TÜV NORD-Statistik: Erneut weniger Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln bei der Hauptuntersuchung

TÜV NORD GROUP

Kommen Sie gut durch die Erkältungszeit, hier.

Hannover (ots) – Erfreuliches Ergebnis bei der Hauptuntersuchung:
Erneut ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln in der TÜV
NORD-Statistik gesunken. Zwar nur leicht von 22,2 auf 22,1 Prozent
aller geprüften Autos, aber bereits zum fünften Mal in Folge (2014:
25,8 %). Und: 66,2 % der Autos waren ohne Mängel (Vorjahr 65,4).

Die Zahlen belegen damit aber auch, dass immer noch mehr als jedes
fünfte Auto so schwerwiegende Mängel hat, dass es erst repariert
werden muss, ehe die TÜV-Plakette angebracht werden kann.

Aber: Die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel ist auch wieder
gestiegen: von 65,4 auf 66,2 Prozent. Zusammen mit den 11,7 Prozent
der Fahrzeuge, bei denen geringe Mängel gefunden wurden, erhalten
somit insgesamt mehr als drei Viertel aller Autos (77,9 Prozent)
bereits beim ersten Anlauf vom TÜV-Sachverständigen ihre Plakette.
Die Zahl der verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort stillgelegt
werden müssen, liegt mit 0,06 Prozent weiterhin auf erfreulich
niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis der statistischen Aufarbeitung
aller Hauptuntersuchungen (HU), die an den mehr als 200 TÜV-STATIONEN
und in über 10.000 TÜV NORD-Partnerwerkstätten von Mitte 2017 bis
Mitte 2018 durchgeführt worden sind.

Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018
neu eingeführt wurde, hat noch keine statistische Relevanz. Ein
„gefährlicher Mangel“ ist dabei ein erheblicher Mangel, der eine
direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt
erheblich beeinträchtigt; zum Beispiel, wenn an einem Fahrzeug alle
Bremslichter ausgefallen sind.

Der stetige positive Trend ist in den Augen der
TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und
neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig
ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe
geschickt werden. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen
guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen
für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Hartmut Abeln, TÜV NORD-Geschäftsführer, sagt: „Wir freuen uns
über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen
schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die
Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten
ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer
wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung
und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion
und Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen
Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat
bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr
Freude an sicherer, individueller Mobilität. Besonders freuen würde
es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor
Fahrantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich
behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier
liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das,
obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in
der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die
Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran
haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und
langlebiger Technik (z. B. LED) sicher ihren Anteil.

Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter
anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem
Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen
Jahreszeit abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die
am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“,
„Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist
die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.
Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von
drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel.
Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es
weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur
in die Werkstatt müssen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als
Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt
jetzt bei den Dreijährigen bei 49.548 Kilometern und bei den
Elfjährigen bei 138.508 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs
ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit
dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘
Plaketten von Grün auf Orange und so ist zum Beispiel für
Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen
wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig
und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report
2019 wird der Porsche 911 gelistet. Er dominiert die aktuelle
Statistik: In allen Altersklassen wird er auf Platz 1 als Mängelzwerg
geführt. Schlecht schneidet dagegen zum Beispiel der Dacia Logan ab,
der in drei Altersklassen die rote Laterne innehat. Bei den 4- und
5-jährigen ist der Peugeot 206 und bei den 8 und 9-jährigen sind
Renault Kangoo und Chevrolet Matiz die Schusslichter.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert
auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim
Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder TÜV-STATION und im
Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,90 EUR.

Über die TÜV NORD GROUP:

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im Blick. Unabhängige Ingenieure und IT-Security-Fachleute bieten
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