Opel Dieselskandal – Anwälte erheben erste Klage gegen Opel auf Schadensersatz

Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Lahr (ots) – Nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt eine amtliche
Anhörung angeordnet hat, rückt Opel auch in das Visier
zivilrechtlicher Angriffe von Käufern auf Schadensersatz. Die Kanzlei
Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat bundesweit die
erste Klage gegen die Adam Opel GmbH auf Schadensersatz vor dem
Landgericht Offenburg eingereicht. Opel wird vorgeworfen, einen Opel
Insignia 2,0 Diesel mit AdBlue-Tank so manipuliert zu haben, dass die
gesetzlichen Werte nur auf dem Prüfstand eingehalten werden können.
Der Kläger erwarb im Jahre 2017 einen Opel Insignia bei einem Händler
zu einem Kaufpreis von 19.990 EUR. Er ging bei dem Erwerb des
Fahrzeugs davon aus, dass sein Fahrzeug nicht manipuliert ist. Im
Rahmen des Kaufs ließ es sich die Technik zu dem AdBlue-Tank
erläutern. Als im Juli 2018 dann bekannt wurde, dass das
Kraftfahrt-Bundesamt gegenüber Opel bezüglich der Fahrzeuge Insignia,
Zafira und Cascada eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts der
Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung eingeleitet hat,
entschloss sich der Kläger für eine rechtliche Beratung. Er geht
davon aus, dass er betrogen wurde. Gegenüber dem Händler, der ihm das
Fahrzeug verkauft hat, wurde die Anfechtung wegen arglistiger
Täuschung erklärt und die Rückzahlung des Kaufpreises verlangt.
Nachdem dieser dem Verlangen nicht fristgerecht nachkam, wurde
nunmehr der Händler auf Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich einer
Nutzungsentschädigung verklagt. Daneben wurde auch die Adam Opel GmbH
verklagt. Von ihr verlangt der Kläger aufgrund einer vorsätzlichen
sittenwidrigen Schädigung und aufgrund eines Verstoßes gegen EU-Recht
Schadensersatz.

Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll, der das Verfahren federführend führt,
teilt mit: „Der von uns vertretene Kläger fühlt sich hinters Licht
geführt. Er hat sich ausdrücklich nach der AdBlue Technik erkundigt
und ging davon aus, dass sein Fahrzeug nicht manipuliert ist. Nachdem
nunmehr das Kraftfahrt-Bundesamt eine Anhörung eingeleitet hat, ist
sein Vertrauen zerstört. Er möchte das Fahrzeug nicht weiterfahren.
Wir sind zuversichtlich, in dem Verfahren zu obsiegen, da sowohl das
Landgericht Offenburg als auch das übergeordnete Oberlandesgericht
Karlsruhe den Klagen positiv gegenüberstehen. Wir konnten hier
bereits zahlreiche Urteile für VW Geschädigte erzielen.“

Bei der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
handelt es sich mit 5 Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht um
eine der führenden Kanzleien im VW Abgasskandal und im Bank- und
Kapitalmarktrecht. Die Kanzlei führt mehr als 100 Gerichtsverfahren
gegen verschiedene Autobanken wegen des Widerrufs von Autokrediten.
Im Widerrufsrecht bezüglich Darlehensverträgen wurden mehr als 3.000
Verbraucher beraten und vertreten. Daneben führt die Kanzlei mehr als
5.500 Gerichtsverfahren im Abgasskandal bundesweit. In dem
renommierten JUVE Handbuch 2017/2018 wird die Kanzlei in der Rubrik
Konfliktlösung – Dispute Resolution, gesellschaftsrechtliche
Streitigkeiten besonders empfohlen für den Bereich
Kapitalanlageprozesse (Anleger).

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Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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77933 Lahr
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Fax: 07821 / 92 37 68 – 889
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Entscheidung im Rechtsstreit mit regionalen Verlegern – rbb setzt bei Online-Nachrichten verstärkt auf Video und Audio

Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Berlin (ots) – Im juristischen Streit mit fünf regionalen
Zeitungsverlagen über die Online-Nachrichtenangebote des Rundfunk
Berlin-Brandenburg (rbb) unter rbb24.de hat das Potsdamer Landgericht
am Mittwoch (25.7.) sein Urteil verkündet. Demnach sei das Angebot
des rbb am 23. Januar 2017 juristisch nicht zulässig gewesen, die
Begründung des Urteils steht noch aus.

„Unser Angebot ist heute inhaltlich und formal bereits weit von
dem aus dem Januar 2017 entfernt. Trotzdem werden wir die
schriftliche Urteilsbegründung genau prüfen“, sagte Christoph
Singelnstein, Chefredakteur des rbb. „Wir bauen unabhängig vom
heutigen Urteil unsere Stärken bei Audio und Video auch im Netz
weiter aus. Wichtigstes Ziel ist dabei, unseren Nutzerinnen und
Nutzern einen schnellen, kompakten Überblick über die aktuelle
Situation in Berlin und Brandenburg zu bieten, egal ob am Desktop,
mobil oder über die rbb24-App.“

rbb-Intendantin Patricia Schlesinger betonte, der rbb sei
grundsätzlich an einer engen inhaltlichen Zusammenarbeit mit den
Verlagen in der Region interessiert. „Uns verbindet mehr, als uns
trennt, das beginnt mit unserem grundsätzlichen Verständnis von
Journalismus und unserer Auffassung von den Aufgaben von kritischen
Medien im demokratischen Prozess. Wir schauen zuversichtlich auf den
neuen Telemedienauftrag, der juristische Auseinandersetzungen wie
diese künftig vermeiden könnte.“

Pressekontakt:
rbb Presse & Information
Justus Demmer
justus.demmer (at) rbb-online.de

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(Berichtigung: keine Durchsuchung in Schwabenheim / Illegale Giftlieferung in die USA? / 12.07.2018, 16:34)

NDR Norddeutscher Rundfunk

Hamburg (ots) – Korrektur: In einer früheren Version der
Pressemitteilung hieß es, dass auch Geschäftsräume in Schwabenheim in
Rheinland-Pfalz durchsucht worden seien. Dies trifft nicht zu. Es war
zwar laut Durchsuchungsbeschluss geplant, wurde aber letztlich nicht
durchgeführt.

Das deutsche Medizinunternehmen VET Pharma Friesoythe GmbH steht
im Verdacht, illegal mehrere Tonnen eines Mittels zum Einschläfern
von Tieren in die USA geliefert zu haben. Der enthaltene Wirkstoff,
Pentobarbital, wird in US-Gefängnissen immer wieder dazu benutzt,
Menschen hinzurichten und fällt unter die EU-Folterrichtlinie.
Deshalb unterliegt er strengen Export-Beschränkungen. Nach
Informationen von NDR und Süddeutscher Zeitung ermittelt die
Staatsanwaltschaft Oldenburg unter anderem gegen den Geschäftsführer
der Firma wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das
deutsche Außenwirtschaftsgesetz. Ende Mai haben Zollfahnder
Geschäftsräume der Firma in der niedersächsischen Stadt Friesoythe
durchsucht und Daten und Unterlagen beschlagnahmt.

Konkret geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass VET Pharma
seit November 2017 drei Lieferungen der Injektionslösung
„Beuthanasia-D“ in die USA exportiert hat, ohne über eine
entsprechende Exportgenehmigung zu verfügen. Mitarbeiter von VET
Pharma sollen dabei Exportdaten manipuliert haben, um zu verhindern,
dass die Brisanz der Lieferungen dem zuständigen Transportunternehmen
auffiel. Laut eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts
Oldenburg verhinderte das Hauptzollamt Bremen eine weitere Ausfuhr im
Februar 2018. Daten des US-Zolls zufolge lieferte VET Pharma die
Medikamente an ein US-Schwesterunternehmen, die Intervet
Schering-Plough Animal Health. Beide Firmen gehören zum
US-Pharmariesen Merck Sharp & Dohme (MSD). Weitere Lieferungen sollen
nach Japan gegangen sein, auch in diesen Fällen soll keine
Exportgenehmigung vorgelegen haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg
bestätigte auf Nachfrage Ermittlungsverfahren „gegen mehrere
Verantwortliche eines pharmazeutischen Unternehmens“, wollte sich zu
konkreten Details unter Verweis auf die noch andauernden Ermittlungen
jedoch nicht äußern.

„Beuthanasia-D“ wird in der Veterinärmedizin zum Einschläfern von
Hunden verwendet. Der Hauptwirkstoff des Produkts, Pentobarbital,
wird in amerikanischen Gefängnissen aber auch dazu benutzt, Menschen
hinzurichten. Der Stoff ist deshalb seit dem Jahr 2011 durch eine
europäische Anti-Folterrichtlinie erfasst. Ein Export in die USA ist
nach deutschem Recht nur dann zulässig, wenn der Verbleib des Mittels
lückenlos geklärt ist. In den vergangenen fünf Jahren wurde durch das
zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle keine
Lieferung des Stoffes in die USA genehmigt. Zahlreiche Pharmafirmen
ignorieren Lieferanfragen aus den USA zu solchen Mitteln, weil sie
verhindern wollen, dass ihre Arzneimittel in Todestrakten zum Einsatz
kommen. Bereits seit Jahren sind Chemikalien, mit denen Menschen
hingerichtet werden können, auf dem US-Markt Mangelware. Viele
Bundesstaaten schieben deshalb bereits verhängte Todesstrafen auf
oder experimentieren mit unerprobten Chemikalien, mit teilweise
grauenhaften Resultaten. Immer wieder werden Versuche von
Gefängnissen öffentlich, geeignete Chemikalien illegal zu erwerben.

Auf Nachfrage teilte ein Pressesprecher der MSD Animal Health mit,
man arbeite „selbstverständlich bereits mit den Behörden in dieser
Angelegenheit eng zusammen“. Da „Beuthanasia-D“ in den USA nur als
Tierarzneimittel zugelassen sei, habe man keinen Grund zu der
Annahme, dass der Stoff jemals außerhalb der Tiermedizin verwendet
worden sei. Im Übrigen seien alle MSD-Mitarbeiter dazu verpflichtet,
sich an Recht und Gesetz zu halten.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Ralf Pleßmann
Tel: 040-4156-2333

http://www.ndr.de

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rbb exklusiv: Rechtsextremismus-Verdacht gegen Anti-Terror-Ermittler der Berliner Polizei

Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Berlin (ots) –

Sperrfrist: 12.07.2018 06:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Ein Anti-Terror-Ermittler der Berliner Polizei steht im Verdacht,
mit seinem Dienstvorgesetzten im Szene-Jargon von Rechtspopulisten
und Neonazis kommuniziert zu haben.

Laut einem polizeiinternen Vermerk, der dem ARD-Magazin Kontraste,
dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) und der Berliner Morgenpost
vorliegt, forderte der Beamte aus dem Staatsschutz im Berliner
Landeskriminalamt (LKA) in einer SMS an seinen Vorgesetzten „sich von
„Merkel & Co und ihren scheiß Gut-Menschen“ fernzuhalten. In einer
weiteren SMS nutzte er als Abschiedsgruß die Ziffernkombination
„88“. Sie steht für den achten Buchstaben im Alphabet und wird im
Jargon von Neonazis als Code für die verbotene Nazi-Grußformel „Heil
Hitler!“ genutzt.

Laut polizeiinternem Vermerk datieren die SMS vom 31. Dezember
2016 und vom 20. Januar 2017. Die Nachrichten mit der Formulierung
„scheiß Gut-Menschen“ und der Grußformel „88“ seien jeweils vom Handy
des Polizeioberkommissars verschickt worden. Die Formulierungen
entsprächen „dem gebräuchlichen Tenor rechtsextremistischer
Gesinnung“, so die Einschätzung in dem Polizei-Vermerk. Der
Empfänger der SMS, ein Kriminalhauptkommissar, habe die
rechtsextremen Parolen „nicht kritisch hinterfragt“. Als vorgesetzte
Dienstkraft wäre er gemäß einer polizeilichen Dienstvorschrift dazu
aber verpflichtet gewesen, heißt es.

Die Berliner Polizei bestätigte die Recherchen. Gegen die Beamten
seien bereits im Juni 2017 Disziplinarverfahren eingeleitet worden.
Der Polizeioberkommissar, der die „88“ als Abschiedsgruß genutzt
hatte, habe einen „Verweis“ erhalten. Das Verfahren gegen den
Kriminalhauptkommissar sei noch nicht abgeschlossen. Es gebe
„umfangreiche Ermittlungen“, teilte ein Sprecher der Polizei mit.
Diese stünden aber nicht mit dem Sachverhalt in Verbindung. Einer der
Beamten sei inzwischen in einer anderen Abteilung des LKA tätig, der
andere sei noch im Staatsschutz beschäftigt.

Die Dienststelle des Landeskriminalamtes, in der die beiden
Beamten zum Zeitpunkt des SMS-Austauschs tätig waren, war für die
Überwachung des späteren Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri
zuständig . Der Kriminalhauptkommissar war dort stellvertretender
Kommissariatsleiter und wurde zuvor im Herbst 2016 zum Leiter eines
weiteren Anti-Terror-Kommissariats befördert.

Die in Rede stehende SMS-Unterhaltung wurde im Zuge von
Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft entdeckt. Die
Staatsanwälte hatten gegen den Kriminalhauptkommissar und einen
weiteren mit dem Fall Amri betrauten Beamten im Mai 2017 ein
Verfahren wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt und der
Fälschung beweiserheblicher Daten eingeleitet. Den Staatsschützern
war vorgeworfen worden, einen Vermerk über Amris Drogengeschäfte im
Nachhinein manipuliert zu haben, um ihre vorherige Untätigkeit bei
den Ermittlungen zu kaschieren. Das Verfahren wurde im April dieses
Jahres eingestellt, weil kein Vorsatz belegt werden konnte. Die
Staatsanwaltschaft machte aber deutlich, dass der Verdacht der
Aktenmanipulation nicht ausgeräumt werden konnte.

Bei ihren Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft das Handy des
Kriminalhauptkommissars beschlagnahmt. Bei der Auswertung
entdeckten die Ermittler dabei die im Jargon von Rechtsextremisten
gehaltenen SMS. Gegen den Kriminalhauptkommissar und den
Polizeioberkommissar wurden daraufhin die Disziplinarverfahren
eingeleitet. Gegen den Absender der Nachrichten, den
Polizeioberkommissar wurde ein Verweis erteilt. Dabei handelt es sich
um die schwächste Sanktion im Disziplinarrecht.
Die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Linke) kritisiert das
Vorgehen der Berliner Polizeiführung. Sowohl der Absender der SMS wie
sein Vorgesetzter hätten nach diesen Vorgängen „im Polizeidienst
nichts mehr verloren“. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen,
Irene Mihalic, kündigte an, den Fall im Untersuchungsausschuss des
Bundestages zur Aufklärung der Umstände des
Breitscheidplatz-Anschlags aufarbeiten zu wollen. Es sei
„hochproblematisch“, wenn „Beamte mit einer offenbar rechtsextremen
Einstellung“ in einer Dienststelle tätig seien, die für die
Verfolgung von politisch motivierten Straftaten zuständig ist, sagte
Mihalic. Der innenpolitische Sprecher der Berliner FDP, Marcel Luthe,
kritisierte den erteilten „Verweis“ als zu milde. Ein Beamter, der
sich so verhalte, sei „weder für den Staatsschutz geeignet noch für
die Berliner Polizei, weil er ganz offensichtlich weder die Treue zum
Rechtsstaat noch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung“ habe,
sagte Luthe.

Die Sendung „Kontraste“ wird am Donnerstag ab 21:45 Uhr im
ARD-Fernsehen ausgestrahlt.

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Rundfunk Berlin-Brandenburg
Aktueller Tisch / Investigatives & Hintergrund
Masurenallee 8-14
14057 Berlin
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phoenix runde: „Das Urteil – Wie hat der NSU-Prozess Deutschland verändert?“ – Donnerstag, 12. Juli 2018, 22.15 Uhr

PHOENIX

Bonn (ots) – Schuldig des zehnfachen Mordes. So lautet das Urteil
gegen die Hauptangeklagte Beate Tschäpe im NSU-Prozess. Der
Indizienprozess zu den Morden des „Nationalsozialistischen
Untergrunds“ hat rund fünf Jahre gedauert. Das Gerichtsverfahren war
das aufwendigste in der deutschen Rechtsgeschichte: 760 Zeugen, 50
Sachverständige, eine Ermittlungsakte von 300.000 Seiten Umfang.

Und doch bleiben viele Fragen offen: Warum mussten zehn Menschen
sterben? Wie konnte es sein, dass die Strafverfolgungsbehörden die
Hinweise ins rechtsextreme Milieu übersahen? Hat der Prozess für
genug Aufklärung gesorgt? Wie bewerten Prozessbeobachter und
Angehörige das Verfahren?

Alexander Kähler diskutiert mit seinen Gästen:

– Andreas Speit, Buchautor und Rechtsextremismus-Experte
– Sarah Tacke, Prozessbeobachterin und stellv. Leiterin
ZDF-Redaktion Recht und Justiz
– Günther Beckstein, CSU, ehem. Staatsminister der Inneren im
Freistaat Bayern
– Prof. Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der
NSU-Opfer

Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse@phoenix.de
presse.phoenix.de

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Europäisches Parlament unterstützt weltweites Verbot von Tierversuchen zu kosmetischen Zwecken / Cruelty Free International und The Body Shop feiern bedeutenden Schritt im Kampf gegen Tierversuche

The Body Shop

Düsseldorf (ots) – Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments
verabschiedeten heute eine Resolution für ein weltweites Verbot von
Tierversuchen zu kosmetischen Zwecken. Die Resolution, die von einer
deutlichen Mehrheit von 620 Abgeordneten befürwortet wurde und von
The Body Shop und Cruelty Free International unterstützt wird, soll
Verantwortlichen und Mitgliedsstaaten der Europäischen Kommission und
des Europäischen Rates den Rücken stärken, sich bei den Vereinten
Nationen für ein weltweites Verbot von Tierversuchen zu kosmetischen
Zwecken einzusetzen.

Die Resolution folgt auf den 5. Jahrestag des bahnbrechenden
EU-Verbotes, neue kosmetische Produkte und Inhaltsstoffe in Europa zu
vertreiben, die außerhalb der EU an Tieren getestet wurden. Diesem
mutigen und progressiven Schritt gingen frühere europaweite Verbote
voraus, die 2003 das Testen kosmetischer Produkte an Tieren und 2009
das Testen von Inhaltsstoffen im Tierversuch untersagten. Seitdem
wurden hierdurch weltweit Gesetzgebungen beeinflusst und es folgten
Verbote in weiteren Ländern wie Südkorea, Neuseeland und Indien.

Obwohl bewährte und wissenschaftlich genauere alternative
Testmethoden zur Verfügung stehen, die erwiesenermaßen schneller und
häufig günstiger sind, gibt es in 80 Prozent der Länder weltweit
immer noch keine gesetzlichen Regelungen, die Tierversuche zu
kosmetischen Zwecken für Produkte und Inhaltsstoffe verbieten.

Jessie Macneil-Brown, Head of Global Campaigns, The Body Shop:
„The Body Shop setzt sich mit aller Kraft dafür ein, endgültig ein
weltweites Verbot von Tierversuchen zu kosmetischen Zwecken
durchzusetzen. Für unsere Kundinnen und Kunden auf der ganzen Welt
ist tierfreundliche Kosmetik ein sehr wichtiges Thema. So konnten wir
in nur 10 Monaten mehr als 5,7 Millionen Unterschriften für unsere
Forever Against Animal Testing Kampagne sammeln. Das EU-Verbot hat
gezeigt, dass es möglich ist, einen erfolgreichen Kosmetikmarkt ohne
Tierversuche zu gestalten. Die heutige positive Abstimmung bringt uns
einem internationalen Abkommen einen großen Schritt näher.“

Michelle Thew, CEO von Cruelty Free International: „Trotz der
Verfügbarkeit alternativer Testmethoden und für den Menschen
unbedenklicher Inhaltsstoffe gibt es in 80 Prozent der Länder
weltweit immer noch keine gesetzlichen Regelungen für Tierversuche zu
kosmetischen Zwecken. Unseren Schätzungen zufolge leiden pro Jahr
immer noch mehr als eine halbe Million Tiere – Kaninchen, Mäuse,
Ratten, Meerschweinchen und Hamster – für grausame und unnötige
Tierversuche. Fünf Jahre nach dem EU-Verbot ist es an der Zeit, einen
Schritt weiterzugehen. Die Führungsrolle, die die Abgeordneten mit
der Verabschiedung dieser Resolution übernommen haben, verdient große
Anerkennung. Jetzt ist es an der Zeit zusammenzuarbeiten, um
Tierversuchen zu kosmetischen Zwecken und dem Leid von Tieren
weltweit ein Ende zu setzen.“

2017 haben Cruelty Free International und The Body Shop eine
gemeinsame Kampagne für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für
kosmetische Produkte und Inhaltsstoffe begonnen.

Yvonne Rostock, General Manager The Body Shop Germany / Austria:
„Den Konsumenten ist es sehr wichtig, dass Kosmetikprodukte
tierfreundlich sind – nicht nur hier in der EU, sondern überall auf
der Welt. Wir sehen eine große Begeisterung und ein großes Engagement
für unsere globale Kampagne. Wir alle wissen, wie wichtig jede Stimme
ist – und es werden täglich mehr!“

Mit mehr als 5,7 Millionen Unterschriften wurden mit dieser
Kampagne bereits mehr als die Hälfte der angestrebten 8 Millionen
Unterschriften erreicht. Damit ist dies schon jetzt die größte
Petition, die jemals gegen Tierversuche zu kosmetischen Zwecken
gestartet wurde. The Body Shop und Cruelty Free International werden
die Petition an die Vereinten Nationen übergeben, um den Erlass einer
internationalen Konvention des Verbots von Tierversuchen zu
kosmetischen Zwecken zu erwirken.

HINWEISE FÜR REDAKTIONEN

Die Petition kann online unter www.foreveragainstanimaltesting.com
oder in jedem The Body Shop Geschäft weltweit unterschrieben werden.
Unterstützer werden aufgefordert, den Hashtag der Kampagne
#ForeverAgainstAnimalTesting in den sozialen Medien zu nutzen, um
Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.

Über Cruelty Free International

Cruelty Free International zählt zu den ältesten und
anerkanntesten Tierschutzorganisationen der Welt. Die Organisation
gilt als Autorität in allen Fragen zu Tierversuchen und agiert als
Berater und Gutachter im Auftrag von Regierungen, Medien, Unternehmen
sowie Behörden. www.crueltyfreeinternational.org

Über The Body Shop

Das weltweit agierende Kosmetikunternehmen The Body Shop wurde
1976 von Anita Roddick in Brighton, England, gegründet. The Body Shop
bietet hochwertige, von der Natur inspirierte Hautpflege-,
Haarpflege- und Make-up-Produkte an, die ethisch und nachhaltig
produziert werden. Ziel des Unternehmens ist es, positiven Wandel in
der Welt herbeizuführen. The Body Shop war Wegbereiter der
Philosophie, dass Business die Kraft hat, Gutes zu tun – eine
ethische Grundhaltung, die noch heute das Unternehmen antreibt. Zu
The Body Shop gehören weltweit mehr als 3.000 Geschäfte in über 60
Ländern. In Deutschland und Österreich ist das Unternehmen mit 116
Geschäften vertreten.

Pressekontakt:
Für weitere Informationen oder Bilder kontaktieren Sie bitte das
Cruelty Free International Media Office; E-Mail:
media@crueltyfreeinternational.org oder Telefon: +44 (0) 207 619 6978
oder +44 (0) 7850 510 955

Für weitere Informationen zu The Body Shop kontaktieren Sie bitte:
Nina Osterfeld, Public Relations Manager The Body Shop Germany /
Austria: nina.osterfeld@thebodyshop.com

Original-Content von: The Body Shop, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/57334/3934081