Weiterhin dreckige Luft trotz Software-Updates – Diesel-Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe verdeutlichen Notwendigkeit von Hardware-Nachrüstungen

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) – Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe zeigen:
Software-Updates haben nicht die versprochene Wirksamkeit –
VW-Betrugs-Diesel halten Grenzwert auch nach dem Update nicht ein –
Hardware-Nachrüstung finanzierbar und effektiv –
Bundesverkehrsministerium und Dieselkonzerne verweigern den Bürgern
ihr Recht auf „Saubere Luft“ – Verbraucher bleiben mit Fahrverboten
und Wertverlust ihrer Fahrzeuge auf der Strecke – Software-Updates
werden Diesel-Fahrverbote nicht verhindern

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in ihrem
Emissions-Kontroll-Institut (EKI) die Wirksamkeit von
Software-Updates und Hardware-Nachrüstungen an sechs
Betrugs-Diesel-Pkw untersucht. Im Mittelpunkt standen Abgasmessungen
von drei VW-Fahrzeugen jeweils vor und nach der Durchführung des vom
Kraftfahrt-Bundesamt verordneten Software-Updates sowie von drei
weiteren Fahrzeugen vor und nach einer Hardware-Nachrüstung mit
Katalysatoren auf Harnstoffbasis (SCR).

Die Ergebnisse der Software-Updates sind mehr als ernüchternd: Bei
sommerlichen Temperaturen wurde zwar eine durchschnittliche
Verbesserung der Stickoxid (NOx)-Werte um 30 Prozent erreicht. Bei
für das Winterhalbjahr typischen Temperaturen wurden aber sogar über
20 Prozent mehr NOx gemessen als vor dem Software-Update.

Um die Wirksamkeit der Software-Updates zu bestimmen, wurden ein
VW Golf VI Variant, 1.6 TDI, ein VW Caddy 2.0 TDI sowie ein VW Sharan
2.0 TDI – jeweils Euro 5 – auf der Straße gemessen. Der Grenzwert für
NOx liegt bei Euro 5 Fahrzeugen bei 180 mg/km.

Der VW Golf zeigt vor dem Update einen NOx-Ausstoß von 964 mg/km,
nach dem Update bei Außentemperaturen von +5 bis +10 Grad Celsius
immer noch 602 mg/km. Dies entspricht einer Grenzwertüberschreitung
um den Faktor 3,3. Der VW Caddy zeigt vor dem Update eine
Überschreitung des Grenzwertes um den Faktor 3,7 mit einem Ausstoß
von 664 mg NOx/km, nach dem Update wird mit 498 mg/km der
NOx-Grenzwert noch immer deutlich gerissen. Bei dieser Messung lagen
die Außentemperaturen zwischen +15 und +19 Grad Celsius. Nach dem
Software-Update war der Kraftstoffverbrauch des Caddys um 15 Prozent
erhöht.

Bei dem VW Sharan wurden im EKI nach dem Software-Update zwei
Messungen bei unterschiedlichen Außentemperaturen durchgeführt. Vor
dem Update lagen die Werte bei Außentemperaturen zwischen +22 und +28
Grad Celsius bei 409 mg NOx/km. Nach dem Update und bei +12 bis +19
Grad sanken die Emissionen auf 186 mg/km und lagen damit nah am
Grenzwert. Weitere Messungen nach dem Update bei kalten
Außentemperaturen zwischen +1 und +2 Grad Celsius ergaben jedoch
einen massiven Anstieg der Emissionen auf 498 mg/km, die damit sogar
oberhalb des Ausgangswertes lagen.

Im Gegensatz zu den Fahrzeugen mit Software-Update zeigten die
Fahrzeuge, die mit einer wirksamen Hardware auf Harnstoffbasis
(SCR-Katalysatoren) nachgerüstet wurden, eindrucksvoll verringerte
NOx-Werte unterhalb des Grenzwerts von 180 mg NOx/km. So ließen sich
die NOx-Emissionen eines VW Passat 1.6 TDI, Euro 5 von 1.030 mg/km
vor der Nachrüstung auf 69 mg NOx/km nach der Nachrüstung reduzieren.
Gemessen wurde dies bei einer Temperatur von +12 bis +17 Grad Celsius
in der Umgebungsluft. Damit liegt der Wert sogar unterhalb des
Grenzwerts für Euro 6. Bei einem Audi A 3 Sportback 2.0 TDI,
ebenfalls Euro 5, konnten die NOx-Emissionen von 410 mg/km auf 82
mg/km reduziert werden. Gemessen wurde bei + 14 bis + 26 Grad
Celsius. Auch bei einem BMW X3 xDrive20d, Euro 5, gemessen bei
Außentemperaturen zwischen +19 und +34 Grad Celsius, konnte mit einer
Reduzierung von 900 mg/km auf 171 mg/km die Wirksamkeit der
Hardware-Nachrüstung eindrucksvoll bestätigt werden.

Die Messungen verdeutlichen, dass die bislang vom
Bundesverkehrsministerium angeordneten Software-Updates nicht dazu
beitragen werden, die hohe Belastung der Luft mit dem Dieselabgasgift
Stickstoffdioxid (NO2) in vielen deutschen Städten ausreichend zu
verringern. Von den 15,1 Millionen Diesel-Pkw erhielten zudem bisher
weniger als drei Millionen und damit nur jeder sechste Diesel-Pkw ein
Software-Update. Dieses zeigt darüber hinaus ausgerechnet im
gesundheitlich besonders problematischen Winterhalbjahr erhöhte
NOx-Emissionen anstatt einer Verbesserung der Werte.

Die von der DUH geforderte Hardware-Nachrüstung der insgesamt
circa elf Millionen Betrugs-Diesel-Pkw der Abgasnorm Euro 5 und Euro
6, so wie dies auch die amerikanischen Behörden angeordnet haben,
würde die NOx-Abgasemissionen im Sommer wie im Winter wirkungsvoll um
über 80 Prozent reduzieren.

Ursache Nummer eins der hohen Belastung, die vielerorts zur
Überschreitung der geltenden Luftqualitätsstandards führt, sind die
Abgase von Diesel-Pkw, die nahezu alle die Grenzwerte auf der Straße
um ein Vielfaches überschreiten. In vielen deutschen Städten werden
daher Fahrverbote für Dieselfahrzeuge erforderlich, die die DUH über
insgesamt 28 anstehende Gerichtsverfahren durchsetzen wird. Bereits
am kommenden Dienstag, den 21.8., wird das Verwaltungsgericht
Düsseldorf über Fahrverbote in der NRW-Landeshauptstadt entscheiden.
Am 31.8. läuft die gerichtliche Frist zur Ausdehnung der
Diesel-Fahrverbote auf Euro 5 in Stuttgart ab.

„Seit nunmehr drei Jahren verweigert die von den
Automobilkonzernen ferngesteuerte Bundesregierung eine
Hardware-Nachrüstung der Betrugs-Diesel-Pkw auf Kosten der
Hersteller. Warum sind dem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
12.860 vorzeitige Todesfälle, 800.000 erkrankte Bürger und elf
Millionen betrogene Diesel-Besitzer egal? Beim gestrigen Treffen der
Bundesminister Andreas Scheuer und Svenja Schulze mit den
Oberbürgermeistern der besonders unter dem Dieselabgasgift NO2
leidenden Städte forderte der CDU-Oberbürgermeister von Bonn,
Ashok-Alexander Sridharan, Hardware-Nachrüstungen“, so Jürgen Resch,
Bundesgeschäftsführer der DUH.

„Mit ihrer Verweigerungshaltung gefährdet die Bundesregierung
nicht nur die Gesundheit vieler tausender Menschen in Deutschland.
Sie ist auch verantwortlich für einen immensen Wertverlust, den
zahllose Verbraucher für ihre ansonsten neuwertigen Fahrzeuge
hinnehmen müssen. Trotz der Tatsache, dass auch heute noch Fahrzeuge
mit illegaler Abschalteinrichtung als Neuwagen auf den Markt gebracht
werden, bleibt das Vorgehen der Hersteller ungestraft. Besonders
perfide ist, dass die Technologie zur wirklich wirksamen Minderung
des Dieselabgasgiftes vorhanden ist. Dank des erfolgreichen
Lobbyeinsatzes der Dieselkonzerne sowie der wie immer brav folgenden
politisch Verantwortlichen wird diese jedoch nicht eingesetzt. Der
einzige Weg, um die Gesundheit der Menschen zu schützen und die
‚Saubere Luft‘ in den über 70 besonders belasteten Städten
durchzusetzen, bleibt damit das flächenhafte Fahrverbot für
Diesel-Pkw“, so Resch.

Die DUH fordert seit Aufdeckung des Diesel-Abgasskandals im Herbst
2015, dass die Bundesregierung die des Betrugs an Millionen
Diesel-Käufern überführten Konzerne dazu verpflichtet, Euro 5 und 6
Diesel-Pkw mit funktionierenden Abgaskatalysatoren auf deren Kosten
nachzurüsten. Die in den allermeisten Euro 5 und Euro 6 Diesel
enthaltenen Abschalteinrichtungen führen zu extrem hohen
Schadstoffemissionen im realen Fahrbetrieb – eine Tatsache, die auch
drei Jahre nach Bekanntwerden des Abgasskandals in den USA faktisch
ohne Konsequenzen für die Hersteller bleibt. Doch nach wie vor sperrt
sich die Bundesregierung gegen Hardwarenachrüstung und folgt damit
dem Wunsch der Automobilindustrie.

Hersteller von Nachrüstsystemen geben Kosten in Höhe von 1.500 bis
2.000 Euro brutto pro System an. Da die Bundesregierung aber selbst
die Entwicklung einer Rechtsgrundlage für eine Zulassungsvorschrift
verweigert, melden nun erste Anbieter ihre Systeme über eine
Einzelgenehmigung an.

„Durch die Nachrüstung mit SCR Katalysatoren werden NOx-Werte
unterhalb des EU 6 temp erreicht. Die Technik ist erprobt und stabil.
Verkehrsminister Scheuer muss dringend die erforderliche Richtlinie
erlassen, damit die Nachrüstung von dreckigen Diesel-Pkw rechtssicher
erfolgen kann“, fordert Axel Friedrich, der die Messung des EKI
leitet.

Link:

Zum Messbericht: http://l.duh.de/p180815a

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Dr. Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsberater & Leiter
Emissions-Kontroll-Institut
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Deutsche kaufen immer mehr SUVs und Geländewagen (FOTO)

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Berlin (ots) –

– dena-Monitoringbericht 2017 zeigt: Neuwagenmarkt befindet sich
weiter auf Wachstumskurs
– Durchschnittliche CO2-Emissionen nehmen zu
– Absatz alternativer Antriebe steigt leicht an
– Absatzrückgang bei emissionsärmeren Pkw

Die Deutschen kaufen immer mehr Neuwagen – darunter auch deutlich
mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben als noch 2016. Ihr
Marktanteil stieg von 2 auf 3,4 Prozent. Allerdings ist auch der
durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge 2017
angestiegen (+0,4 Gramm pro Kilometer – g/km). Grund dafür ist, dass
verbrauchsstarke SUVs und Fahrzeuge der oberen Mittelklasse immer
beliebter werden – während sich emissionsärmere Pkw der Kompakt- und
Mittelklasse schlechter verkaufen. Das sind die zentralen Ergebnisse
des jährlich erscheinenden Monitoringberichts zur Entwicklung
CO2-effizienter Pkw der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Erstmals weniger Fahrzeuge mit grünen Effizienzklassen A+ und A
verkauft

Seit 2011 weist das Pkw-Label die Effizienz eines Fahrzeugs aus.
2017 wurden erstmals weniger Pkw mit den grünen Effizienzklassen A+
(-11,8 Prozent) und A (-7,8 Prozent) verkauft als im Vorjahr. Neben
dem wachsenden Anteil emissionsstarker Fahrzeuge liegt das auch am
stagnierenden durchschnittlichen Verbrauch innerhalb der
Fahrzeugsegmente. In einigen Segmenten wie zum Beispiel bei
Mittelklassewagen und Großraumvans stieg der durchschnittliche
Verbrauch sogar im Vergleich zum Vorjahr – Autokäufer achteten
offenbar weniger auf die Fahrzeugeffizienz als noch 2016.

Die CO2-Emissionen der deutschen Neuzulassungen liegen mit 127,9
g/km sieben Prozent über dem europäischen Flottendurchschnitt von
119,5 g/km. Setzt sich der Emissionstrend in Deutschland und der EU
fort, wird das EU-Flottenziel von 95 g/km bis zum Jahr 2020 nicht
erreicht.

„Wichtig ist, dass wir nun zügig wirksame Maßnahmen einführen, um
den Kauf emissionsarmer Pkw attraktiver und den von
emissionsintensiven unattraktiver zu machen“, so Andreas Kuhlmann,
Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „In der dena-Leitstudie
Integrierte Energiewende raten wir zum Beispiel, die
Dienstwagenbesteuerung technologieoffen an den CO2-Ausstoß der
Fahrzeuge zu koppeln. Mittelfristig sollte man auch die
Energiesteuersätze fossiler Kraftstoffe deutlich stärker an deren
CO2-Intensität koppeln.“

Alternative Antriebe: starker Zuwachs bei Hybrid- und
Elektrofahrzeugen

Insgesamt kauften die Deutschen 2017 3,4 Millionen Neuwagen (+2
Prozent). Mit 96,6 Prozent machen konventionelle Antriebe den größten
Anteil daran aus. Während Benziner zulegten, nahm der Anteil
dieselbetriebener Pkw hingegen um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
ab. Zusammengenommen wurden 15 Prozent mehr SUVs und Geländewagen
gekauft, bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse waren es 18 Prozent
mehr. Der Absatz von Kompakt- und Mittelklassewagen sank hingegen um
fünf beziehungsweise vier Prozent.

Der Zugewinn bei alternativen Antrieben liegt vor allem daran,
dass mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge verkauft wurden (+85 Prozent).
Aufgrund der Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erdgas
(Compressed Natural Gas – CNG) und Flüssiggas sind auch die
Neuzulassungen von CNG-Pkw im Vergleich zu 2016 um 30 Prozent
gestiegen.

Insgesamt dominieren Hybridfahrzeuge den Markt der alternativen
Antriebe mit 71,8 Prozent (84.675 Pkw). Es folgen reine
Elektrofahrzeuge mit 21,3 Prozent (25.056 Pkw), Erdgasfahrzeuge mit
3,2 Prozent (3.723 Pkw) und flüssiggasbetriebene Fahrzeuge mit 3,7
Prozent (4.400 Pkw).

In den ersten fünf Monaten 2018 setzte sich der Aufwärtstrend bei
den alternativen Antrieben fort. Besonders CNG-Pkw (+542 Prozent) und
reine Elektrofahrzeuge (+82 Prozent) legten gegenüber dem
Vorjahreszeitraum zu.

Zum Pkw-Label

Das Pkw-Label zeigt anhand einer Farb- und Buchstabenskala, wie
energieeffizient ein Neuwagen ist. Grün beziehungsweise A+ steht für
die höchste Energieeffizienzklasse, rot beziehungsweise G für die
niedrigste. Darüber hinaus informiert das Label über
Kraftstoffverbrauch und -kosten sowie die Kfz-Steuer. Verbraucher
können so verschiedene Modelle eines Fahrzeugsegments beurteilen und
miteinander vergleichen.

Auf www.pkw-label.de finden Kaufinteressierte, Autohändler und
Flottenbetreiber zahlreiche Informationen zu Pkw-Label und
Neuwagenkauf. Neuwagen im Handel müssen seit dem 1. Dezember 2011 mit
dem Label gekennzeichnet werden. Händler können es mithilfe des
Internetangebots der dena auch selbst erstellen. Änderungen der
Berechnungsgrundlage für Kraftstoffpreise oder die Kfz-Steuer werden
laufend eingearbeitet.

Zum Monitoring-Bericht

Der Bericht „Entwicklung der Neuzulassungen CO2-effizienter Pkw“
wurde von der dena-Initiative „Informationsplattform Pkw-Label“
erstellt und steht unter https://bit.ly/2Mg8SSZ bereit. Als Grundlage
dienten aktuelle Pkw-Neuzulassungsdaten vom Kraftfahrt-Bundesamt
(KBA). Der Kraftstoffverbrauch wurde dabei gemäß dem Messzyklus NEFZ
(Neuer Europäischer Fahrzyklus) berechnet. Die „Informationsplattform
Pkw-Label“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
gefördert.

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Karin Adolph, Chausseestraße
128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 66 777 – 673, Fax: +49 (0)30 66 777 – 699, E-Mail:
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Bundesregierung blockiert Umsetzung der EU-Abgasstandards für Kohlekraftwerke

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) – Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass die Umsetzung
EU-weit verbindlicher Abgasvorschriften in nationale Gesetzgebung zum
16.8.2018 nicht erfolgt ist – Energiesektor nach dem Verkehr der
Hauptverursacher des Luftschadstoffs Stickstoffoxid (NOx) – Neben der
Autoindustrie protegiert die Bundesregierung auch die Kohleindustrie
zu Lasten der Gesundheit- Verzögerung verhindert die erforderliche
Nachrüstung von Kohlekraftwerken zur Minderung gesundheitsschädlicher
Emissionen aus der Kohleverbrennung – Ab 2021 müssen neue
Abgasstandards eingehalten werden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Bundesregierung auf,
die Umsetzung EU-weit verbindlicher Vorgaben für die Abgasreinigung
von Kohlekraftwerken unverzüglich in nationales Recht umzusetzen. Nur
so kann eine Verzögerung bei der Einhaltung der neuen Abgasstandards
für Kohlekraftwerke ab 2021 vermieden werden. Aus Sicht des Umwelt-
und Verbraucherschutzverbandes zeigt sich an der Blockadehaltung
abermals, welch geringen Stellenwert die „Saubere Luft“ und der
Klimaschutz für die Bundesregierung haben.

Die Energieerzeugung trägt nach dem Verkehr am stärksten zur
Belastung der Luft mit dem für Mensch und Umwelt giftigen
Stickstoffoxid (NOx) bei. Insgesamt werden durch die Energieerzeugung
jährlich etwa 300.000 Tonnen NOx ausgestoßen – und das seit 20
Jahren.

Im August 2017 hat die EU neue Standards für die Abgasreinigung
bei Braun- und Steinkohlekraftwerken – gegen den vorherigen
Widerstand durch die Bundesrepublik – veröffentlicht. Die
EU-Anforderungen bilden den Stand der Technik bei der Abgasreinigung
für Kohlekraftwerke ab und müssen ab August 2021 eingehalten werden.
Die Frist zur Umsetzung der EU-Vorgabe in die
Bundesimmissionsschutzgesetzgebung zum 16.8.2018 hat die
Bundesregierung tatenlos verstreichen lassen. Die DUH befürchtet,
dass damit auch die Einhaltung der neuen Abgasstandards ab August
2021 gefährdet ist. Dabei könnten die zur Einhaltung der neuen
Standards erforderlichen Nachrüstungen die NOx-Emissionen um zwei
Drittel reduzieren.

„Allen Klimaschutzversprechen zum Trotz sind in Deutschland immer
noch zu viele und zu dreckige Kohlekraftwerke aktiv. Die Technik, um
die Anlagen deutlich sauberer zu machen und damit faktisch Leben zu
retten, ist vorhanden. Die deutsche Bundesregierung hält jedoch nicht
nur über die deutsche Automobilindustrie ihre schützende Hand,
sondern auch über die Betreiber von Deutschlands Kohlekraftwerken.
Diese haben über viele Jahre sehr viel Geld mit den Anlagen verdient.
Welche Begründung kann es für eine Regierung geben, die Umsetzung
dieser Technik nicht zu verlangen?“ sagt Jürgen Resch,
Bundesgeschäftsführer der DUH. „Der Ausstieg aus der Kohle als
Energieträger ist eine der zentralen Voraussetzungen, um die
Klimaschutzziele zu erreichen und daher unabwendbar. Für die Kohle
wie für den Dieselantrieb gilt: Solange sie noch genutzt werden,
müssen sie so sauber sein, wie technisch möglich. Die Bundesregierung
darf sich geltender Rechtsvorgaben nicht länger widersetzen“, so
Resch weiter.

Während Stickoxidemissionen aus Dieselfahrzeugen vor allem im
städtischen Bereich zu hohen Belastungen und Überschreitungen von
Luftqualitätsgrenzwerten führen, tragen Emissionen aus Kraftwerken
wesentlich zur Hintergrundbelastung bei. Den aus der
Hintergrundbelastung entstehenden negativen gesundheitlichen Effekt
hat das Umweltbundesamt in einer im März dieses Jahres
veröffentlichten Studie ermittelt. Für das Jahr 2014 sind demnach
6.000 vorzeitige Todesfälle sowie mehr als 400.000 Krankheitsfälle
von Asthma und Diabetes der Hintergrundbelastung zuzuordnen. Das
Aktionsbündnis „Europe beyond coal“ quantifiziert die
gesundheitlichen Folgen von Schadstoffemissionen aus den in
Deutschland betriebenen 86 Kohlekraftwerken für das Jahr 2015 mit
3.850 vorzeitigen Todesfällen sowie unter anderem 79.000
Asthmaanfällen von Kindern. Neben Stickoxid sind Feinstaub und Ozon
weitere relevante Schadstoffe.

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Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung
030 2400 86772, saar@duh.de

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Hitze – ein Naturrisiko (FOTO)

Landesgartenschau Würzburg 2018 GmbH

Würzburg (ots) –

35 °C im Schatten und das Thermometer am Anschlag bei 50 °C in der
Sonne, das waren die Temperaturen der letzten Wochen am Hubland.

Eine Gruppe von Naturrisikenforscherinnen und -forschern der
Universität Potsdam führt seit dem 7. Juli 2018 jedes Wochenende
Untersuchungen zur Hitzebelastung auf der Landesgartenschau Würzburg
durch. Die Wissenschaftler messen über den Tag verteilt an
unterschiedlichen Stationen auf dem Gelände die Temperatur,
Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit und zählen die
Besucherströme. Sie wollen herausfinden, ob sich Veranstalter z.B.
mit Abkühlungsangeboten auf Hitze vorbereiten müssen. Zusätzlich
befragen sie die Gäste nach ihrem Besuch zum Beispiel nach ihrer
persönlichen Wahrnehmung des aktuellen Wetters, ihrem
Belastungsempfingen, selbst vorgenommenen Vorbereitungen und ihren
Aktivitäten auf der Landesgartenschau.

Ein erster Blick in die erhobenen Daten zeigt, dass ein Großteil
der Besucher sich der Gefahr von Hitzebelastung auf die Gesundheit
bewusst ist und daher an heißen Tagen selbst Anpassungen vornimmt,
wie beispielsweise mehr zu trinken oder leichtere Kleidung
anzuziehen. Bestätigend konnten die Wissenschaftler an den letzten
besonders heißen Wochenenden beobachten, dass sich viele Besucher zum
Teil an die Wetterbedingungen anpassten. Es wurden vermehrt
Sonnenhüte und sogar Schirme getragen, die Schattenplätze wie z.B.
unter den großen Sonnenschirmen auf der Festwiese oder unter den
Bäumen am Aktivband Eschenallee und im Alten Park erfreuten sich
großer Beliebtheit.

Eine ausführliche Auswertung erfolgt ab Mitte August, also nach
dem letzten Untersuchungswochenende der Wissenschaftler. Ziel ist es,
das Verhalten von Besuchern einer Großveranstaltung bei
unterschiedlichen Wetterlagen, insbesondere bei starker
Hitzebelastung, nachzuzeichnen. Aus den Ergebnissen werden
Empfehlungen für die Landesgartenschau und andere Verantwortliche für
Großveranstaltungen sowie die Allgemeinbevölkerung abgeleitet. –
Partner des Projekts ist die Stadt Würzburg.

Einbußen bei den Besucherzahlen

Auch wenn der Betrieb aufrechterhalten wird – lediglich zwei
Gastronomiestandorte mussten zwischenzeitlich geschlossen werden, da
es für das Personal zu heiß geworden ist – gibt es durch die extreme
Hitze erhebliche Einbußen bei den Besucherzahlen zu verzeichnen, da
viele ihren Landesgartenschaubesuch ausfallen lassen oder zumindest
verschieben.

Das Gelände haben die Gärtner perfekt im Griff, alles steht in
voller Blüte. „Wir haben richtig und frühzeitig auf die
Trockenperiode reagiert“, so Claudia Knoll, von der Bayerischen
Landesgartenschaugesellschaft in München entsandte Geschäftsführerin,
„und rechtzeitig mit dem zusätzlichen Bewässern von Blumen, Bäumen,
Rasen- und Wiesenflächen begonnen.“ Klaus Heuberger, Geschäftsführer
seitens der Stadt Würzburg, ergänzt: „Wir freuen uns, dass die
Serviceangebote wie beispielsweise das Wasserbecken mit den
Paddelbooten, die Spritzblumen und die beiden Gartenschaubähnchen gut
angenommen werden.“

Sonnenschutz

Um den Sonnenstrahlen auf dem Gelände ein wenig zu entkommen,
empfiehlt die Landesgartenschau Würzburg eine Auszeit unter altem
Baumbestand entlang des Aktivbands Eschenallee oder im Alten Park und
einen Besuch der Ausstellungen in den verschiedenen Gebäuden auf der
Landesgartenschau – so zum Beispiel die Geschichtsausstellung in der
Alten Tankstelle, die Blumenschau in der ehemaligen Sporthalle oder
die Gemeinschaftsausstellung der universitären Bereiche der Stadt
Würzburg, das LAB13. Auch bei einem Eis im Food Court oder einem
Espresso in der Library lässt es sich gut aushalten. Ab sofort ist
zudem das Gründerzentrum am Hublandplatz täglich von 12.00 bis 16.00
Uhr für die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau geöffnet

Pressekontakt:
Carmen van Musscher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0931/37-3045
carmen.vanmusscher@lgs2018-wuerzburg.de

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https://www.presseportal.de/pm/127267/4033483

Presse-Einladung/Terminhinweis (21. August 2018) / NABU-Kreuzfahrtranking 2018: Branche am Scheideweg?

NABU

Berlin/Hamburg (ots) – Der Kreuzfahrtmarkt boomt – die Schiffe
werden immer größer und die Reiseziele immer ausgefallener. Doch
hinter der schillernden Fassade der schwimmenden Hotels verbirgt sich
oft eine schmutzige Wahrheit: Die riesigen Schiffe werden mit
dreckigem Schweröl betrieben, so dass schwarze Abgaswolken
Hafenstädte und Weltmeere verpesten. Dabei ist das Problem auch den
Anbietern längst bekannt.

In seinem jährlichen Kreuzfahrtranking wertet der NABU die
Performance der bekanntesten Ozeanriesen am europäischen Markt im
Hinblick auf die massive Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch
Schiffsabgase aus. Welcher Anbieter geht das Problem an, wer
verweigert sich und welches Schiff ist am wenigsten umwelt- und
gesundheitsschädlich?

Wir stellen die Ergebnisse des Kreuzfahrtrankings 2018 bei einer
Pressekonferenz vor, zu der wir Sie herzlich einladen.

Termin: 21. August 2018, 11.00 Uhr

Ort:
NABU-Hamburg Landesgeschäftsstelle, Klaus-Groth-Str. 21, 20535
Hamburg

mit: Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik, NABU-Bundesverband
Sönke Diesener, Referent Verkehrspolitik, NABU- Bundesverband
Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik, NABU Hamburg

Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu können und bitten um
Anmeldung unter presse@NABU.de

Pressekontakt:
Kathrin Klinkusch
NABU-Pressesprecherin
presse@NABU.de
Telefon +49 (0)30.28 49 84-1510

NABU Hamburg
Pressestelle
Birgit Hilmer Tel. 040-69 70 89-35 | Fax -19
Mobil: 0162-38 36 462
E-Mail: Hilmer@NABU-Hamburg.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/6347/4034059

Outdoor Cooking der besonderen Art (FOTO)

DJH Landesverband Rheinland e.V.

Waldbröl (ots) –

Panarbora überrascht seine Gäste kulinarisch

„Wie hätten Sie es gern? Medium, Durch oder etwas Blutig?“
Außergewöhnliche Gespräche, die inzwischen täglich auf der
Ausflugsterrasse des Restaurants im Naturerlebnispark Panarbora
stattfinden.

Das Kochen unter freiem Himmel fasziniert viele Menschen, weil es
ursprünglich und naturverbunden ist. Eben ein Freiheitsgefühl, das zu
einem Natur- und Erlebnispark passt. Selbst prominente TV-Köche wären
überrascht, wenn sie sehen würden, was das Team um den Küchenchef
Peter Kundmüller auf die Beine gestellt hat. Die große, neue
Attraktion ist ein selbst gebauter Smooker aus einem ursprünglichen
Druckluftkessel, der inzwischen die Terrasse schmückt und vor allem
den Gästen ein reichhaltiges zusätzliches Speiseangebot bietet.
Selbst gemachte Anti-Pasti, geräucherte Saucen, Spanferkel aus dem
Smoker und auf dem Grill karamellisierten Ananas sind Gaumenfreuden,
die das Essen zu einem Erlebnis werden lassen.

Heidrun Kemper, kommissarische Leiterin von Panarbora, freut sich
über die neue Attraktion „Wir wollen unsere Übernachtungs- und
Tagesgäste gerne auch kulinarisch verwöhnen. Nach einer spannenden
Entdeckungstour finden die Gäste in unserem Restaurant ein
abwechslungsreiches Speiseangebot mit asiatischen, afrikanischen und
südamerikanischen Speisen. Passend zu den globalen Dörfern des Parks.
Mit dem Smooker und Outdoor-Cooking bieten wir ein einzigartiges
kulinarisches Angebot. Weit über dem Standard klassischer
Jugendherbergen.“ Die Philosophie hinter dem Outdoor Cooking ist der
Versuch, Gäste und Natur über Kochen und Essen wieder miteinander zu
verknüpfen. Passend zur Philosophie des Jugendherbergswerks fördert
das Outdoor-Cooking das gesellschaftliche Beisammensein.

Das Gelände, auf dem der Naturerlebnispark Panarbora entstanden
ist, war ursprünglich eine Bundeswehr-Kaserne. Inzwischen bietet sich
ein Areal mit Lern- und Entdeckungscharakter. Die Besucher werden
aktiv aufgefordert, sich mit der Natur und der Umwelt zu
beschäftigen.

Eintritt zahlen die Tagesgäste für den im Park befindlichen Turm
und Baumwipfelpfad. Bei Zugang zum Park erhalten diese einen
Gutschein in Höhe des Eintrittspreises in Höhe von 5 Euro für die
Gastronomie. Zusätzlich wird die Möglichkeit geboten, durch den Park
und über den Sinnesparcour zu spazieren. Panarbora ist ein
Naturerlebnispark im Sinne dieses Wortes „die Natur mit allen Sinnen
erleben“. Im Park werden den Jugendherbergsgästen zusätzlich
Unterkünfte unterschiedlichster Art geboten. Die Übernachtungsgäste
schätzen die Auswahl bei den globalen Dörfern (Asien, Afrika und
Südamerika) sowie alternativ das Gästehaus oder den besonders
beliebten Baumhäusern.

Highlight des Parks ist der Baumwipfelpfad auf dem das Leben eines
Waldes mit sechs lernpädagogischen Stationen kindgerecht beschrieben
wird. Die verschiedenen Baumarten werden erklärt und die Tiere des
Waldes vorgestellt. Ein weiteres Highlight: Auf der Plattform des
Turms befindet sich in der Mitte eine Bronzetafel, auf der die
Geschichte der Region erläutert wird. Im Park selber befinden sich
zusätzlich über 80 Tafeln, auf denen die Pflanzen, Sträucher, Bäume
und Kräuter beschrieben werden, die im Park zu finden sind.

Weitere Informationen unter www.panarbora.de

Pressekontakt:
Heidrun Kemper
Kom. Leitung
Naturerlebnispark und Jugendherberge Panarbora
Nutscheidstr. 1
51545 Panarbora
Tel.: 02291 / 90 865 – 11

Regionalmanagement
Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Rheinland e. V.
Düsseldorfer Str. 1a
40545 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 57 703 – 51
E-Mail: h.kemper@djh-rheinland.de

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https://www.presseportal.de/pm/52931/4030027

„Gefährliche Umwelthormone“: 3sat-Doku und „scobel – im Takt der Hormone“ in „Wissenschaft am Donnerstag“ (FOTO)

3sat

Mainz (ots) –

Donnerstag 23. August 2018, ab 20.15 Uhr
Erstausstrahlungen

Ob in Plastikprodukten, in Kosmetikartikeln oder im Essen: Täglich
kommen wir mit endokrin wirksamen Substanzen, sogenannten
Umwelthormonen, in Kontakt. Die Erstausstrahlung der Dokumentation
„Gefährliche Umwelthormone“ am Donnerstag, 23. August 2018, 20.15
Uhr, im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ stellt neue
Forschungsergebnisse vor und fragt, wie wir unseren Körper vor
Schadstoffen schützen können. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert
Gert Scobel in 3sat in „scobel – im Takt der Hormone“
(Erstausstrahlung) über die Wirkung der Hormone.

Die Dokumentation „Gefährliche Umweltgifte“ von Julia Zipfel
beleuchtet den Einfluss von Umweltgiften auf unseren Körper und die
Möglichkeiten, sich davor zu schützen. So wurde durch den Druck der
Verbraucher die chemische Verbindung Bisphenol A aus zahlreichen
Produkten verbannt. Als Alternative werden Trinkwasserflaschen,
Babyflaschen, Schnuller und Schnabeltassen aus dem Kunststoff Tritan
Copolyester hergestellt. Doch auch die in Tritan verarbeiteten
Ersatzstoffe haben eine hormonaktive Wirkung, wie Prof. Jörg Oehlmann
von der Goethe-Universität in Frankfurt herausfand.

Im Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung untersucht die
Biologin Dr. Gunda Herberth seit zehn Jahren, wie der frühe Kontakt
mit Umweltgiften das Immunsystem von Kindern beeinflussen kann. In
weiteren Langzeitstudien wie etwa dem EU-Projekt „Obelix“ beobachten
Wissenschaftler, dass zahlreiche Substanzen endokrin wirksam sind,
also in unseren Hormonhaushalt eingreifen, die Fettleibigkeit fördern
und unsere Fortpflanzung beeinträchtigen. Einige Stoffe stehen sogar
in Verdacht, Allergien und Krebs zu erzeugen. Unbemerkt belasten wir
unseren Körper täglich mit zahlreichen Schadstoffen. Gibt es
überhaupt unbedenkliche Alternativen?

Um 21.00 Uhr folgt im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ die
Gesprächssendung „scobel – Im Takt der Hormone“ (Erstausstrahlung).
Hormone sind Taktgeber unseres Lebens. Sie läuten Lebensphasen wie
Pubertät oder Menopause ein und steuern deren Verlauf. Sie
beeinflussen Stoffwechsel, Stimmungen, sogar unser Wesen. Hormone
werden auch therapeutisch eingesetzt – etwa bei bestimmten
Krebserkrankungen. Dabei ist das Wissen über Hormone, ihre Steuerung
durch das Gehirn und ihren Einfluss auf den Organismus längst noch
nicht komplett. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die
Kraft der Hormone – die körpereigenen und die körperfremden.

Weitere Informationen sowie „Gefährliche Umwelthormone“ als
Video-Stream unter: https://ly.zdf.de/1Mv/

Ansprechpartnerin: Marion Leibrecht, Telefon: 06131 – 70-16478;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
06131 – 70-16100, und über
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3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD

Pressekontakt:
Zweites Deutsches Fernsehen
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Wirtschaftsrat: Diesel-Fahrverbote sind abzulehnen

Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Berlin (ots) – Wolfgang Steiger: „Wir haben einen Katalog
alternativer Maßnahmen entwickelt“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. lehnt Fahrverbote für
Diesel-Fahrzeuge ab. „Wenn sich heute die Bundesminister Svenja
Schulze und Andreas Scheuer mit den Bürgermeistern der fünf
Modellstädte treffen, um über bessere Luft in Städten zu sprechen,
müssen andere Ideen auf den Tisch als Fahrverbote für
Dieselfahrzeuge. Diese richten sich gegen die Menschen, die dieses
Land mit ihren Steuern und Sozialabgaben finanzieren: Pendler,
Handwerksmeister oder die Logistiker, die Supermärkte beliefern,
Internetbestellungen oder Baumaterial ausliefern und enteignen
Millionen von Verbrauchern, deren Fahrzeuge massiv an Wert verlören.
Es gibt genügend Alternativen, die für bessere Luft in den Städten zu
sorgen“, betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des
Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Statt überhastet Aktionspläne zu schmieden, fordert der
Wirtschaftsrat den Staat auf, auch die volkwirtschaftlichen Folgen
mit ins Kalkül ziehen und sich auf entsprechende Maßnahmen zu
konzentrieren. „Wir haben zahlreiche Alternativen zum Fahrverbot
entwickelt, die genauso effektiv sind. So können etwa mit einfachen
Schritten wie etwa intelligenten Verkehrsleitsystemen durch die
bessere Verkehrssteuerung rund 30 Prozent der Stickoxide reduziert
werden“, sagt Wolfgang Steiger. Mittelfristige Maßnahmen stellten
dringend notwendige Investitionen in den Öffentlichen Nahverkehr und
regulatorische Erleichterungen für innovative Stadtlogistikkonzepte
dar.

Hier finden Sie den Maßnahmenkatalog des Wirtschaftsrates
https://bit.ly/2w2ED7i

Kontakt:

Klaus-Hubert Fugger
Pressesprecher
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Tel. 030/24087-301, Fax. 030/24087-305
kh.fugger@wirtschaftsrat.de

Original-Content von: Wirtschaftsrat der CDU e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/42899/4034281

12. Dienstwagen-Check unter deutschen Regierungspolitikern: Das „Schaufahren gegen den Klimaschutz“ hält unvermindert an

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) – Erstmals zieht die DUH die realen CO2-Emissionen
zur Bewertung heran: Kein Politiker-Dienstwagen hält den EU-Grenzwert
auf der Straße ein – Die Berliner Umweltsenatorin Regine Günther hat
unter allen Umweltministern den niedrigsten CO2-Ausstoß – Bester
Regierungschef ist Carsten Sieling aus Bremen – Negativer
Spitzenreiter ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller –
Deutsche Umwelthilfe kritisiert den immer noch hohen Anteil an
Diesel-Dienstwagen und spritdurstigen Plug-In Hybriden – Deutsche
Umwelthilfe fordert Bundesländer auf, Plug-In-Hybride mit im
Realbetrieb über 130 g CO2/km von der geplanten
Dienstwagen-Steuervergünstigung auszuschließen – Stellvertretende
DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz kritisiert
Dienstfahrzeugflotte als „Gruselkabinett“

Erst vor wenigen Monaten hat sich die Bundesregierung vom eigens
gesteckten Ziel verabschiedet, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um
40 Prozent gegenüber 1990 senken. Die im Verkehrssektor insgesamt
sogar ansteigenden CO2-Emissionen sind ein wesentlicher Grund dafür.
Seit Jahren sinken die Spritverbräuche von Neufahrzeugen nur auf dem
Papier, die realen Werte bleiben gleich oder steigen sogar an.
Unbeirrt dieses umweltpolitischen Offenbarungseids setzen sich viele
deutsche Regierungspolitiker weiter in spritschluckende Klimakiller.
Dies zeigt der 12. Politiker-Dienstwagencheck der Deutschen
Umwelthilfe (DUH). Unter Berücksichtigung der realen Verbrauchswerte
hält kein einziger Dienstwagen der 236 Befragten den CO2-Grenzwert
der EU von 130 g CO2/km ein. Der Anteil an Diesel-Limousinen ist im
Vergleich zum Vorjahr von 73 Prozent auf 62 Prozent nur leicht
zurückgegangen.

Die DUH fordert die Bundes- wie Landespolitiker dazu auf, sich bei
der Wahl ihrer Dienstwagen für saubere und gleichzeitig
klimafreundliche Fahrzeuge zu entscheiden. Die Diskrepanz zwischen
den offiziellen CO2-Angaben der Hersteller und dem tatsächlichen
CO2-Ausstoß auf der Straße liegt mittlerweile bei 42 Prozent. Um zu
verdeutlichen, wie klimaschädlich die Dienstwagen der Politiker
tatsächlich sind, bewertet die DUH in diesem Jahr die realen
CO2-Werte der Fahrzeuge. Grundlage ist der Bericht „From Laboratory
to Road“ 2017 des unabhängigen Forschungsinstituts International
Council on Clean Transportation (ICCT). Danach betragen die
durchschnittlichen Abweichungen bei den vom ICCT untersuchten
Modellen von Audi 48 Prozent, bei BMW 46 Prozent, bei Mercedes-Benz
51 Prozent und bei VW 38 Prozent.

Mit realen CO2-Emissionswerten zwischen 154 g CO2/km wie
beispielsweise beim Dienstfahrzeug der Bildungssenatorin aus Bremen,
Claudia Bogedan, bis zu erschreckenden 408 g CO2/km beim Fahrzeug von
Berlins Regierungschef Michael Müller sind die Politiker noch weit
von der EU-Vorgabe von 95 g CO2/km ab 2020 entfernt. Vor allem die
unter dem Deckmantel „Elektromotor“ staatlich geförderten
pseudo-ökologischen Plug-In-Powerlimousinen sind in Wirklichkeit
besonders spritdurstig und leisten somit keinen Beitrag zum
Klimaschutz.

Im Vergleich der Bundesminister hat das Fahrzeug von
Umweltministerin Svenja Schulze mit 200 g CO2/km den besten Wert
eines Fahrzeugs ohne Dieselantrieb. Betrachtet man die Fuhrparke der
Bundesministerien, reicht die Spanne von durchschnittlich 192 g
CO2/km beim Innenministerium bis zu 231 g CO2/km beim
Landwirtschaftsministerium.

„Dass der Verkehrssektor mit Vollgas eine Heißzeit beschleunigt,
ist auf das rückgratlose Verhalten der Regierungen gegenüber einer
Automobilindustrie zurückzuführen, die auf immer schwerere und
stärker motorisierte Fahrzeuge setzt und Klimapolitik als
Lippenbekenntnis verhöhnt. Diese Haltung ist dafür verantwortlich,
dass Deutschland seine nationalen Klimaschutzziele nicht erreichen
wird“, sagt Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
der DUH. „Selbst zögerliche Vorstöße, wie der von
Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die im Juli 2018 eine
50-prozentige Senkung der CO2-Emissionen von Pkw gefordert hat,
werden vom eigenen Partei- und Regierungskollegen Olaf Scholz
einkassiert“, kritisiert Metz. Es mangele an politischem Willen, sich
aus dem Würgegriff der Autokonzerne zu befreien und sich für reale
Verbrauchswerte von Pkw sowie ambitionierte EU-Flottengrenzwerte
einzusetzen, die nicht nur auf dem Papier existieren.

Als alarmierend betrachtet die DUH die auf noch mehr Leistung und
kürzere Beschleunigungszeiten ausgelegten Plug-In-Hybridantriebe in
den hochmotorisierten Luxuslimousinen. Anstatt diese Technologie zur
Minimierung des Spritverbrauchs auszulegen und möglichst lange rein
elektrisch gefahrene Strecken zu ermöglichen, weichen die
Normverbrauchsangaben bei dieser Antriebstechnik besonders stark von
der Realität ab. Die CO2- und Verbrauchsangaben der Hersteller
täuschen durch eine von der Realität weit entfernten
Berechnungsstrategie extrem niedrige Verbrauchszahlen vor. Nur ein
sehr kleiner Teil der Strecken wird elektrisch gefahren. Es zeigt
sich, dass diese Fahrzeuge fast ausnahmslos mit Verbrennungsmotor
gefahren werden, wobei die in Oberklasse-Limousinen verbauten
Plug-In-Hybride mehr CO2 emittieren, als konventionelle Verbrenner.

„Trotz aller Kritik hält die Bundesregierung an der
Subventionierung der schmutzigen Diesel-Technologie fest. Dazu wurde
nun noch beschlossen, Plug-In Hybride mit Steuermilliarden zu fördern
– ohne zu differenzieren, ob es sich um effiziente Fahrzeuge oder
Klimakiller handelt. Selbst zwei Staatssekretäre aus dem
Bundesfinanz- und Verkehrsministerium haben sich über den hohen
Spritverbrauch ihrer Plug-In-Dienstwagen im tatsächlichen Einsatz
beschwert. Wir fordern die Bundesländer auf, über den Bundesrat eine
ökologische Mindestanforderung einzuführen. Nur Plug-In-Hybride, die
im Realbetrieb weniger als 130 g CO2/km emittieren und eine
ausreichend große Strecke rein elektrisch zurücklegen können, sollten
gefördert werden“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

2018 bleiben 146 von 235 Politikern (62 Prozent) dem Dieselantrieb
treu (2017 waren es noch 73 Prozent). Der Trend geht hin zu mehr
Plug-In-Hybriden. Der Anteil der Benzin-Plug-In-Hybride ist von 23
auf 28 Prozent gestiegen. Der Anteil der konventionellen Benziner von
vier auf neun Prozent.

Mit durchschnittlich 197 g/km realem CO2-Ausstoß sind die
Dienstwagen der Umweltminister von Bund und Ländern weit vom
EU-Grenzwert entfernt.

Kein Dienstwagen der Umweltminister hält den EU-Grenzwert ein. Am
niedrigsten sind die Werte der Umweltminister aus Berlin, Hamburg und
Bremen mit 164, 165 und 171 g CO2/km. Die Fahrzeuge der
Umweltminister aus Hessen (218 g CO2/km), Baden-Württemberg (225 g
CO2/km) und Nordrhein-Westfalen (235 g CO2/km) bilden die
Schlusslichter.

Im Bundeskabinett ist Bildungsministerin Anja Karliczek mit 193 g
CO2/km mit den wenigsten Emissionen unterwegs – allerdings mit
Dieselantrieb. Schlusslichter sind Entwicklungsminister Gerd Müller
mit einem realen CO2-Ausstoß von 229 g CO2/km und die
Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz Katarina Barley mit
235 g CO2/km.

Bei den Bundesministerien weist das Innenministerium mit
ausschließlich Diesel-Fahrzeugen einen durchschnittlichen Wert von
192 g CO2/km aus, dicht gefolgt vom Finanzministerium mit einen
CO2-Ausstoß von 196 g/km. Der Fuhrpark der Minister und
Staatssekretäre des Auswärtigen Amts ist mit durchschnittlichen 230 g
CO2/km gemeinsam mit dem des Landwirtschaftsministeriums mit 231 g
CO2/km am klimaschädlichsten.

Bei den Regierungschefs der Länder setzt sich der enttäuschende
Trend zu hochmotorisierten Dienstwagen mit durchschnittlich 248 g
CO2/km fort. Carsten Sieling (Bremen), fährt einen Plug-In-Hybrid mit
einem realen CO2-Ausstoß von 171 g CO2/km. Volker Bouffier (Hessen)
und Armin Laschet (NRW) sind mit extrem hohem Verbrauch (beide 376 g
CO2/km) unterwegs und auf den letzten Plätzen vor Michael Müller
(Berlin) mit 408 g CO2/km zu finden.

Beim Vergleich der Dienstwagenflotten der einzelnen Bundesländer
ergeben sich große Unterschiede. Die Regierung von Bremen hat einen
durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 177 g CO2/km. Im Vergleich dazu
weist die Regierung von Hessen einen extrem hohen durchschnittlichen
CO2-Ausstoß von 243 g CO2/km auf. Dies wird lediglich vom Bundesland
Nordrhein-Westfalen mit 246 g CO2/km übertroffen.

Methodik:

Von April bis August 2018 befragte die DUH insgesamt 242 deutsche
Bundes- und Landespolitiker zu ihren Dienstwagen. Die besonders
geschützten Fahrzeuge der Bundeskanzlerin, der
Verteidigungsministerin, des Finanz-, Innen- und Außenministers und
des Bundespräsidenten werden wie in den Vorjahren nach Angaben der
Behörden „aus Sicherheitsgründen“ nicht gewertet.

Die Angaben zum realen CO2-Ausstoß basieren auf dem Bericht des
International Council on Clean Transportation (ICCT) „From Laboratory
to Road“ 2017. Der Bericht enthält Daten zur durchschnittlichen
Abweichung zwischen den offiziellen CO2-Angaben der Autohersteller
und den CO2-Emissionen unter realen Fahrbedingungen.

In der diesjährigen Dienstwagenumfrage enttarnt sich der angeblich
klimafreundliche Plug-In-Hybrid als die Antriebsart mit der höchsten
Abweichung zwischen offiziellem und realem CO2-Ausstoß. Hauptursache
der Täuschung ist die Formel, die der Ermittlung der offiziellen CO2-
und Verbrauchsangaben zugrunde liegt. Hierbei wird der Prüfzyklus
einmal mit voller Batterie und einmal mit leerer durchgeführt. Die
resultierenden Verbrauchswerte des Verbrennungs- und Elektromotors
werden anschließend mit der offiziellen elektrischen Reichweite
gewichtet und zu einer gemischten Verbrauchsangabe zusammengefasst.
Dabei kommen extrem niedrige kombinierte Verbrauchszahlen zustande.
Eine solide Datengrundlage zum realen CO2-Ausstoß bei leerer Batterie
von Plug-In-Hybriden liegt erst seit diesem Jahr vor.

Bei Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen legt die DUH den realen CO2-Ausstoß
bei leerer Batterie zugrunde, da diese Fahrzeuge im Alltag mit dem
konventionellen Verbrennungsmotor als Hauptantriebsquelle gefahren
werden.

Links:

Zu den Ergebnistabellen: http://l.duh.de/p180814

Zu den DUH-Dienstwagenumfragen:
http://www.duh.de/dienstwagencheck/

Zur ICCT-Studie „From Laboratory to Road“ 2017:
https://www.theicct.org/publications/laboratory-road-2017-update

Zum Hintergrundpapier der Get Real-Kampagne:
http://l.duh.de/p180814

Zum Acht-Punkte-Sofortprogramm für ehrliche Spritangaben:
http://l.duh.de/p180814

Die DUH setzt sich seit vielen Jahren für ehrliche Spritangaben
ein. Die derzeitige Kampagne „Get Real – Für ehrliche Spritangaben!“
(LIFE15 GIC/DE/029 Close the gap) wird im Rahmen des LIFE-Programms
der EU-Kommission gefördert.

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
030 2400867-74, metz@duh.de

DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/22521/4034101

Umweltministerin Svenja Schulze: Luftreinhaltung nur möglich mit sauberen Dieselautos

Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Berlin (ots) – Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat die
Nachrüstung von Diesel-Autos mit neuer Hardware angemahnt. Alle
Konzepte zur Luftreinhaltung seien nur dann sinnvoll, wenn der
Autoverkehr einbezogen wird, sagte Schulze am Dienstag im Inforadio
vom rbb:

„Es wird dazu kommen müssen, dass Diesel doch mehr Nachrüstungen
bekommen, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter in die
Städte fahren können und es auf gar keinen Fall Fahrverbote gibt.
Technisch könnten die Autos sauberer sein. Damit würde die Luft in
den Städten sehr schnell verbessert werden können. Ich möchte, dass
die Autoindustrie diesen technischen Schritt jetzt geht.“

Um die Luftqualität zu verbessern, müsse man außerdem über neue
Ticketmodelle für den öffentlichen Nahverkehr nachdenken, ebenso über
andere Formen des Lieferverkehrs. (slü)

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin- Brandenburg
Inforadio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 – 97993 – 37400
Mail: info@inforadio.de

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