VDA-Präsident Bernhard Mattes: „Die Mobilität der Zukunft geht alle an, die Gesellschaft, die Kunden, die Mitarbeiter, die Wissenschaft, den ÖPNV und nicht zuletzt den Staat und Europa“ (AUDIO)

VDA Verband der Automobilindustrie e.V.

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Berlin (ots) –

Auf dem 21. Technischen Kongress des Automobilverbands in Berlin
wird heute und morgen die Zukunft der Mobilität besprochen

MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Anmoderation:

Der einmal im Jahr stattfindende Technische Kongress des VDA ist
zu dem Treffpunkt geworden, auf dem die Zukunftsfragen der Mobilität
von Teilnehmern aus Politik und Industrie diskutiert werden. Die rund
700 Teilnehmer erörtern bei der heute und morgen stattfindenden 21.
Auflage dieser Veranstaltung die aktuellen und zukünftigen
Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, dem automatisierten und
autonomen Fahren, der Vernetzung, dem Klimaschutz bis hin zu
Mobilitätskonzepten der Zukunft. Künstliche Intelligenz,
Datenmanagement und Cyber Security sind dabei Kernthemen, genauso wie
die notwendige Infrastruktur. In seiner Eröffnungsrede betonte
VDA-Präsident Bernhard Mattes, welche Herausforderungen auf die
Automobilindustrie zukommen, nachdem die EU die Ziele für die
CO2-Reduzierung für 2030 bekannt gegeben hat: minus 37,5 % weniger
CO2 bei den Pkw, 31 % bei den leichten und 30 % bei den schweren
Nutzfahrzeugen:

O-Ton Bernhard Mattes

Diese Ziele erhöhen nicht nur den Druck auf klimafreundliche
nachhaltige Mobilität. Sie leiten einen Strukturwandel ein, der
gestaltet werden muss. Diese Ziele stellen sich uns allen. Sie
stellen sich der Gesellschaft als Ganzes und sie stellen der
Gesellschaft als Ganzes damit auch eine Aufgabe. Es sind auch die
Kunden, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Wissenschaft,
die Stromwirtschaft, die Telekommunikationsunternehmen, der ÖPNV,
nicht zuletzt der Staat, die Kommunen, Bund, Länder und auch Europa.
(0’35)

40 Milliarden Euro wird die deutsche Automobilindustrie in den
nächsten drei Jahren in alternative Antriebe investieren.
Gleichzeitig wird sich das Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen in
dieser Zeit auf 100 Modelle verdreifachen. Doch die Elektrifizierung
ist nur eines von vier technischen Kernthemen der deutschen
Automobilindustrie:

O-Ton Bernhard Mattes

Erstens: Wir bringen alternative Antriebe, Elektromobilität, aber
auch Gas oder Brennstoffzellen. Zweitens: Wir verbessern die
bestehende Antriebstechnologie des Verbrennungsmotors. Drittens: Wir
nutzen neue umweltfreundliche Kraftstoffe. Und viertens: Wir treiben
das vernetzte und automatisierte Fahren nach vorne. (0’20)

Mattes wies aber darauf hin, dass auch die Ladeinfrastruktur
verbessert werden muss. Deutschland braucht deutlich mehr
Elektroladestationen, aber auch Lademöglichkeiten für Erdgasautos
oder Wasserstofftankstellen. Und den Kunden müssen praktische
Vorteile angeboten werden, damit sie umweltfreundliche Autos kaufen.
Zum Beispiel besondere Parkmöglichkeiten oder eine Mautbefreiung für
Lkw mit E- oder LNG-Antrieb. Dafür, so Mattes, ist es wichtig, dass
Politik und Automobilindustrie an einem Strang ziehen:

O-Ton Bernhard Mattes

Zu den Rahmenbedingungen gehört auch ein verlässlicher Rahmen für
den Klimaschutz. Und deswegen ist es richtig, dass sich Politik und
Wirtschaft energisch dieses Themas annehmen. Über ein Dutzend
hochrangiger Experten aus unserer Industrie arbeiten auch deswegen in
der Nationalen Plattform Mobilität hochengagiert mit. Dann ist es
schon erstaunlich, wenn seitens des Umweltministeriums an einem
Gesetz gearbeitet wird, das die Grundphilosophie dieser Arbeit in
Frage stellt. Wer jahresscheibenscharf und tonnengenau vorschreiben
will, was in welchem Sektor zu passieren hat, kommt notwendigerweise
in Konflikt mit Innovation und wirtschaftlicher Dynamik. Der Ansatz
aus dem Umweltministerium könnte einen Bergsturz auslösen. Wir müssen
ja auf Innovationen setzen, auf Wettbewerb, Wettbewerb der Ideen.
Darum geht es und dafür braucht es Ziele, ja, aber keine kleinteilige
Steuerung, die das Wesen von Marktdynamiken ignoriert. Wir wollen
Klimaschutzdynamik entfesseln, neue Fesseln lehnen wir ab. (1’00)

Der zweite Redner des Technischen Kongresses, Oliver Wittke, der
Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie, sicherte der Autoindustrie beim Klimaschutzgesetz die
Hilfe seines – CDU geführten – Ministeriums zu:

O-Ton Oliver Wittke

Wir stehen zum Klimaschutz, aber wir wollen es vernünftig machen.
Der aktuelle Vorschlag für ein Klimaschutzgesetz aus dem
Bundesumweltministerium ist hierfür nicht hilfreich und wohl auch
noch nicht zu Ende gedacht. Der wird garantiert nicht eine Mehrheit
im Deutschen Bundestag finden und er ist auch im Übrigen nicht
abgedeckt durch den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD.
(0’20)

Staatssekretär Oliver Wittke bestärkte in seiner Rede die
deutschen Autobauer, in ihren Bestrebungen für nachhaltige Mobilität
genauso engagiert wie bisher weiterzumachen. Beim Wettlauf um die
Zukunftsthemen wie Elektroautos, automatisiertes Fahren oder
Digitalisierung sieht er Deutschland als Vorreiter

O-Ton Oliver Wittke

Wir dürfen nicht nur die Herausforderungen sehen, wir müssen nicht
nur die Probleme ins Auge nehmen, sondern wir können auch auf das
Erreichte und auf die Stärke dieser Automobilindustrie in Deutschland
stolz sein. Sie hat in der Vergangenheit viel erreicht, sie ist in
der Gegenwart Weltklasse. Und ich bin sicher: Sie wird auch die
Herausforderungen der Zukunft meistern. (0’24)

Abmoderation:

Über „Die Zukunft der Mobilität“ diskutieren heute und morgen 700
Experten aus Politik und Industrie beim 21. Technischen Kongress des
VDA in Berlin.

Pressekontakt:
VDA, Eckehart Rotter, 030 897842 120
all4radio, Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0

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