Das Erste / „In aller Freundschaft – Die Krankenschwestern“: Drehstart für die neue Vorabendserie im Ersten (FOTO)

ARD Das Erste

München (ots) –

Künftig gibt es noch mehr „Freundschaft“ im Ersten: Die
Dreharbeiten für die neue ARD-Vorabendserie „In aller Freundschaft –
Die Krankenschwestern“ haben diese Woche in Halle (Saale) begonnen.
Das neue Format erweitert den Kosmos der ARD-Erfolgsserien „In aller
Freundschaft“, „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ und der
Webserie „In aller Freundschaft – Nachts in der Sachsenklinik“. Fünf
junge, angehende Krankenschwestern und -pfleger absolvieren am
fiktiven Volkmann-Klinikum in Halle ihre Ausbildung. „In aller
Freundschaft – Die Krankenschwestern“ erzählt in acht Folgen von
ihrem neuen, turbulenten Arbeitsalltag.

Für die 21-jährige Louisa Neukamm (Llewellyn Reichman), die
20-jährige Jasmin Hatem (Leslie-Vanessa Lill) und den 21-jährigen
Fiete Petersen (Adrian Gössel) beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Mit
viel Enthusiasmus und großen Erwartungen beginnen sie ihre Ausbildung
am Volkmann-Klinikum. Doch viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt nicht:
Der Klinikalltag holt sie schnell ein und das Zusammenleben im
Wohnheim fühlt sich an wie ein Abenteuer. Bereits im zweiten
Ausbildungsjahr sind die 25-jährige Ramona „Mo“ Unruh (Jaëla Carlina
Probst) und der 22-jährige Kiran Petrescu (Daniel Rodic). Während die
zielstrebige Mo in der Pflege ihre Bestimmung gefunden hat, sieht
Kiran im Pflegeberuf nur eine Durchgangsstation – sein Ziel ist es,
Arzt zu werden. Den Auszubildenden immer zur Seite stehen
Oberschwester Alexandra Lundqvist (Friederike Linke) – eine
Krankenschwester mit Leib und Seele – und der ehrgeizige Pfleger
Darius Korschin (Moritz Otto). Um das theoretische Wissen der
Auszubildenden kümmert sich die Oberschwester Arzu Ritter (Arzu
Bazman). Sie ist vielen bekannt aus „In aller Freundschaft“.
Zuschauer lernen sie nun als Dozentin der fünf Auszubildenden kennen.
Besuch bekommen die angehenden Schwestern und Pfleger auch von Dr.
Elias Bähr (Stefan Ruppe) aus „In aller Freundschaft – Die jungen
Ärzte“. „In aller Freundschaft – Die Krankenschwestern“ ist eine
Produktion der Saxonia Media im Auftrag der ARD-Werbung und der ARD,
gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung. Produzenten sind
Sven Sund und Seth Hollinderbäumer, Producerin ist Josepha Herbst.
Die Gesamtleitung hat Jana Brandt (MDR), die Redaktion liegt bei
Melanie Brozeit (MDR). Regie führen Micaela Zschieschow und Andi
Niessner. Zum Autorenteam gehören Kerstin Hoeckel, Marie-Louisa
Weber, Eckhard Wolff, Ben Zwanzig u.w.. Gedreht wird voraussichtlich
bis 31. Juli.

Ausgestrahlt wird die Serie im Herbst dieses Jahres auf dem
Sendeplatz von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“,
donnerstags um 18:50 Uhr. Nach acht Wochen kehren „Die jungen Ärzte“
auf ihren gewohnten Sendeplatz zurück.

Fotos über www.ard-foto.de

Pressekontakt:
Burchard Röver, Presse und Information Das Erste,
Tel. 089/5900-23867, E-Mail: burchard.roever@DasErste.de

planpunkt: PR, Petra Grete Schmidt, Julia Radonjic,
Tel. 0221/91255710, E-Mail: post@planpunkt.de

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Grandios – ProSieben gewinnt mit starkem #GNTM-Halbfinale den Donnerstag

ProSieben

Unterföhring (ots) – Mit Haute Couture ins #GNTM-Finale – Pia (22,
München), Toni (18, Stuttgart), Julianna (20, Klein-Winternheim) und
Christina (21, Dudenhofen) verzauberten am Donnerstag in Jean Paul
Gaultier-Robe grandiose 17,1 Prozent der der 14- bis 49-jährigen
Zuschauer. Die Topmodel-Anwärterinnen überzeugen Heidi Klum, Thomas
Hayo und Michael Michalsky und stehen am 24. Mai im Finale von
„Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“. Dank der herausragenden
Prime Time ist ProSieben mit 11,8 Prozent Marktanteil klarer
Marktführer am Donnerstag.

Das Halbfinal-Special von red. punktet im Anschluss mit guten 12,5
Prozent Marktanteil (Z. 14-49 J.).

„Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“ – immer donnerstags, um
20:15 Uhr, auf ProSieben

Aktuelle Infos rund um #GNTM finden Sie immer auf der Presseseite:
http://presse.prosieben.de/GNTM2018

Basis: Marktstandard TV

Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK | videoSCOPE |
ProSiebenSat.1 TV Deutschland | Business Intelligence Erstellt:
19.05.2018 (vorläufig gewichtet)

Bei Fragen:

ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH Kommunikation/PR Entertainment
Felicitas Onnen Tel. +49 [89] 9507-1176
Felicitas.Onnen@ProSiebenSat1.com

Bildredaktion

Stephi Bruchner, Susi Lindlbauer Tel. +49 [89] 9507-1166, +49 [30]
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Susi.Lindlbauer@ProSiebenSat1.com

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https://www.presseportal.de/pm/25171/3946856

WDR-Untersuchung deckt auf: Resistente Keime in der Ruhr

WDR Westdeutscher Rundfunk

Köln (ots) – ~Eine Testreihe, die das WDR Studio Essen in Auftrag
gegeben hat, hat resistente Keime in der Ruhr und einem ihrer
Zuflüsse nachgewiesen. In den meisten Proben sind Keime aufgetaucht,
gegen die mehrere Antibiotika wirkungslos sind. Dabei handelt es sich
zum Teil um einfache Antibiotika, wie Hausärzte sie verschreiben,
aber auch um spezielle Notfall-Antibiotika. Mikrobiologen vom
Hygiene-Institut der Ruhr-Universität Bochum haben den Wassertest im
Auftrag des WDR durchgeführt. Mediziner stufen zwei der gefundenen
Erreger als problematisch ein, weil sie resistent sind und Menschen
krank machen können. Sie sind resistent gegen Antibiotika, die auf
Intensivstationen eingesetzt werden, wenn andere Arzneimittel bereits
versagt haben. Die sechs untersuchten Proben stammen aus einem
Zufluss der Ruhr sowie aus dem Kemnader See bei Bochum und dem
Essener Baldeneysee. Dort ist seit vergangenem Jahr das Baden an
einer Stelle wieder erlaubt. Woher die Keime stammen, ist nicht klar.
Mikrobiologen vermuten, dass sie aus Krankenhausabwässern,
Kläranlagen oder der Landwirtschaft stammen. Mediziner gehen davon
aus, dass solche resistenten Keime in Gewässern für gesunde Menschen
kein Risiko darstellen, für immungeschwächte Menschen aber gefährlich
werden können. Mediziner der Essener Uni-Klinik sehen das Risiko,
dass die Bakterien weitergetragen und etwa in Kliniken eingeschleppt
werden können. Die Forschung in diesem Bereich steht erst am Anfang.
Wie gefährlich solche Erreger in der Umwelt sind – zum Beispiel an
belasteten Badeseen – ist noch weitgehend unerforscht. WDR Fernsehen,
u.a. in der Lokalzeit Ruhr (19.30 Uhr), auf WDR 2 und wdr.de.~

Pressekontakt:
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WDR Presse und Information
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https://www.presseportal.de/pm/7899/3946775

„Respekt für meine Rechte! – Abenteuer digital“ / KiKA-Themenschwerpunkt 2018 zu Kindheit in digitalen Welten

Der Kinderkanal ARD/ZDF

Erfurt (ots) – Seit 2014 hat sich der Internetkonsum von Kindern
und Jugendlichen verdreifacht. Tendenz: steigend.* Digitale Medien
sind in ihrer Alltagwelt allgegenwärtig und damit auch in Schulen und
Familien ein zentrales Thema – oft kontrovers diskutiert. Vor diesem
Hintergrund stellt der Kinderkanal von ARD und ZDF den diesjährigen
KiKA-Themenschwerpunkt vom 10. bis 28. September unter das Motto
„Respekt für meine Rechte! – Abenteuer digital“ und rückt damit
zusammen mit den Kinderprogramm-Redaktionen von ARD und ZDF ein
gesellschaftlich relevantes Thema in den Mittelpunkt.

Zum Hintergrund

Die Digitalisierung verändert weite Bereiche des Zusammenlebens,
von der Kommunikation bis hin zum Medienkonsum. Diese Entwicklung
birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Das Wissen über die neuen
Medien und deren Systeme und der kritische Umgang mit Inhalten sind
vor allem für Kinder wichtige Voraussetzungen, um selbstbestimmt,
sicher und kompetent in digitalen Welten zu agieren.

Deutschland steht vor der Herausforderung, die Digitalisierung
gesellschaftlich zu bewältigen. Denn diese bringt nicht nur ständig
neue Geschäftsmodelle oder Produkte hervor, sondern verändert auf
grundlegende Weise, wie Menschen lernen, arbeiten, konsumieren und
kommunizieren. Viele Aspekte werden dabei kontrovers diskutiert, von
der Frage, ab wann Kinder ein Smartphone bekommen sollen über Handys
an der Schule bis zur Digitalisierung in Bildungseinrichtungen. In
allen Themenbereichen werden Kinderrechte tangiert: Gesundheit,
elterliche Fürsorge, Spiel und Freizeit, Partizipation oder das Recht
auf eine Privatsphäre.

„Respekt für meine Rechte – Abenteuer digital“ Die Reihe „Der
goldene Tabaluga“ bildet mit „Digiclash: Der Generationen-Contest“
den Auftakt zum KiKA-Themenschwerpunkt 2018 ab 10. September. Bei
einem unterhaltsamen Rollentausch treten internetbegeisterte
Jugendliche gegen skeptische Senioren an.

Pünktlich zum Internationalen Weltkindertag am 21. September
widmet sich KiKA bis zum 28. September dann in mehr als 20
Wissensmagazinen, Doku-Formaten, Shows und Spielfilmen Themen wie
Gaming („Checkpoint“-Show/ ZDF, „Timster“/KiKA u.a.), Handys in der
Schule („neuneinhalb“/WDR/ARD u.a.), junge Webvideo-Stars
(„logo!“/ZDF u.a.), Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken
(„Wissen macht Ah!“/WDR u.a.), selbstfahrende Autos („Löwenzahn“/ZDF
u.a.) oder virtueller Realität („PUR+“/ZDF, „Die Sendung mit der
Maus“/WDR u.a.).

„Medien üben per se eine große Faszination auf Kinder aus, die
digitale Möglichkeiten sind ungleich verführerischer“, so Dr. Astrid
Plenk, Programmgeschäftsführerin des Kinderkanals von ARD und ZDF.
„Kinder, aber auch Eltern, brauchen ein Geländer aus Informationen,
Tipps oder Denkanstößen, um kompetent, kritisch und bewusst mit
Medien und deren Inhalten umgehen zu können. Wir freuen uns, wenn wir
viele begeistern könnten, uns auf die Abenteuerreise digital zu
begleiten, denn Lebenswelten werden sich unumkehrbar verändern.“

Unterstützendes Material ab Herbst

Auch für diesen Themenschwerpunkt stellt KiKA medienpädagogische
Begleitmaterialen auf den Onlineseiten „KiKA für Erwachsene“ auf
erwachsene.kika.de bereit, das zu Hause oder in der Schule
unterstützend eingesetzt werden kann.

Einen detaillierten Programmüberblick und weiterführende
Informationen, Ansichtsmaterial, Bilder und Texte, werden ab jetzt
sukzessiv eingestellt und finden Sie in der KiKA-Presselounge auf
kika-presse.de.

*Quelle: Bitkom-Studie 2017

Pressekontakt:
planpunkt: PR GmbH
Stephan Tarnow, Marc Meissner
Telefon: 0221-91255710
post@planpunkt.de

Weitere Informationen:
Der Kinderkanal von ARD und ZDF
Unternehmenskommunikation
Telefon: 0361/218-1827
eFax: 0361/218-291827
Email: kika-presse@kika.de
kika-presse.de

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https://www.presseportal.de/pm/6535/3946617

Nach Urteil zu ROG-Klage: BND beendet illegale Datenverarbeitung

Reporter ohne Grenzen e.V.

Berlin (ots) – Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach einem
jahrelangen Rechtsstreit mit Reporter ohne Grenzen (ROG)
allgemeinverbindlich erklärt, die illegale Analyse von
Telefon-Verbindungsdaten zu beenden. Das Bundesverwaltungsgericht
hatte bereits im Dezember geurteilt, dass der BND Daten von ROG im
sogenannten Verkehrsanalyse-System (VerAS) nicht mehr verarbeiten
dürfe. Doch das Urteil hat nur Wirkung zwischen ROG und dem BND. ROG
entwickelte daraufhin das Online-Tool „BND-Generator“, um allen
Menschen per Mausklick die Austragung aus VerAS zu ermöglichen.
Binnen weniger Tage gingen über 2000 Anträge beim BND ein. Nun
kapitulierte der BND offenbar vor der Flut und erklärte allgemein,
dass er VerAS in der bekannten Form nicht mehr weiter betreibt.

„Mit dieser Erklärung des BND sind wir am Ziel: Die illegale
Analyse von Telefon-Metadaten in VerAS ist beendet – und zwar nicht
nur für uns, sondern für alle“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer
von Reporter ohne Grenzen. „Der Erfolg zeigt, dass die Gesellschaft
ihre Geheimdienste mit rechtlichen Werkzeugen kontrollieren kann und
illegale Aktivitäten nicht dulden muss. Wir konnten dank
Informationen aus den Snowden-Leaks klagen, haben Unterstützung von
über 2000 Menschen erhalten – und im Ergebnis die Rechte aller
gestärkt.“

Wegweisendes Urteil für besseren Rechtsschutz

Bereits das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Dezember war
ein Meilenstein im Kampf für einen besseren Rechtsschutz gegenüber
geheimdienstlicher Überwachung. Reporter ohne Grenzen hatte die Klage
2015 mit der Unterstützung der Berliner Rechtsanwaltskanzlei HÄRTING
eingereicht, weil Journalistinnen und Journalisten immer wieder ins
Visier von Geheimdiensten geraten, ohne davon überhaupt zu erfahren
oder sich dagegen wehren zu können. Sie werden damit zum
unfreiwilligen Informanten des Staates, obwohl sie genau den
eigentlich kontrollieren sollen. ROG führte die Klage im eigenen
Namen, wollte perspektivisch jedoch stets die Rechte aller
Betroffenen stärken.

Die Richter in Leipzig erklärten schließlich, dass dem BND die
Rechtsgrundlage für den Betrieb von VerAS fehle – und er es daher in
Zukunft unterlassen müsse, Daten von ROG darin zu verarbeiten
(http://ogy.de/20kv). In VerAS fließen Verbindungsdaten aus der
massenhaften Kommunikationsüberwachung des BND ein und werden
miteinander verknüpft. Der Auslandsgeheimdienst baut mit Hilfe dieser
sogenannten strategischen Fernmeldeaufklärung sukzessive feinmaschige
Netzwerke auf, obwohl ihm das Gesetz diesen Schritt gar nicht
erlaubt.

„BND-Generator“ zwingt Geheimdienst zum Einlenken

Auf der Berliner Fachkonferenz re:publica Anfang Mai stellten
Christian Mihr und der Anwalt Christof Elßner in einem Vortrag
schließlich ein Online-Tool vor, mit dem sich jeder auf das Leipziger
Urteil berufen konnte (http://ogy.de/ny1v). Im
„Bitte-Nicht-Durchleuchten-Generator“ mussten sie nur ihren Namen und
ihre Postanschrift angeben, damit der BND ihnen die Herausnahme aus
der VerAS-Datenbank bestätigen konnte. Der Generator erzeugte dann
automatisch ein Schreiben, womit der BND im Namen der Person
aufgefordert wurde, es künftig zu unterlassen, „Telefonie-Metadaten
aus meinen Telekommunikationsverkehren in der Datei VerAS zu
speichern oder zu nutzen.“ Der BND hatte zehn Tage Zeit, dies zu
bestätigen.

Am elften Tag nach den ersten Anträgen – mittlerweile waren es
über 2000 geworden – schickte der Bundesnachrichtendienst ein
Schreiben an Reporter ohne Grenzen (http://ogy.de/aroo). Tenor: Man
werde die Anträge nicht alle einzeln bearbeiten. VerAS sei insgesamt
umgestellt und könne damit Rechte Einzelner nicht mehr verletzen. Der
Geheimdienst erklärte damit verbindlich, dass man die Anforderungen
des Urteils umgesetzt habe – nicht nur für diejenigen, die das für
sich beantragen, sondern für den Betrieb insgesamt. Reporter ohne
Grenzen informiert alle Nutzerinnen und Nutzer des BND-Generators am
Donnerstag (17.05) über diese Entwicklung und nahm das Tool offline.

Klagen in Karlsruhe und Straßburg

In zwei weiteren Verfahren geht der juristische Kampf von Reporter
ohne Grenzen gegen anlasslose Überwachung von Journalistinnen und
Journalisten durch den BND unterdessen weiter. Ein Teil der
ursprünglichen Klage aus dem Jahr 2015, der während des Verfahrens
„abgetrennt“ worden war, ist mittlerweile beim Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anhängig
(http://ogy.de/d50d). Ende 2017 reichte ROG gemeinsam mit anderen
Organisationen außerdem eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gegen
das neue BND-Gesetz ein, das die Überwachung von Journalistinnen und
Journalisten ausdrücklich erlaubt (http://ogy.de/2bwd).

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Deutschland auf Platz
15 von 180 Staaten. Weitere Informationen über die Lage der
Journalisten vor Ort finden Sie unter
www.reporter-ohne-grenzen.de/deutschland.

Pressekontakt:
Reporter ohne Grenzen
Ulrike Gruska / Christoph Dreyer / Anne Renzenbrink
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de/presse
T: +49 (0)30 609 895 33-55
F: +49 (0)30 202 15 10-29

Original-Content von: Reporter ohne Grenzen e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/51548/3946604

Kopf oder Ball? Kopf und Ball! Kopfball! Erstmals SWR Fußball Bestenliste / Ror Wolf auf Platz 1 / Die besten Bücher rund ums Kicken von Péter Esterházy, Nick Hornby, Birgit Schönau u. a. (FOTO)

SWR – Südwestrundfunk

Baden-Baden (ots) –

/ Download auf SWR2.de

Seit Günter Netzer 1972 aus der „Tiefe des Raumes“ kam, sind Geist
und Fußball keine Gegensätze mehr. Nachdenken und Schreiben über
Fußball ist zum Lieblingssport der deutschen Intellektuellen
geworden. Spätestens alle zwei Jahre zur Europa- oder
Weltmeisterschaft sinnieren Schriftsteller über Tragödien, Erfolge,
Helden und Gefallene, über Spielsysteme und was sie über die
Gesellschaft aussagen. Fußballbegeisterte Mitglieder der Jury der
monatlichen SWR Bestenliste haben zur Weltmeisterschaft in Russland
erstmals eine SWR Fußball Bestenliste erstellt. Zwölf Fußballbücher
haben es auf die Liste geschafft: alte und neue Titel, Jugendbuch,
große Literatur, Sachbuch. Auf Platz 1: „Das nächste Spiel ist immer
das schwerste“ von Ror Wolf. Dieser Klassiker der Fußball-Literatur
beweist, dass das Spiel mit seiner Sprache zum Schönsten und
Lustigsten gehört, was Literatur mit Fußball anstellen kann.

Sammy Drechsel und Péter Esterházy gemeinsam auf Platz 2 Den 2.
Platz der SWR Fußball Bestenliste teilen sich der Jugendbuchklassiker
„Elf Freunde müsst ihr sein“ von Sammy Drechsel sowie „Keine Kunst“
von Péter Esterházy, der bis zu seinem Tod behauptete, dass Ungarn
1954 Fußballweltmeister wurde. Außerdem sind auf der Liste vertreten:
Peter Handke, der in seiner Erzählung „Die Angst des Tormanns beim
Elfmeter“ offensiv in die Abseitsfalle seines Titels stolperte, Jean
Philippe Toussaints Essay „Zidanes Melancholie“, dem nach einem
gehaltenen Kopfball im Finale 2006 nur noch der Kopfstoß blieb, oder
„La Fidanzata. Juventus, Turin und Italien“ von Birgit Schönau. Die
fußballbegeisterten Jurymitglieder der SWR Bestenliste waren Helmut
Böttiger, Martin Ebel, Julia Encke, Eberhard Falcke, Ursula März,
Wiebke Porombka, Ulrich Rüdenauer, Hajo Steinert und Insa Wilke.

Die vollständige Liste zum Herunterladen:
www.SWR2.de/fussballbestenliste Literatursendungen im SWR:
www.SWR2.de/literatur

Honorarfreie Pressefotos zum Download: www.ARD-Foto.de
Pressekontakt: Oliver Kopitzke, Tel. 07221 929 23854,
oliver.kopitzke@SWR.de

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https://www.presseportal.de/pm/7169/3946557

25 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: WDR berichtet umfangreich

WDR Westdeutscher Rundfunk

Köln (ots) –

Fünf Frauen und Mädchen wurden am 29. Mai 1993 im Haus der Familie
Genç getötet. Der rassistisch motivierte Anschlag machte Solingen
damals zum Symbol für Fremdenhass. Die Geschehnisse beschäftigen
viele Einwohnerinnen und Einwohner bis heute. Der WDR berichtet in
Fernsehen, Hörfunk und online umfangreich über den 25. Jahrestag des
Brandanschlags.

Das WDR Fernsehen zeigt in der Serie „Unterwegs im Westen“ den Film
„Der Brandanschlag: Was macht Solingen?“. Er schildert, wie sehr
Solingen mit dem Brandanschlag verbunden ist und wie das Gedenken –
25 Jahre danach – organisiert und gelebt wird. Während sich manche
aktiv gegen das Vergessen einsetzen, möchten andere nicht ständig an
die Geschehnisse erinnert werden. Die Reportage von Justine
Rosenkranz läuft am 28. Mai um 22.10 Uhr.

Die Dokumentation „Und dann waren sie weg“ geht der Frage nach, wie
die Gesellschaft vor 25 Jahren und heute mit Einwanderung und
Integration umgeht. Das WDR Fernsehen zeigt den Film von Christina
Zühlke am 23. Mai um 22.55 Uhr.

Darüber hinaus berichten die „Aktuelle Stunde“, „WDR aktuell“ und die
„Lokalzeit Bergisches Land“ ausführlich über den Jahrestag. Die
Rubrik „So war’s“ in der „Aktuellen Stunde“ fragt zum Beispiel, wie
sich das Leben der Familie Genç nach dem Anschlag verändert hat.
Auch die WDR-Hörfunkwellen berichten umfangreich: Im „WDR 2 Stichtag“
erinnert Irene Geuer an den 29. Mai 1993. (29. Mai 2018, 9.40 Uhr und
18.40 Uhr) Außerdem werden bei WDR 2 zahlreiche Interviews und
Gespräche zu Solingen zu hören sein.

WDR 4 befasst sich in „Hier und heute“ mit dem Brandanschlag. Neben
dem damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau wird auch die Mutter
der betroffenen Familie, Mevlüde Genç, mit ihrer berühmten
Friedensbotschaft zu hören sein (29. Mai 2018, 11. 40 Uhr).
In 1LIVE fragen die Moderatoren am Vormittag, inwiefern Fremdenhass,
der sich in Gewalt Bahn bricht, inzwischen Alltag geworden ist.
Umfangreiche Informationen zum Jahrestag des Brandanschlags gibt es
auch online bei WDR.de.

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de

Pressekontakt:
WDR Presse und Information
0221 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

Besuchen Sie auch die WDR Presselounge: www.presse.WDR.de

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https://www.presseportal.de/pm/7899/3946553

Klappt’s mit der Hochzeit? NOW US zeigt die 4. Staffel „Suits“ mit Meghan Markle als Free-TV-Premiere!

NOW US

Köln (ots) – Während für Meghan Markle schon am Samstag die
Hochzeitsglocken läuten, muss ihre Rolle Rachel in der deutschen
Free-TV-Ausstrahlung von „Suits“ noch auf einen Antrag hoffen!
Erstmals überhaupt zeigt NOW US nun die Free-TV-Premiere der vierten
Staffel „Suits“, in der Rachel dem großen Glück ein Stückchen näher
kommt. Die vierte Staffel der beliebten Anwalts-Serie mit Meghan
Markle, Gabriel Macht und Patrick J. Adams ist ab 28. Mai immer
montags um 22 Uhr bei NOW US zu sehen – jeweils fünf Folgen am Stück.
Im Anschluss sind die Episoden sieben Tage lang kostenlos bei
TVNOW.de abrufbar.

Zum Ende der dritten Staffel „Suits“ musste Mike Ross (Patrick J.
Adams) erkennen, dass er als vermeintlicher Anwalt nie die ganz große
Karriere machen wird und er durch seinen Betrug die gesamte Kanzlei
in Gefahr bringt. In der vierten Staffel „Suits“ wird er darum als
Investmentbanker tätig. Doch sein neuer Job führt schnell zu
Problemen zwischen ihm und seinem früheren Freund und Kollegen Harvey
Specter (Gabriel Macht), denn Mike ist jetzt Klient der Kanzlei
Pearson Specter und erwartet nur die allerbeste Beratung. Als es dann
noch zum Übernahmekampf zwischen Mikes Bank und dem
Pearson-Specter-Klienten Logan Sanders (Brendan Hines) kommt, steht
sich das frühere Dream-Team Harvey-Mike plötzlich verfeindet
gegenüber. Und auch privat kommt es bei Mike zu einigen Turbulenzen.
Denn Logan Sanders ist der Ex-Freund von Rachel (Meghan Markle) und
nicht nur an der beruflichen Expertise der attraktiven
Anwaltsgehilfin interessiert. Dennoch scheint Mike endlich den Mut zu
finden, Rachel den lang erhofften Heiratsantrag zu machen…

Die insgesamt 16 packenden Folgen der vierten Staffel „Suits“
zeigt NOW US ab 28. Mai 2018 immer montags um 22 Uhr als
Free-TV-Premiere.

Hintergrund zu „Suits“:

Studienabbrecher Mike Ross muss seinen Traum vom Anwaltsberuf
eigentlich für immer begraben. Eigentlich. Als er zufällig den
gerissenen Top-Anwalt Harvey Specter trifft und ihn mit seiner
unglaublichen Auffassungsgabe beeindruckt, wird er prompt als
Associate eingestellt. Dass Mike weder Anwaltszulassung noch
Harvardstudium hat, muss das geniale Mentor-Schüler-Paar fortan mit
viel Einfallsreichtum verheimlichen.

Mit „Suits“ können sich die Zuschauer auf eine preisgekrönte Serie
mit messerscharfen Dialogen und erstklassigen Schauspielern wie
Gabriel Macht und Patrick J. Adams in den Hauptrollen freuen. In
weiteren Rollen der US-Anwaltsserie überzeugt Meghan Markle, die
zurzeit durch ihre Liebe zu Prinz Harry von Wales die Schlagzeilen
bestimmt, als Anwaltsgehilfin Rachel Zane. Aber auch Rick Hoffman als
missgünstiger und intriganter Kanzlei-Kollege Louis Litt, Gina Torres
in der Rolle der taffen Kanzlei-Chefin Jessica Pearson und Sarah
Rafferty als Donna Paulsen – kluge Assistentin und enge Vertraute von
Harvey Specter – machen „Suits“ zu einer ganz besonderen Serie.

Schöpfer von „Suits“ ist Drehbuchautor Aaron Korsh, der in die
Serie unter anderem seine eigenen Wall-Street-Erfahrungen einfließen
ließ. Mit Erfolg: Die Serie erwies sich als eine der erfolgreichsten
Programme des Kabelsenders USA Network überhaupt. „Suits“ wurde
bereits zwei Mal für einen „People’s Choice Award“ nominiert,
Hauptdarsteller Patrick J. Adams erhielt darüber hinaus eine
Nominierung für den „Screen Actors Guild Award“ in der Kategorie
„Outstanding Performance by a Male Actor“.

Weitere Infos zu NOW US:

Das neue Seriensehen startet jetzt! Ob rau oder romantisch,
kuschelig oder kantig, spannend oder entspannend – NOW US vereint die
ganze Welt der US-Serien in einem Free-TV-Sender. Neben beliebten
Top-Serien wie „Anger Management“, „Glee“ oder „Breaking Bad“ können
sich NOW US-Zuschauer auch auf packende Free-TV-Premieren freuen:
Unter anderem zeigt NOW US frische Folgen der beliebten Serien
„Modern Family“, „Suits“ und „12 Monkeys“. Dabei bietet der jüngste
Sender der Mediengruppe RTL die Top-Serien aus den USA wann, wo und
wie die Zuschauer möchten. Ausgestrahlt wird NOW US täglich von 20:15
Uhr bis 6 Uhr zunächst exklusiv bei TV NOW, dem Streamingangebot der
Mediengruppe RTL Deutschland, direkt im Anschluss an die lineare
Ausstrahlung sind die Inhalte auch kostenlos als Video-on-Demand
abrufbar. Der lineare Livestream ist bei TV NOW nach einer 30-tägigen
kostenlosen Testphase für ein technisches Zugangsentgelt von 2,99
Euro pro Monat nutzbar und monatlich kündbar. Nutzer können NOW US
über Smartphones, Tablets, Apple Streaming Box, Apple TV App, Amazon
Fire TV oder Android TV abrufen und auch auf den großen Screen
streamen.

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland

Magnus Enzmann
Pressesprecher NOW US
magnus.enzmann@mediengruppe-rtl.de
+49 221 456-74407

Thomas Bodemer
Pressesprecher Digitale Angebote und Diversifikation
thomas.bodemer@mediengruppe-rtl.de
+49 221 456-74314

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https://www.presseportal.de/pm/129850/3946521

Weitere Auszeichnung für SWR2 Hörspiel von John Burnside Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Coldhaven“ / Preisverleihung am 29. Mai in Köln (FOTO)

SWR – Südwestrundfunk

Baden-Baden / Köln (ots) –

Das SWR2 Hörspiel „Coldhaven“ von John Burnside wird jetzt auch
mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 2018 ausgezeichnet. Die
Entscheidung traf eine Jury aus Fachkritikern und blinden Juroren. Im
Mittelpunkt des Stücks steht der Tod zweier Jugendlicher in dem
fiktiven Küstendorf Coldhaven, das von den Spuren der Globalisierung
und der Märchen- und Sagenwelt Schottlands geprägt ist. In der
Inszenierung von Klaus Buhlert sind u. a. Corinna Harfouch, Johannes
Silberschneider, Astrid Meyerfeldt und Felix Goeser zu hören.
„Coldhaven“ wurde am 16. Februar 2017 in SWR2 gesendet und wurde
bereits von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum
„Hörspiel des Jahres 2017“ gewählt. Die Dramaturgie hatte Manfred
Hess (SWR2). Die Komposition stammt von Klaus Buhlert. Der Preis wird
am 29. Mai 2018 im Deutschlandfunk Köln verliehen.

„Sprachliche Präzision und akustische Lebendigkeit“ Die Jury in
ihrer Begründung: „‚Coldhaven‘ von John Burnside fasziniert durch
schwebende Ambiguität, sprachliche Präzision und akustische
Lebendigkeit. Es ist gleichzeitig ein zupackendes Hörspiel über das
Verschwinden zweier junger Menschen in einem fiktiven schottischen
Dorf […] und ein vielschichtiges, dichtes Sprachgewebe, das dem
Urgefühl des Mediums Radio nahekommt: dem Gefühl von Unbestimmtheit,
Ungewissheit und Unheimlichkeit. […] Die Geschichte eines Mordes
wird zur hautnah erlebten Parabel auf das Gerücht.“

John Burnside

Der Brite John Burnside ist einer der renommiertesten Dichter und
Romanciers der Gegenwart. Er erhielt u. a. den
Corinne-Literaturpreis, den Petrarca- und den T. S. Eliot-Preis.
Romane sind u. a. „Lügen über meinen Vater“, „Helle Sommernächte“,
„Wie alle anderen“. Für den SWR schreibt er seit 2012 Hörspiele.

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird jährlich an ein
Originalhörspiel eines deutschsprachigen Senders verliehen, das in
herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und
erweitert. Träger sind der Bund der Kriegsblinden e. V. sowie die
Film- und Medienstiftung NRW.

Honorarfreie Pressefotos zum Herunterladen: www.ARD-Foto.de

Pressekontakt:
Oliver Kopitzke, Tel. 07221 929 23854, oliver.kopitzke@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/7169/3946460

Mediale Falle Politainment? / BLM-Fachtagung Nutzerkompetenz zeigt, wie sich Jugendliche heute ihre Meinung bilden

BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien

München (ots) – Im Informationskosmos Internet fällt es
Jugendlichen nicht immer leicht, das Angebot an politischen
Informationen richtig einordnen zu können. Wie sie sich ihre Meinung
bilden und welche Rolle #Politainment und mediale Inszenierung dabei
spielen, war gestern das Thema der gut besuchten 4. Fachtagung
Nutzerkompetenz in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
(BLM).

Wie stark sich die politische Meinungsbildung von Jugendlichen
geändert hat, zeigte zum Auftakt der Filmtrailer mit einer Umfrage im
Münchner Asamgymnasium: erst googeln, dann auf Newsseiten im Internet
gehen, Informationen über Freunde oder in sozialen Netzwerken
beziehen, über das Handy lesen und in YouTube stöbern, aber auch die
Quellen genau prüfen. Ein Mediennutzungsverhalten, das
BLM-Geschäftsführer Martin Gebrande im Grußwort mit Zahlen aus der
MedienGewichtungsStudie belegte. 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen
nutzen demnach Google als relevantes Informationsmedium, gefolgt von
Facebook und YouTube. Keine Frage, so Gebrande, die „Macht der
vernetzten Vielen“ in den sozialen Netzwerken gewinne zunehmend an
Einfluss auf die politische Meinungsbildung bei Jugendlichen.

Diese These bestätigte – auf alle Altersgruppen bezogen – auch der
Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schweiger von der
Universität Hohenheim in seiner Keynote. Der „informierte Bürger im
Netz“ könne auch schnell zum desinformierten Bürger werden, zeigte
Schweiger, denn die Nutzung journalistischer Quellen gehe zurück,
während die Nutzung „alternativer Medien“ im Internet, darunter zum
Teil algorithmisch personalisierte Nachrichtenkanäle, zunehme. Dazu
käme die steigende Relevanz von Quellen mit ähnlichen Meinungen, was
zum Hochschaukeln auch extremer Meinungen führen könne. „Wir alle
sind im Netz medienkompetenzmäßig überfordert“, warnte Schweiger.

Wie notwendig die Aufklärung über solche Mechanismen in der Schule
wäre, zeigten die Beispiele von Dr. André Haller zum Wahlkampf im
Netz – ein Vergleich des CDU- und des FDP-Wahlwerbespots zur
Bundestagswahl 2017. Der FDP-Spot zeigt laut Haller die neue Ästhetik
der medialen Inszenierung postmoderner Wahlkämpfe im Netz: schnelle
Schnitte und eine hektische Audiountermalung sollen vor allem bei der
jungen Zielgruppe Aufmerksamkeit wecken. Die Wahlkampfkommunikation,
so der Kommunikationswissenschaftler von der Universität Bamberg, sei
mittlerweile zur „Targetkommunikation“ geworden, die spezifische
Nachrichten für bestimmte Ziele und Zielgruppen aufbereite.

Kein Wunder, dass der Ruf nach mehr politischer Bildung und
Medienerziehung an den Schulen immer lauter wird, wie Simone
Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und
Lehrerinnenverbands (BLLV) bestätigte. Doch das allein reiche nicht:
„Wenn es Demokraten in Zukunft braucht, muss man Demokratie in den
Schulen leben“, so die BLLV-Präsidentin. Eine Forderung, die auch
Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands
und BLM-Medienrat, unterstützte. Neben dem effektiveren Einsatz neuer
Medien und der inhaltlichen Vertiefung sei insbesondere die Lehrkraft
ein starkes Element bei der Vermittlung politischer Bildung, betonte
Schwägerl. Doch das Thema kommt in der Schule offenbar zu kurz
genauso wie die Quellenprüfung. Facebook & Co sei ein großes Problem
im Zusammenhang mit der Uninformiertheit in puncto politischer
Bildung, sagte Filippos Papageorgiou, Landesschülersprecher der
beruflichen Schulen in Bayern. Auch Florian Schwegler,
Landesschülersprecher der Gymnasien, forderte, Bewusstsein für die
Risiken „neuer Medien“ zu schaffen.

Zu diesen Risiken gehört auch die Verbreitung politisch extremer
Positionen, wie BLM-Referentin Maria Monninger aus Jugendschutzsicht
und Dr. Miriam Heigl von der Fachstelle für Demokratie der Stadt
München verdeutlichten. Monninger zeigte Beispiele für
Jugendschutzverstöße aus der Prüfpraxis aus dem Spektrum des
Rechtsextremismus. Dass im Netz ein Radikalisierungsprozess zu
bemerken sei, verdeutlichte Heigl an „Hatespeech“-Beispielen. Der
Online-Enthemmungseffekt verstärke diesen Prozess.

Aber wie lasse sich im Kindes- und Jugendalter gegensteuern, damit
eine solche Radikalisierung erst gar nicht entstehe, fragte
Moderatorin Judith Horchert in der Abschlussrunde. Zum Beispiel mit
politischen Informationen auf YouTube, wie sie Mirko Drotschmann,
„MrWissen2go“, anbietet. Der Journalist hält eine Haltung für
generell wichtig, aber die eigene Meinung sollte in redaktionell
aufbereiteten Videos draußen bleiben, außer sie sei als solche
gekennzeichnet. Linda Joe Fuhrich, die Moderatorin der
Kindernachrichtensendung „logo!“, setzt auf die Interaktion mit den
jungen Zuschauern, zum Beispiel auf Instagram. Deren Kommentare und
Anregungen sind ihr sehr wichtig: Man müsse den jungen Zuschauern auf
ihren Plattformen die Chance geben sich einzumischen. Und das in
medialer Hinsicht bitte nicht mit „erhobenem Zeigefinger“, wie Prof.
Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in
Tutzing, anmerkte. Der öffentlichen Kritik an der wenig engagierten
Jugend konnte sie sich nicht anschließen: „Das Gerede, dass die
Jugend unpolitisch ist, ist völliger Blödsinn.“

Pressekontakt:
Bettina Pregel
Stellv. Pressesprecherin
Tel. (089) 63808-318
bettina.pregel@blm.de

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