden, und eine 18-monatige Fortbildung für Lehrkräfte zum
Literarischen Schreiben. Neben den Kultusministerien in
Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
unterstützen weitere Partner und Stiftungen das Programm, das in den
drei Bundesländern von den Literaturhäusern in Stuttgart und Rostock
und vom Literarischen Zentrum Göttingen umgesetzt wird. Darüber
hinaus ermöglicht die beabsichtigte Kooperation mit dem
Goethe-Institut deutschen Auslandsschulen in zehn weiteren Ländern am
Programm teilzunehmen. Gemeinsam haben es sich die Partner zum Ziel
gesetzt, Kinder und Jugendliche für das literarische Schreiben zu
begeistern und nachhaltig an Schulen und außerschulischen Lernorten
zu etablieren.

„Das Literarische Schreiben fördert nicht allein das Sprach- und
Ausdrucksvermögen der Kinder und Jugendlichen, sie finden zugleich
ihre eigene Stimme und lernen mit anderen Denkweisen umzugehen“, sagt
Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung
der Robert Bosch Stiftung. „Wir freuen uns daher sehr, dass wir
bereits für den Auftakt von Weltenschreiber so viele starke
Unterstützer und Partner gewinnen konnten. Wir sind davon überzeugt,
dass diese Methode der kulturellen Bildung jungen Menschen dabei
hilft, sich die Welt kreativ zu erschließen, Verantwortung für ihr
eigenes Handeln zu übernehmen, sich aktiv in unsere Gesellschaft
einzubringen und dazu beiträgt, zu selbstbewussten und starken
Persönlichkeiten zu werden.“

Angebote für Lehrkräfte

Die 18-monatige Lehrerfortbildung im Programm „Weltenschreiber“
orientiert sich am bewährten Vorbild des Literaturpädagogischen
Zentrums Stuttgart (LpZ), das lange von der Robert Bosch Stiftung
gefördert und inzwischen in die Landesförderung Baden-Württemberg
aufgenommen wurde. Das dort bereits seit sieben Jahren bestehende
Angebot „Literarisches Schreiben im Deutschunterricht“ wurde in
Zusammenarbeit des Literaturhauses Stuttgart mit dem Bamberger
Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur entwickelt
und ist inzwischen in der Fachdidaktik als modellbildend anerkannt.

Im ersten Schritt sammeln die Lehrkräfte unter der Anleitung von
Autoren eigene Schreiberfahrungen. Eine daran anschließende
fachdidaktische Begleitung – hier in Kooperation mit der
Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Universität Rostock und der
Georg-August-Universität Göttingen – unterstützt die Lehrkräfte
dabei, das Gelernte auf den Schreibunterricht zu übertragen und die
Schülerinnen und Schüler an das Literarische Schreiben heranzuführen.
Die erste Runde der Fortbildung startet bereits zum neuen Schuljahr
im Herbst 2018. Interessierte Lehrer aus Baden-Württemberg,
Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen können sich für die
Fortbildung an den Literaturhäusern und den Kompetenzzentren für
Lehrerfortbildung bewerben.

Autoren im Schulunterricht

Neben der Lehrerfortbildung bieten die Literaturhäuser ein- bis
zweijährige Schreibwerkstätten mit Autoren an, die in den regulären
Deutschunterricht integriert werden. Die Schreibwerkstätten werden in
enger Kooperation mit den Autoren und je fünf Schulen erarbeitet und
durchgeführt.

„Wenn Kinder und Jugendliche in den Schreibwerkstätten damit
beginnen, Geschichten aus ihrer Welt aufzuschreiben und mit anderen
zu teilen, zeigt das sehr eindrücklich, was durch Sprache möglich
wird: Durch den kreativen und künstlerischen Umgang mit Wörtern
lernen sie, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und mit ihr in den
Dialog zu treten. Dafür müssen wir die notwendigen Voraussetzungen
schaffen“, sagt Autor José F. A. Oliver, der als langjähriger Dozent
für Schulschreibwerkstätten die „Weltenschreiber“-Schreibwerkstätten
mit entwickelt und die Autoren für die Pilotphase gemeinsam mit den
Literaturhäusern ausgewählt hat.

Die Autoren, die am Programm teilnehmen und Schreibwerkstätten an
Schulen durchführen, werden am Deutschen Literaturarchiv Marbach
(DLA) für ihre Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern geschult.
Zusätzlich vergeben die Literaturhäuser ein Schreibstipendium an
junge Nachwuchsautoren, die ab 2019 als Mentoren mit besonders
interessierten Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten werden.

Ab 2020 wird darüber hinaus zum ersten Mal ein
„Weltenschreiber-Festival“ für innovative Literaturvermittlung
stattfinden.

Über das Programm:

„Weltenschreiber – Das Literaturvermittlungsprogramm für Kinder
und Jugendliche“ ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung GmbH in
Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Baden-Württemberg, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und
Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Niedersächsischen
Kultusministerium sowie der Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer
Hannover und der VGH-Stiftung. Weitere Partner im Programm sind die
Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Universität Rostock, die
Georg-August-Universität Göttingen und das Deutsche Literaturarchiv
Marbach (DLA).

„Weltenschreiber“ wird in den drei Bundesländern von den
Literaturhäusern in Stuttgart und Rostock und vom Literarischen
Zentrum Göttingen umgesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, München, wird das
Programm voraussichtlich in zehn weiteren Ländern angeboten.

www.bosch-stiftung.de/weltenschreiber

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen,
unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen
Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und
erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene
Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen
Dritter, die zu ihren Zielen passen.

Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit,
Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig. In
den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten
verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:

– Migration, Integration und Teilhabe
– Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa
– Zukunftsfähige Lebensräume

Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem
Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen
philanthropisches Wirken fort. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung
verfügt sie in ihren Fördergebieten über ein breites Wissen, die
Qualifikation zur Entwicklung von Lösungen und ein umfangreiches
Netzwerk von Partnern, Experten und Praktikern.

Die Robert Bosch Stiftung ist alleinige Trägerin des Robert Bosch
Krankenhauses und der zugehörigen Forschungsinstitute in Stuttgart,
Institut für Geschichte der Medizin (IGM) und Dr. Margarethe
Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), sowie des
International Alumni Center (iac) in Berlin. Sie ist Gesellschafterin
des UWC Robert Bosch Colleges in Freiburg und der Deutschen
Schulakademie in Berlin. Die Robert Bosch Stiftung hält rund 92
Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert
sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Seit
ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,6 Milliarden
Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben. www.bosch-stiftung.de

Pressekontakt:
Michael Herm
Pressereferent
Strategische Kommunikation
Robert Bosch Stiftung GmbH
Telefon: 0711/46084-290
Fax: 0711/46084-10290
michael.herm@bosch-stiftung.de

Original-Content von: Robert Bosch Stiftung GmbH, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/100848/3995599

ruf Jugendreisen stärkt Gruppenreise-Segment / Peter Schuto ist neuer Senior Key-Account-Manager für ruf Jugendreisen und offaehrte sprachreisen (FOTO)

ruf Reisen GmbH

Bielefeld (ots) –

Die ruf Reisen GmbH stärkt das Segment Gruppenreisen für die
Marken ruf Jugendreisen und offaehrte sprachreisen. Dafür hat das
Unternehmen sein Key-Account-Management ausgebaut. Peter Schuto hat
zum 1. Juli 2018 die neu geschaffene Stelle des Senior
Key-Account-Managers übernommen. Der 54-Jährige verantwortet die
Betreuung von B2B-Kunden wie Agenturpartner, Unternehmen, Vereine und
Verbände.

Für seine neuen Aufgaben bringt er langjährige Erfahrung und
Expertenwissen in den Bereichen Jugendreisen und Sprachreisen mit.
Zuletzt war er Geschäftsführer der Astur Agentur für Sprach- und
Studienreisen GmbH. Der Incoming-Veranstalter organisiert Bildungs-,
Kultur- und Sprachreisen für Kinder und Jugendliche aus der ganzen
Welt innerhalb Deutschlands. Seit 2013 ist Schuto zudem ehrenamtlich
als 1. Vorsitzender des Fachverbands Deutscher
Sprachreise-Veranstalter (FDSV) aktiv. B2B-Partner und Interessenten
werden von Schuto kompetent und aus einer Hand zu allen Facetten rund
um Jugend- und Sprachreisen beraten.

ruf Jugendreisen

Die ruf Reisen GmbH mit Sitz in Bielefeld ist Europas führender
Veranstalter für Jugendreisen. Die jährlich ca. 50.000 Kunden
zwischen 11 und 23 Jahren kön-nen aus einem Ganzjahresprogramm
wählen. Zum Angebot gehören Sommer-reisen, Fern- und Städtereisen,
Ski- und Snowboardreisen, Gruppen- und Abireisen, Sprachreisen und
Kreuzfahrten. ruf Jugendreisen steuert weltweit 60 Destinationen an,
darunter 20 exklusive ruf Camps, Clubs und Hotels. In den
Urlaubsorten sorgen rund 1.600 geschulte Reiseleiterinnen und
Reiseleiter für eine umfassende Betreuung und Organisation. Die
Qualität und Sicherheit sowie die hochwertige Betreuung der Angebote
sind mehrfach ausgezeichnet worden.

offaehrte sprachreisen ist eine 100-prozentige ruf-Tochter. Sie
veranstaltet und organisiert seit über 30 Jahren Sprachreisen für
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Unternehmen hat
europaweit eigene Sprachschulen. Jährlich verreisen rund 4.500
Teilnehmer zwischen 8 und 23 Jahren mit dem Veranstalter. Im Angebot
sind weltweit 18 Kursorte in Deutschland, England, Frankreich,
Spanien, Italien, Malta, Kanada und den USA. Es wird Englisch,
Französisch und Spanisch unterrichtet. Die Teilnehmer lernen fast
ausschließlich in internationalen Klassen. Alle offaehrte
Sprachreisen unterliegen den Standards der europaweit gültigen
Sprachreisen-Norm EN 14804 sowie den Qualitätsrichtlinien des
Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV).

Pressekontakt:
ruf Reisen GmbH
Kristina Oehler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. : +49 (0) 521 96 27 607
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Mediale Falle Politainment? / BLM-Fachtagung Nutzerkompetenz zeigt, wie sich Jugendliche heute ihre Meinung bilden

BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien

München (ots) – Im Informationskosmos Internet fällt es
Jugendlichen nicht immer leicht, das Angebot an politischen
Informationen richtig einordnen zu können. Wie sie sich ihre Meinung
bilden und welche Rolle #Politainment und mediale Inszenierung dabei
spielen, war gestern das Thema der gut besuchten 4. Fachtagung
Nutzerkompetenz in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
(BLM).

Wie stark sich die politische Meinungsbildung von Jugendlichen
geändert hat, zeigte zum Auftakt der Filmtrailer mit einer Umfrage im
Münchner Asamgymnasium: erst googeln, dann auf Newsseiten im Internet
gehen, Informationen über Freunde oder in sozialen Netzwerken
beziehen, über das Handy lesen und in YouTube stöbern, aber auch die
Quellen genau prüfen. Ein Mediennutzungsverhalten, das
BLM-Geschäftsführer Martin Gebrande im Grußwort mit Zahlen aus der
MedienGewichtungsStudie belegte. 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen
nutzen demnach Google als relevantes Informationsmedium, gefolgt von
Facebook und YouTube. Keine Frage, so Gebrande, die „Macht der
vernetzten Vielen“ in den sozialen Netzwerken gewinne zunehmend an
Einfluss auf die politische Meinungsbildung bei Jugendlichen.

Diese These bestätigte – auf alle Altersgruppen bezogen – auch der
Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schweiger von der
Universität Hohenheim in seiner Keynote. Der „informierte Bürger im
Netz“ könne auch schnell zum desinformierten Bürger werden, zeigte
Schweiger, denn die Nutzung journalistischer Quellen gehe zurück,
während die Nutzung „alternativer Medien“ im Internet, darunter zum
Teil algorithmisch personalisierte Nachrichtenkanäle, zunehme. Dazu
käme die steigende Relevanz von Quellen mit ähnlichen Meinungen, was
zum Hochschaukeln auch extremer Meinungen führen könne. „Wir alle
sind im Netz medienkompetenzmäßig überfordert“, warnte Schweiger.

Wie notwendig die Aufklärung über solche Mechanismen in der Schule
wäre, zeigten die Beispiele von Dr. André Haller zum Wahlkampf im
Netz – ein Vergleich des CDU- und des FDP-Wahlwerbespots zur
Bundestagswahl 2017. Der FDP-Spot zeigt laut Haller die neue Ästhetik
der medialen Inszenierung postmoderner Wahlkämpfe im Netz: schnelle
Schnitte und eine hektische Audiountermalung sollen vor allem bei der
jungen Zielgruppe Aufmerksamkeit wecken. Die Wahlkampfkommunikation,
so der Kommunikationswissenschaftler von der Universität Bamberg, sei
mittlerweile zur „Targetkommunikation“ geworden, die spezifische
Nachrichten für bestimmte Ziele und Zielgruppen aufbereite.

Kein Wunder, dass der Ruf nach mehr politischer Bildung und
Medienerziehung an den Schulen immer lauter wird, wie Simone
Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und
Lehrerinnenverbands (BLLV) bestätigte. Doch das allein reiche nicht:
„Wenn es Demokraten in Zukunft braucht, muss man Demokratie in den
Schulen leben“, so die BLLV-Präsidentin. Eine Forderung, die auch
Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands
und BLM-Medienrat, unterstützte. Neben dem effektiveren Einsatz neuer
Medien und der inhaltlichen Vertiefung sei insbesondere die Lehrkraft
ein starkes Element bei der Vermittlung politischer Bildung, betonte
Schwägerl. Doch das Thema kommt in der Schule offenbar zu kurz
genauso wie die Quellenprüfung. Facebook & Co sei ein großes Problem
im Zusammenhang mit der Uninformiertheit in puncto politischer
Bildung, sagte Filippos Papageorgiou, Landesschülersprecher der
beruflichen Schulen in Bayern. Auch Florian Schwegler,
Landesschülersprecher der Gymnasien, forderte, Bewusstsein für die
Risiken „neuer Medien“ zu schaffen.

Zu diesen Risiken gehört auch die Verbreitung politisch extremer
Positionen, wie BLM-Referentin Maria Monninger aus Jugendschutzsicht
und Dr. Miriam Heigl von der Fachstelle für Demokratie der Stadt
München verdeutlichten. Monninger zeigte Beispiele für
Jugendschutzverstöße aus der Prüfpraxis aus dem Spektrum des
Rechtsextremismus. Dass im Netz ein Radikalisierungsprozess zu
bemerken sei, verdeutlichte Heigl an „Hatespeech“-Beispielen. Der
Online-Enthemmungseffekt verstärke diesen Prozess.

Aber wie lasse sich im Kindes- und Jugendalter gegensteuern, damit
eine solche Radikalisierung erst gar nicht entstehe, fragte
Moderatorin Judith Horchert in der Abschlussrunde. Zum Beispiel mit
politischen Informationen auf YouTube, wie sie Mirko Drotschmann,
„MrWissen2go“, anbietet. Der Journalist hält eine Haltung für
generell wichtig, aber die eigene Meinung sollte in redaktionell
aufbereiteten Videos draußen bleiben, außer sie sei als solche
gekennzeichnet. Linda Joe Fuhrich, die Moderatorin der
Kindernachrichtensendung „logo!“, setzt auf die Interaktion mit den
jungen Zuschauern, zum Beispiel auf Instagram. Deren Kommentare und
Anregungen sind ihr sehr wichtig: Man müsse den jungen Zuschauern auf
ihren Plattformen die Chance geben sich einzumischen. Und das in
medialer Hinsicht bitte nicht mit „erhobenem Zeigefinger“, wie Prof.
Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in
Tutzing, anmerkte. Der öffentlichen Kritik an der wenig engagierten
Jugend konnte sie sich nicht anschließen: „Das Gerede, dass die
Jugend unpolitisch ist, ist völliger Blödsinn.“

Pressekontakt:
Bettina Pregel
Stellv. Pressesprecherin
Tel. (089) 63808-318
bettina.pregel@blm.de

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