MONITOR: Sozialflügel der CDU äußert Vorbehalte gegen Friedrich Merz „Wir befürchten, dass der soziale Frieden beschädigt wird.“

ARD Das Erste

Köln (ots) –

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hat deutlich Position zu
Friedrich Merz als möglichen Nachfolger von Angela Merkel als
Bundesvorsitzender der CDU bezogen. Gegenüber dem ARD-Magazin MONITOR
(heute, 15.11.2018, 21.45 Uhr im Ersten) sagte Bäumler:

„Wir sehen, dass sich Friedrich Merz immer heftig gegen
Gewerkschaften ausgesprochen hat, gegen die betriebliche
Mitbestimmung ausgesprochen hat. (…) Wenn das politische Programm
von Friedrich Merz so aussieht, dass der Kündigungsschutz abgeschafft
wird. Dass die betriebliche Mitbestimmung abgeschafft wird. Dass der
Mindestlohn abgeschafft wird. Dann befürchten wir, dass es zu einer
sozialen Spaltung in Deutschland kommt. Wir befürchten, dass der
gesellschaftliche Zusammenhalt kaputt geht und wir befürchten, dass
der soziale Friede beschädigt wird. Und mit einem solchem Programm
kann man keine Wahlen gewinnen. (…) Wenn er diese Vorstellungen
verwirklichen sollte, dann wäre die CDU keine Volkspartei mehr, dann
wäre sie eine aufgeblasene FDP. Und dem werden wir auf jeden Fall
entgegenwirken“

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Welche Frau hat das Zeug zur Kanzlerin? Bundesweite Umfrage von tina zum Rückzug von Angela Merkel (FOTO)

Bauer Media Group, tina

Hamburg (ots) –

Angela Merkel wird beim Parteitag im Dezember nicht erneut für das
Amt der CDU-Chefin antreten. Bis 2021 will sie sich komplett aus der
Politik zurückziehen, verkündete die Kanzlerin vor zwei Wochen. Eine
repräsentative Umfrage der Frauenzeitschrift tina, durchgeführt vom
Marktforschungsinstitut YouGov, zeigt: Keine Frau aus Politik und
Gesellschaft hat derzeit das Potenzial zur Kanzlerin – findet fast
die Hälfte der Bevölkerung. Am ehesten trauen die Befragten der
CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer oder Sahra Wagenknecht von
Die Linke die Kanzlerschaft zu (13 Prozent). Sieben Prozent der
Befragten glauben an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der
Leyen (CDU). Auch diese sieben Frauen standen zur Wahl:

– Manuela Schwesig (SPD) 4%
– Annalena Baerbock (Die Grünen) 4%
– Dunja Hayali (Moderatorin) 3%
– Margot Käßmann (Ex-Bischöfin) 3%
– Gesine Schwan (Politikwissenschaftlerin) 2%
– Iris Berben (Schauspielerin) 2%
– Alice Schwarzer (Publizistin und Feministin) 2%

Ein Drittel meint, endlich sei der Weg für neue Ideen frei

38 Prozent der befragten Männer und 33 Prozent der Frauen sind
erleichtert über Angela Merkels angekündigten Rückzug. Besonders die
Befragten in Bayern (41%) und Sachsen (45%) hoffen auf frischen Wind
in der Politik. Gleichzeitig drücken 20 Prozent der Bevölkerung auch
Besorgnis aus: Für sie steht Angela Merkel für Sicherheit und
Verlässlichkeit. Besonders die Jüngeren, 18- bis 24-Jährigen, stechen
hier mit einem Anteil von 27 Prozent hervor. Weitere 20 Prozent
stehen der Entscheidung gleichgültig gegenüber.

Begrenzung der Zuwanderung, bezahlbarer Wohnraum und
bedingungsloses Grundeinkommen stehen an oberster Stelle

Für die verbleibende Amtszeit wünschen sich 26 Prozent der
Befragten, dass Angela Merkel sich besonders dem Thema Begrenzung der
Zuwanderung annimmt. An zweiter Stelle steht für die Teilnehmer der
Umfrage bezahlbarer Wohnraum (17%) und ein bedingungsloses
Grundeinkommen (13%) folgt auf Platz 3. Überraschend: Für gleiche
Bildungschancen für alle Kinder stimmten nur sechs Prozent und
lediglich vier Prozent der Umfrageteilnehmer halten ein gleiches
Einkommen für Männer und Frauen für am wichtigsten.

Hinweis zur Umfrage:

Repräsentative YouGov-Studie.
Stichprobengröße: 2048.
Feldzeit: 31.10.- 2.11.2018.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Beitrag der aktuellen
tina-Ausgabe 47. Auszüge der Umfrage sind bei Nennung des Absenders
„tina“ zur Veröffentlichung frei. Für Rückfragen wenden Sie sich
bitte an: Katrin Hienzsch, T +49 40 30 19 10 28,
katrin.hienzsch@bauermedia.com

Über tina

tina ist Qualitätsmarktführer der wöchentlichen
Frauenzeitschriften für die Zielgruppe Frauen 40plus. Als Begründerin
des Segmentes ist tina das Original im Weekly-Markt und positioniert
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IVW 2018/III) und Reichweite (2,58 Mio., MA 2018/II). Die hochwertige
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Relevanz und Aktualität. Zur tina Markenwelt gehören tina Woman, tina
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Das Erste / „Bericht aus Berlin“ am Sonntag, 11. November 2018, um 18:30 Uhr im Ersten

ARD Das Erste

München (ots) – Moderation: Tina Hassel

Geplante Themen:

Die Einen kommen, die Anderen gehen? / Die Grünen haben am
Wochenende ihren Parteitag, die SPD veranstaltet ihr Debattencamp.
Die Einen sind auf dem Höhenflug, die Anderen sind im Sinkflug. Was
passiert da gerade? Was machen die Einen richtig, was machen die
Anderen falsch? Vor allem die SPD ringt mit sich selbst und versucht,
sich trotz Regierungsbeteiligung zu erneuern. Ein schmerzlicher
Prozess, bei dem nicht alle mitziehen. Die Europawahlen stehen vor
der Tür und die SPD beabsichtigt, sich hier deutlich zu
positionieren. Martin Polansky und Moritz Rödle analysieren die
Parteienverschiebung. Wer bleibt bei der SPD, wer wandert rüber zu
den Grünen?

Daheim – alleingelassen / Es hat lange gedauert, aber endlich hat
die Politik entdeckt, wie wichtig das Thema Pflege ist. Diese Woche
wurde im Bundestag darüber diskutiert und beschlossen. Aber trotz
allen Fortschritts wird die ambulante Pflege nicht ausreichend
bedacht. Dort ist der Fachkräftemangel besonders hoch. Ein Grund:
Ambulante Pflegekräfte bekommen in der Regel 36 Prozent weniger
Gehalt als ihre Kollegen im Krankenhaus. Tamara Anthony mit einem
Fall aus Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zur Sendung finden Sie unter:
www.berichtausberlin.de
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WDR präsentiert Diskussion über europäische Identität mit Navid Kermani

WDR Westdeutscher Rundfunk

Köln (ots) –

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung rücken WDR 5, der Internationalen
Karlspreis zu Aachen und die Stadt Aachen am 21. November die
Schlüsselressource der Europäischen Union in den Fokus: ihre reiche
und vielfältige Kultur. Ist diese kulturelle Vielfalt geeignet, eine
europäische Identität zu schaffen? Und wie definieren wir überhaupt
eine solche europäische Identität?

Diese und viele weitere Fragestellungen diskutieren die Leiterin des
Departments für Europapolitik und Demokratieforschung der
Donau-Universität Krems Prof. Dr. Ulrike Guérot, die Schriftstellerin
und Publizistin Gila Lustiger und der Schriftsteller und Orientalist
Dr. Navid Kermani. Durch die Veranstaltung im Ludwig Forum für
Internationale Kunst Aachen führt WDR 5-Moderator Uwe Schulz.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich bis zum 15.
November unter kultur@mail.aachen.de für die Veranstaltung anmelden.
Der Eintritt ist frei. Zudem überträgt WDR 5 die Diskussion aus
Aachen live.

Sendehinweis: WDR 5 spezial „Schafft kulturelle Vielfalt eine
europäische Identität?“, 21.11.2018, 20.04-21.00 Uhr, WDR 5.

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„dunja hayali“ im ZDF fragt: Wie antisemitisch ist Deutschland? (FOTO)

ZDF

Mainz (ots) –

„Neuer alter Hass – Wie antisemitisch ist Deutschland?“ lautet das
Thema bei „dunja hayali“ am Mittwoch, 7. November 2018, 23.30 Uhr im
ZDF. 80 Jahre nach den Pogromen vom 9. November 1938 werden Juden in
Deutschland beleidigt, bedroht und angegriffen. Kaum ein Tag vergeht,
an dem keine antisemitische Straftat begangen wird.

Dunja Hayali trifft Natan Grossmann und Jens-Jürgen Ventzki, die
eine außergewöhnliche Freundschaft verbindet. Natan Grossmann, über
90 Jahre alt, hat im Holocaust seine Familie verloren. Er selbst
überlebte das Ghetto Lodz und das Vernichtungslager Auschwitz.
Jens-Jürgen Ventzki, Jahrgang 1944, hat erst viele Jahrzehnte nach
Ende des Nationalsozialismus erfahren, dass sein Vater Werner als
Lodzer Oberbürgermeister für den Tod Hunderttausender Juden
mitverantwortlich war. Wie haben Natan Grossmann und Jens-Jürgen
Ventzki zusammengefunden? Was möchten sie den nachfolgenden
Generationen vermitteln?

Wie leben Juden heute in Deutschland? Beleidigungen, Pöbeleien und
Polizeischutz – eine Frankfurter Familie berichtet von ihren
Erfahrungen. Wie gehen Jüdinnen und Juden mit dieser Situation um?
Wie sehr bestimmt die ständige Bedrohung ihren Alltag?

Als Gäste begrüßt Dunja Hayali neben Natan Grossmann und
Jens-Jürgen Ventzki den Präsidenten des jüdischen Sportvereins
Makkabi Deutschland, Alon Meyer, die Berliner Staatssekretärin Sawsan
Chebli sowie den Comedian und Buchautor Oliver Polak.

„Wie antisemitisch ist Deutschland“ fragt auch die Dokumentation
von Thorsten Berrar, die am Mittwoch, 7. November 2018, um 0.30 Uhr
im ZDF zu sehen ist. Und im Anschluss daran folgt um 1.15 Uhr noch
einmal die „ZDFzeit“-Dokumentation „Exodus? – Antisemitismus in
Europa“, die am Vortag, am Dienstag, 6. November 2018, 20.15 Uhr,
erstmals im ZDF gesendet wird.

Die nächste Ausgabe von „dunja hayali“ ist am Mittwoch, 12.
Dezember 2018, um 22.45 Uhr im ZDF zu sehen.

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Drohnen für die Bundeswehr: Bewaffnung offensichtlich konkreter geplant als bisher bekannt / „Report Mainz“ am 6.11.18 im Ersten

SWR – Das Erste

Mainz (ots) – Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins „Report
Mainz“ ist die Bewaffnung der Drohnen für die Bundeswehr deutlich
konkreter geplant als bisher bekannt. Das geht aus dem Vertrag für
die Beschaffung der Drohne G-HERON TP hervor, der „Report Mainz“
exklusiv vorliegt. Darin werden bereits konkrete Schritte für die
Bewaffnung der unbemannten Luftfahrzeuge festgelegt. So wird unter
anderem die Anpassung und der Einbau der Munition für die deutsche
Version der Drohne vereinbart. Darüber hinaus die taktische
Ausbildung der Soldaten an dem bewaffneten System. Außerdem werden
sehr konkrete Anforderungen für bewaffnete Einsätze formuliert.

Am 13. Juni dieses Jahres wurde im Deutschen Bundestag eine der
bedeutendsten Militäraufträge aus jüngster Vergangenheit beschlossen.
Es ging um die Anschaffung von fünf israelischen Drohnen vom Typ
HERON TP und dazugehörige Dienstleistungen. Der Auftrag beläuft sich
auf knapp 900 Millionen Euro für eine Anmietung der Fluggeräte.

In Zusammenhang mit dem Großauftrag gab
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen stets zu
Protokoll, dass es sich nicht um eine bewaffnete Drohne handele. Die
Entscheidung zur Bewaffnung würde erst getroffen, nachdem eine breite
gesellschaftliche Debatte stattgefunden habe. So steht es auch im
Koalitionsvertrag. Auch die vertrauliche Vorlage des
Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss bekräftigt: „Die
Herstellung der vollumfänglichen Bewaffnungsfähigkeit, die eine
taktische Waffenausbildung des Bedienpersonals voraussetzt sowie eine
Munitionsbeschaffung sind nicht beauftragt.“

Doch in dem als vertraulich eingestuften Vertrag zwischen dem
Bundesverteidigungsministerium und Airbus werden im
Anforderungsprofil für die Drohnen detaillierte Einsatzszenarien
beschrieben. So heißt es zum Beispiel, die HERON TP müsse in der Lage
sein, „die identifizierten Bodenziele mit vom RPA mitgeführter SP zu
bekämpfen“. SP ist die im Vertrag verwendete Abkürzung für „Special
Payload“, gemeint damit ist Munition. Außerdem müsse die G-HERON TP
laut Vertrag in der Lage sein, mindestens einmal am Tag die „präzise
Bekämpfung von mindestens zwei leichtgepanzerten (ungepanzerte)
Fahrzeugen oder weichen (Personen) Zielen nacheinander in einer
Mission“ leisten zu können.

Der Bundestagsabgeordnete Tobias Pflüger (Die Linke) sagt
gegenüber „Report Mainz“: „Die Öffentlichkeit wird an dem Punkt
konkret getäuscht, weil die Beschaffungsentscheidung, die gefällt
wurde, wurde als bewaffnungsfähige Drohne beschrieben. Es geht nicht
um den Schutz von Truppen, sondern es geht um den Abschuss von
Fahrzeugen und Personen. Das Problem ist, dass die Öffentlichkeit
darüber nicht wirklich in Kenntnis gesetzt wird, weil im Grunde
genommen ist klar: Man hat jetzt das Ziel, eine bewaffnete Drohne
anzuschaffen und mit der vor allem in Mali oder in Afghanistan zu
agieren.“

Bestandteil des Vertrags ist darüber hinaus eine eventuell
erforderliche Modifikation von Präzisionsmunition, um den
Bestimmungen der Bundeswehr zu entsprechen. In der Vereinbarung mit
dem israelischen Verteidigungsministerium wird ein sehr detaillierter
Integrationsprozess der Munition in das Gesamtsystem beschrieben bis
hin zum Test mit scharfer Munition. Im Vertrag ist auch die
Anschaffung von bis zu 17 Präzisionsraketen optioniert. Das
Bundesverteidigungsministerium hat für die Herstellung dieser so
genannten „technischen Bewaffnungsfähigkeit“ rund 51 Millionen
US-Dollar angesetzt, obwohl der Aspekt der Bewaffnung vom Parlament
eigentlich noch nicht beschlossen ist.

Auf Anfrage von „Report Mainz“ verweist das
Bundesverteidigungsministerium darauf, dass die Vereinbarungen nur
eine „technische Fähigkeit zur Bewaffnung“ darstellten. Darunter
versteht das Verteidigungsministerium Maßnahmen, „die zur
Zertifizierung der Bewaffnung und zur Qualifikation der Munition
beitragen“.

Tobias Lindner (B’90/Grüne) kritisiert vor dem Hintergrund der
„Report Mainz“-Recherchen Bundesverteidigungsministerin Ursula von
der Leyen: „Die ganze Beschaffung, das sieht man, ist ausgelegt auf
Bewaffnungsfähigkeit. Sonst würde man nicht 50 Millionen Euro jetzt
für die Zertifizierung des Systems im Hinblick auf diese Eigenschaft
ausgeben. Das ist unverantwortlich, wenn es um Geld geht, und das ist
unverantwortlich auch, wenn es um Moral geht.“

Außerdem soll laut Vertrag zwischen Airbus und dem
Verteidigungsministerium auch die „Durchführung von Flügen im Rahmen
von Training und Ausbildung inklusive Trainingsflüge zum SP-Einsatz
(innerhalb spezieller Luft/Bodenschießplätze)“ bereitgestellt werden
– also Trainingsflüge für bewaffnete Einsätze.

In der Stellungnahme des Bundesverteidigungsministeriums heißt es:
„Weitere Zwischenschritte mit Blick auf einen potenziellen Einsatz
von bewaffneten G-HERON TP wären die Ausbildung des Personals und die
Beschaffung entsprechender Munition. Die parlamentarische Billigung
hierzu steht aus. Somit kann zukünftig, nach ausführlicher
völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung,
über die Beschaffung der Munition sowie die dazugehörige Ausbildung
von Personal gesondert entschieden werden.“

Eingeschränkte Zulassung

Nach „Report Mainz“-Recherchen wird die G-HERON TP offenbar –
anders als ursprünglich vorgesehen – nie in Deutschland fliegen. Der
Grund dafür: Ursprünglich vorgesehene Systemkomponenten, die einen
Betrieb unter hiesigen Wetterbedingungen ermöglicht hätten, sollen
nun doch nicht mehr eingebaut werden. So wird zum Beispiel der
ursprünglich geplante Blitzschutz für das Flugzeug nicht mehr
eingebaut. Erstmals bestätigt nun das Bundesverteidigungsministerium:
„Die nachträgliche Integration eines Blitzschutzes wäre aus unserer
Sicht mit einem unverhältnismäßig hohen Entwicklungsaufwand
verbunden.“ Über die Veränderung in der geplanten Zulassung sagt der
verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Fritz Felgentreu, gegenüber
„Report Mainz“: „Da die G-HERON TP ohnehin in Deutschland nicht
eingesetzt werden soll, dient es der Beschleunigung des
Beschaffungsvorganges, wenn wir auf ein Zulassungsverfahren für den
deutschen Luftraum zum gegenwärtigen Zeitraum ganz verzichten.“

Aus Sicht der Opposition erinnern die Schwierigkeiten bei der
Zulassung an das Drohnendebakel um die Euro Hawk. Auch diese Drohne
scheiterte an der Zulassung. Tobias Lindner (B‘ 90/Grüne) dazu: „Da
sind 750 Millionen Euro Steuergeld versenkt worden und hätte Herrn de
Maizière fast das Amt gekostet. Jetzt bei der G-Heron TP löst man das
Problem nicht, man mogelt sich quasi drumherum und stellt einfach die
Drohne in Israel ab, damit man keine deutsche Zulassung anstreben
muss.“

Zitate gegen Quellenangabe frei.

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Original-Content von: SWR – Das Erste, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/75892/4107695

„Maischberger“ am Mittwoch, 7. November 2018, um 22:45 Uhr

ARD Das Erste

München (ots) – Das Thema:

Nach den Kongresswahlen: Was macht Trump, wie reagiert die Welt?

Selten haben die sogenannten „Midtermwahlen“ in den USA bei uns so
viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie in diesem Jahr. Denn
erstmals seit der Wahl von US-Präsident Trump wird sich zeigen, ob
sein polarisierender Politikstil von den Wählern geschätzt oder
abgestraft wird. Wenn seine Republikaner bei den Kongresswahlen stark
verlieren, könnte Donald Trump sogar ein Amtsenthebungsverfahren
drohen. Sollte seine Partei allerdings auf ganzer Linie gewinnen,
könnte der starke Mann im Weißen Haus weltweit für noch mehr Unruhe
sorgen, fürchten viele Beobachter – nicht nur in Deutschland.

Die Gäste:

Klaus von Dohnanyi, SPD (ehem. Hamburger Bürgermeister) Gayle
Tufts (deutsch-amerikanische Entertainerin) Helene von Damm (ehem.
US-Botschafterin) Julian Reichelt („Bild“-Chefredakteur) Klaus
Brinkbäumer („Spiegel“-Autor) „Maischberger“ ist eine
Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in
Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

„Maischberger“ im Internet unter www.DasErste.de/maischberger

Redaktion: Elke Maar (WDR)

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Felix Neunzerling, ZOOM MEDIENFABRIK GmbH,
Tel.: 030/3150 6868, E-Mail: FN@zoommedienfabrik.de

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„Report Mainz“: Kritik an Bahn nach ICE-Brand in Montabaur / 39 Brände in ICEs in den vergangenen 10 Jahren / Lokführer: „Bahn überbrückt Schutzrelais“

SWR – Das Erste

Mainz (ots) –

Sperrfrist: 06.11.2018 05:05
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Seit 2008 hat es 39 Mal in ICEs der Deutschen Bahn gebrannt. Das
erklärte die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) auf
Anfrage des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“. In 36 Fällen musste
der Zug ganz oder teilweise evakuiert werden. Das haben weitere
Recherchen von „Report Mainz“ ergeben.

Alleine in diesem Jahr hat es bisher in drei ICEs Feuer oder Rauch
gegeben, davon zweimal auf der Schnellfahrstrecke Köln/Rhein-Main.
Auch 2006, 2014 und 2017 gab es auf dieser Strecke je einen Brand.
Die Strecke gilt als sehr anspruchsvoll, auf ihr werden nur ICEs der
Baureihe 3 planmäßig eingesetzt. Bahnexperte Prof. Markus Hecht
begründet die hohe Zahl der Brände auf der Schnellfahrstrecke: „Die
Leistungsanforderung dort ist sehr hoch, gleichzeitig gibt es zu
wenige Fahrzeuge. In der Folge werden Züge mit Schäden auf die
Strecke geschickt.“ Angesichts der Gesamtzahl der Brände in ICEs
fordert er: „Wir brauchen eine zuverlässige Bahn. Und eine unsichere
Bahn kann nicht zuverlässig sein.“

Zuletzt waren am 12. Oktober dieses Jahres in der Nähe von
Montabaur zwei Waggons des ICE 511 völlig ausgebrannt. Im Interview
mit „Report Mainz“ bewertet Professor Hecht Zeugenaussagen zu diesem
Unfall. Sie deuteten „ganz stark auf eine Explosion im Kühlkreislauf
des Transformators hin“. Hecht erklärt weiter: „So etwas tritt auf,
wenn das Buchholzrelais nicht funktioniert.“ Dieses Bauteil ist dafür
zuständig das Transformatoren-Öl zu überwachen, eine Überhitzung zu
melden und notfalls den Transformator abzuschalten. Derzeit wird die
Ursache des Brandes von der Bundesstelle für
Einbahnunfalluntersuchung ermittelt. Mit einem Abschlussbericht wird
erst in einigen Monaten gerechnet.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn räumte gegenüber „Report Mainz“
ein, dass die Deutsche Bahn gelegentlich das Buchholzrelais
überbrücke, aber nur bei ICE 1 und ICE 2. Eine Überbrückung des
Buchholzrelais sei beim ICE 3 und ICE T grundsätzlich nicht zulässig
und in den Wartungsprozessen der Bahn nicht vorgesehen. „Eine
Überbrückung ist nach unserem Kenntnisstand bei ICE 3 und ICE T nicht
vorgekommen“, so der Bahn-Sprecher.

Ein Lokführer wirft gegenüber „Report Mainz“ der Deutschen Bahn
dagegen vor, dass sie auch ICE-3-Züge mit einem überbrückten
Buchholzrelais fahren lasse. Weitere Lokführer berichten schriftlich,
dass sie schon ICE 3 gesteuert hätten, bei denen eines der Relais
überbrückt gewesen sei. Die Transformatoren befinden sich beim ICE 3
nicht wie bei den ICEs älterer Bauart in einem Triebkopf, sondern
sind unter den Waggons verteilt. Jeder Trafo wird mit 1640 Litern Öl
gekühlt.

Bahnexperten halten das Überbrücken des Relais‘ für ein
Sicherheitsrisiko. Prof. Arnd Stephan von der TU Dresden meint: „Das
ist ein wichtiger Schutzmechanismus, der sollte nicht außer Betrieb
gesetzt werden. Grundsätzlich ist ja auch in den Betriebsregimen und
in den Instandhaltungsanweisungen solcher Transformatoren und
Fahrzeuge vorgeschrieben, dass der Schutz als einer der wesentlichen
Schutzmechanismen im Betrieb sein soll.“ Prof. Markus Hecht sagt:
„Das Buchholzrelais ist ein Basissicherheitselement, das darf ich
nicht überbrücken.“

Im Gespräch mit „Report Mainz“ kritisiert der Feuerwehrinspekteur
des Kreises Neuwied, Werner Böcking, dass die Bahn die Feuerwehren
nicht ausreichend über Gefahrenquellen an Bord von ICEs aufgeklärt
habe. Böcking war am 12. Oktober beim Brand vor Ort und sagte
gegenüber „Report Mainz“, dass er sich einen Brand solchen Ausmaßes
nicht habe vorstellen können. Böcking: „Ein solches Brandszenario
wurde seitens des Notfallmanagements der Deutschen Bahn immer so
dargestellt: ‚Das kann doch eigentlich gar nicht passieren. Was soll
denn da brennen?'“

Böcking fordert im Interview mit „Report Mainz“ von der Bahn eine
engere Zusammenarbeit mit den Rettungskräften und ein besseres
Notfallmanagement. Böcking berichtet, dass der Notfallmanager beim
Brand am 12. Oktober erst etwa 40 Minuten nach der Alarmierung vor
Ort gewesen sei, vorgesehen seien maximal 30 Minuten. Die
Rettungskräfte dagegen hätten den brennenden Zug bereits nach etwa
elf Minuten erreicht. Sie haben demnach fast eine Dreiviertelstunde
darauf warten müssen, dass der Notfallmanager die Oberleitung erdet.
Erst dann durfte die Feuerwehr mit dem Löschen beginnen.

Zitate gegen Quellenangabe frei.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an „Report Mainz“, Tel. 06131 929
33371

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https://www.presseportal.de/pm/75892/4107116

FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff im Experten-Podcast „FRAGEN WIR DOCH!“: „Merkel ist wahnsinnig nett und unprätentiös, doch ihre vierte Amtszeit ist wie bei Adenauer und Kohl eine zu viel“

MAASS-GENAU – Das Medienbüro

Köln (ots) – Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Alexander Graf
Lambsdorff wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, den richtigen
Abgang verpasst zu haben. In einem Interview mit Deutschlands
Experten-Podcast „FRAGEN WIR DOCH!“ für 105’5 Spreeradio sagt
Lambsdorff: „Ich bedaure, dass sie zur letzten Bundestagswahl nicht
erkannt hat, dass sie in ihrer vierten Amtszeit keine Weichen mehr
stellen kann.“ Lambsdorff: „Wie bei Adenauer und Kohl ist die vierte
Amtszeit eines Kanzlers eine zu viel.“

Alexander Graf Lambsdorff: „Wir werden uns vielleicht nach Merkels
frühen Jahren sehnen, aber sicherlich nicht nach ihrem letzten Jahr.“

Im Podcast „FRAGEN WIR DOCH!“ nimmt Lambsdorff auch zu seinen
persönlichen Begegnungen mit der scheidenden CDU-Chefin Angela Merkel
Stellung: „Sie ist wahnsinnig nett, witzig und angenehm unprätentiös.
Und stolziert nicht wie manch ein männlicher Politiker mit breiten
Schultern durchs politische Berlin. Doch ihre vierte Amtszeit ist
eine zu viel.“

Lambsdorff kritisiert, dass Merkel nur auf auf den Parteivorsitz
verzichten will: „Dass sie sagt, sie fühle sich nicht in der Lage,
ihre Partei zu führen, es reiche aber fürs Land, ist für mich nicht
logisch.“ Der stellvertretende FDP-Fraktionschef ist sicher, dass
Merkel die Amtszeit nicht bis 2021 ausfüllt: „Für neue Impulse
braucht unser Land einen neuen Bundeskanzler. Wer auch immer neuer
CDU-Chef wird, wird auch nach der Kanzlerschaft greifen.“

Lambsdorff hofft, dass der oder die neue CDU-Chefin „Politik
frischer und dynamischer gestaltet, mit Themen wie Bildung,
Digitalisierung und Europa.“

Zu SPD-Chefin Andrea Nahles sagt Lambsdorff im Gespräch mit
„FRAGEN WIR DOCH!“: „Sie hat einen phantasielosen Fahrplan für die
weiteren Projekte der SPD in der Großen Koalition vorgelegt.
Spätestens am Parteitag zur Europawahl Anfang Dezember wird die SPD
in den Spiegel schauen und über den Verbleib in der Großen Koalition
entscheiden.“

Zu CSU-Parteichef Horst Seehofer sagt Lambsdorff: „Es ist völlig
klar, dass Seehofer nicht bleiben kann.“

Über eine mögliche Jamaika-Koalition: „Wenn CDU und CSU neue Köpfe
an der Spitze haben und bereit sind, ein bisschen mutiger zu sein als
vor einem Jahr, kann ich mir vorstellen, dass sich auch in Sachen
Jamaika wieder etwas tut.“

Das vollständige Gespräch mit Alexander Graf Lambsdorff hören Sie
in Deutschlands Experten-Podcast „FRAGEN WIR DOCH!“ für 105’5
Spreeradio auf www.spreeradio.de, www.fragenwirdoch.de sowie über
Apple Podcasts, Spotify und SoundCloud.

Pressekontakt:
MAASS-GENAU – Das Medienbüro. Jochen Maass. Tel. 0221 80015946.
eMail: jochen.maass@maassgenau.de

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Das Erste / „hart aber fair“ am Montag, 5. November 2018, um 21:00 Uhr, live aus Köln

ARD Das Erste

München (ots) – Moderation: Frank Plasberg

Das Thema:

Trumps Wahlkampf: Land spalten, Macht retten?

Gäste:
Peter Beyer (CDU, Bundestagsabgeordneter; Koordinator für die
transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung)
Walter Sittler (Schauspieler; Deutschamerikaner)
Ralph Freund (Vizepräsident „Republicans Overseas Germany“)
Beatrix von Storch (AfD, Bundestagsabgeordnete; Stellv. Vorsitzende
der AfD-Bundestagsfraktion)
Elisabeth Wehling (Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin am
Linguistischen Institut der Universität von Kalifornien in Berkeley)

Ein Wahlkampf der Wut und des Hasses: Donald Trump hat die
Vereinigten Staaten tief gespalten. Kann Trump seine Macht so
sichern? Wird er Freund und Feind dann noch härter in die Mangel
nehmen? Und droht die Methode Trump auch in Deutschland?

Wie immer können sich Interessierte auch während der Sendung per
Telefon, Fax, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen und
schon jetzt über die aktuelle Internet-Seite (www.hart-aber-fair.de)
ihre Meinung und Fragen an die Redaktion übermitteln. Die User können
über www.hartaberfair.de während der Sendung live mitreden und
diskutieren. So ist „hart aber fair“ immer erreichbar: Tel.
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Redaktion: Markus Zeidler (WDR)

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